Baltimore, Bozen, Bosnien



Zugegeben – es ist für Außenstehende immer schwierig, ein Thema zu beleuchten, das subjektiv so unterschiedlich wahrgenommen wird. Der Begriff der “Schuld” kreist wie ein Geier über jedem Wort und schlägt zu, wenn sich jemand zu weit aus dem Nest wagt. Wir können nicht beurteilen, wie willkürlich die Polizei in den Vereinigten Staaten gegen Neger vorgeht, weshalb wir auch darauf verzichten. Wir beurteilen lieber das, was völlig natürlich ist und sich deshalb historisch schon dutzende Male abgespielt hat. Willkommen im multikulturellen Rassenkrieg.
Wenn wir an das Römische Reich, das Mongolenreich, die Sowjetunion oder Österreich-Ungarn denken, gibt es eine Vielzahl an Gründen, die wir auflisten können und die uns als Kriterien für deren Niedergang gelten. Neben sozialen Elementen wie einer dekadenten Lebensführung und einem zu großen und unübersichtlichen Herrschaftsbereich finden wir dort selbstverständlich auch ethnische Konflikte. Wir könnten uns jetzt darauf festlegen, dass diese Vielzahl an Gründen in Kombination zum Untergang der einzelnen Reiche geführt hat. Aber auch innerhalb dieser Punkte gibt es unterschiedliche Wertigkeiten, welche die These der kombinierten Elemente ein wenig in den Hintergrund rücken lässt. Warum?

Soziale Probleme sind sozial geschaffene Probleme. Sie sind lösbar auch wenn die ursprüngliche soziale Struktur erhalten bleibt. Man kann aus einer dekadenten Gesellschaft eine kraftvolle Gemeinschaft zimmern, allerdings nur dann wenn das Potential bereits innerhalb dieser Gesellschaft vorhanden ist. Sprich, wenn es sich um eine körperlich und geistig gesunde und homogene Gruppe handelt. Auch das Problem der Staatsgröße ist, gerade in Zeiten des vielbeschworenen Internationalismus, der Vernetzung, von Hochgeschwindigkeitszügen und Flugzeugen, wichtig aber sekundär. 


Was sich jedoch nicht ändern lässt, wenn man nicht die ursprüngliche Struktur vernichtet, ist das rassisch-völkische Element. Wenn in einem Staat mehrere Volksgruppen gibt es grob gesagt drei mögliche Prozesse. A) Eine Volksgruppe verschwindet. Entweder aufgrund ethnischer Kämpfe, aufgrund einer zu niedrigen Geburtenrate oder der Abwanderung dieser Gruppe. B) Beide Volksgruppen verschwinden. Entweder durch Seuchen, durch einen Krieg, der beide Gruppen vernichtet oder durch die Auflösung der ursprünglichen Schranken, sprich Vermischung. C) Beide Volksgruppen existieren weiter.
Diese Feststellungen klingen für manchen vielleicht lächerlich logisch. Sie wären es auch, wenn nicht ein Großteil unserer Volksgenossen diese Logik bis heute nicht kapiert hätte. In einer multikulturellen Gesellschaft gibt es also drei Möglichkeiten – das Aussterben einer Gruppe, das Aussterben beider Gruppen, die Trennung beider Gruppen und somit die Auflösung der multikulturellen Gesellschaft. D.h. im Umkehrschluss, dass eine multikulturelle Gesellschaft immer zum Volkstod führt, wenn diese Form des Zusammenlebens nicht schnellstmöglich überwunden wird. Jugoslawien und Böhmen, Georgien und Ruanda, Malaysia und die Vereinigten Staaten sind gelebte Beweise für diese Theorien. 


Wo nicht getrennt wird, entstehen Konfliktherde, aus welchen langfristig Kriege erwachsen. Dieser Kampf ist natürlich. Ihn künstlich herbeizuführen ist unnatürlich. Deshalb liegt die Schuld, von der wir eingangs gesprochen haben, nicht (alleine) bei den Negern, die ihrem Unmut (ob begründet oder nicht) jetzt durch Plünderungen und Ausschreitungen Ausdruck verleihen. 

Sie liegt nicht (alleine) bei den Polizisten, die (begründet oder nicht) gegen Neger vorgehen. Sie liegt bei denjenigen, die die multikulturelle Idee erst nach Amerika brachten. Spätestens seit Joachim Fernaus “Halleluja: Die Geschichte der USA” wissen wir, dass die Historie der Vereinigten Staaten auf Vertreibung (der Indianer), Verschleppung (der Neger) und Vernichtung (aller Kulturen) beruht. 

Im Umkehrschluss heißt dies, dass die Volksgruppen in den Vereinigten Staaten nur überleben und friedlich nebeneinander leben können, wenn wir – im Geiste Mohammed Alis, Malcolm X’ oder Martin Luther Kings – klar und deutlich von Trennung sprechen. Wenn wir das nicht tun, wird aus Bozen ein Baltimore und aus Baltimore ein Bosnien.

Quelle: Etschlichter

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