Krisenvorsorge: der Lebensmittelbunker ...

Als erstes stellt sich wohl die Frage, für welche Art von Krise vorgesorgt werden muss, wie schwerwiegend sie werden wird und wie lange sie andauern wird, bis sich das Leben wieder halbwegs normalisiert.

Leider kann derzeit niemand diese Punkte halbwegs beantworten, da der Verlauf, die Schwere und die Dauer von vielen Faktoren abhängig ist. Aber gehen sie vorerst einmal von der schwersten Krise aller Zeiten aus – mit Hungersnot, Aufstand und möglicher Weise mit Krieg (auch in unsern Breiten). 


Sollte es tatsächlich nur bei einer etwas erschwerten Wirtschafts- & Finanzkrise bleiben, haben wir nicht nur sehr viel Glück gehabt, diese wird auch relativ kurz andauern – gehen wir von ein bis zwei Jahren aus.
 
Doch wie wir uns vorstellen können, wie Menschen reagieren bzw. agieren, wenn man ihnen alles, wirklich alles genommen hat (... und davon gehen wir aus!), die Ersparnisse, die Pension, den Arbeitsplatz, etc., dann wissen wir, was uns mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarten wird: Geldentwertung, Zwangsenteignungen, Arbeitslosigkeit, Versorgungsprobleme, Aufstände, Revolten und Plünderungen. Ob es dann, quasi als „das Schlagobers“ dazu, auch Krieg geben wird, kann sein, muss aber nicht sein. Ausschließen kann man zur Zeit nichts ...
 

Grundsätzlich sollte man versuchen für mindestens drei Monate, besser für ein halbes Jahr, autark zu sein. Das heisst, sich ohne „aussen“ selbst versorgen zu können. Natürlich hat jeder enorme Vorteile, der einen Bauernhof oder ein Haus mit Garten hat. Das notwendige Gemüse kann angebaut werden, Kleinvieh wie Hühner oder Hasen gezüchtet werden. Damit hat man sich einen enormen Vorteil verschafft. Sollten diese Gegebenheiten nicht zutreffen, wäre ein feuchter, dunkler Erdkeller von Vorteil, in dem Erdäpfel, Zwiebel, Sauerkraut, Kohl, etc. gelagert werden können, ebenso lagerfähiges Obst, wie Äpfel.
 
Hat jemand nur eine Wohnung zum Bunkern zur Verfügung, sollten die folgenden Lebensmittel- und Genussmittel möglichst kühl und dunkel eingelagert werden. Als Berechnung kann man als reduzierte eineinhalb Tagesmahlzeiten (mittags und abends) rund 1800 – 2500 Kalorien einkalkulieren ... plus Getränke. 1800 Kalorien sind die untere Grenze eines erwachsenen Menschen und könnten über einen längeren Zeitraum genügen, kurzzeitig kann dieser Wert auch unterschritten werden.



 

Einlagern werden wir natürlich nur lange langerfähige Lebensmittel in Form von Grundnahrungsmittel (zum Verarbeiten), Tockennahrungsmittel (Nudeln, etc), Fertignahrungsmittel (Suppen, Saucen, etc.) und Konserven (Fleisch- und Fischkonserven, etc.). 

Lebensmittelbunker als Muster:

  • Nudeln in jeder Form, am besten ohne Ei
  • Haferflocken, Mehl, Polenta, Reis, Zucker, Honig
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen, Linsen
  • Trockensoja, Miso
  • Knäckebrot und fertige Brotbackmischungen
  • Öl, Essig
  • Fertigsugo, Instantsaucenwürfel, Paradeispürree, Paradeismark
  • Fisch-, Fleisch- & Wurstkonserven
  • Konserven mit Fertigsuppen & -gerichten
  • abgepacktes Sauerkraut
  • Trockensuppen, Suppenwürfel, Suppengrün, Suppennudeln
  • Gewürze, Trockenzwiebel
  • Kekse, Schokolade, Traubenzucker
  • Trockenfrüchte, Müsliriegel
  • Kaffee, Löskaffee, Tee, grüner Tee, Zucker, Kaffeeweisser, Milchpulver, Kakao
  • Saftsirupe, haltbare Fruchtsäfte, Schnaps, Wein & Bier, Mineral
  • Toiletteartikel, von Zahnpaste, Klopapier, Seife über Waschmittel, Hirschhornseife bis hin zu Tampons, Binden, etc.
  • Kerzen, Teelichter, Ersatzglühlampen, Batterien, funktionierende Taschenlampen können sehr hilfreich sein!

Gehen sie davon aus, dass in Krisenzeiten nicht immer Strom zur Verfügung stehen wird, also lagern sie Lebensmittel, die auch roh verzehrbar sind! Brot mit Fleischkonserve, etc.

Erzählen sie niemanden davon, denn sonst stehen all jene da, die nicht vorgesorgt haben!
Wechseln sie ihre Ersparnisse in Gold- und Silbermünzen um, möglichst viel in kleine Werte (zehntel Unze, achtel Unze, viertel Unze) – Gold und Silber wird Zahlungsmittel!

Schauen sie, dass sie immer einen ausreichenden €urobetrag im Haus haben, denn die Karten (Bankomat-, Kreditkarten) versagen als erste, gleichzeitig kann man auch physisch kein Geld mehr abheben.


Versorgen sie sich mit den notwendigen Medikamenten – eine erste Hilfe Grundausrüstung sollte in jedem Fall vorhanden sein!

Werkzeug, inklusive Klebeband und Plastikplanen sollte auch vorhanden sein!



Wenn es soweit ist, bleiben sie möglichst im Haus!

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