Gimme hope Jo'anna

SPIEGEL 50/13, S. 84 ff., Titel
Bartholomäus Grill: MADIBAS MAGIE

Nein, Grill interviewte 1995 nicht Kim Jong-il in Nordkorea, sondern Nelson MANDELA in Südafrika: „So einem Menschen zu begegnen, ist ein großes Geschenk, das größte, das ich als Korrespondent erhalten habe.“ Und: „Eine seltsame Aura umgab diesen Menschen. Es war, als würde man ihn,“ einen väterlichen Freund, „schon lange kennen. Zugleich aber tat sich in diesem Kraftfeld eine ebenso merkwürdige Distanz auf, Mandela wirkte sternenfern und fremd.“ Ob Grill bei dieser Begegnung der Dritten Art vor Ergriffenheit Darmwinde nicht mehr halten konnte, ist nicht überliefert.

Wohl aber, wie MANDELA, dieser Friedens- und Versöhnungsgott, mit martialisch geballter Faust voller Inbrunst schmetterte: „Wir, die Mitglieder des Speers der Nation,“ eine von ihm mitbegründeten Terrororganisation, „haben geschworen, die Weißen zu töten.“ Wort gegeben, Wort gehalten: seit Ende der Apartheid wurden die zu
Tausenden abgeschlachtet. Verbliebene ziehen sich, soweit sie das Land nicht fliehen, in Sicherheits-Ghettos, in „Gated Communities“ zurück. Apartheid mal andersrum.

MANDELAS Erbe aber kann sich sehen lassen: Die höchste Vergewaltigungs- und Aidsrate der Welt, eine Mordrate, sieben Mal höher als die der USA. Klar, dass sich deren Präsident, Friedensnobelpreis-Kumpan OBAMA, zur Offenbarung hinreißen ließ: „Ich kann mir mein eigenes Leben ohne Mandelas Beispiel nicht vorstellen.“ Auch nicht, als er, Anfang Dezember 2013, im jemenitischen Beidha per Drohne den Korso einer Hochzeitsgesellschaft atomisieren ließ? Den hatten seine texanischen Spielkonsole-Helden glatt mit einem Terroristen-Konvoi verwechselt.

Ob Grill was verwechselt, wenn er MANDELA bescheinigt, als „Heldengestalt, die das Böse bezwingt … noch klarer, noch reiner als die wenigen anderen Heroen der jüngeren Geschichte“ zu strahlen? Klarer als „Che Guevara“ zum Beispiel. Obwohl diesem Reinen alles rein war: „Der Neger erhielt seine rassische Reinheit durch seine bekannte Gewohnheit, Bäder zu meiden.“ Und, ebenfalls O-Ton Che: „Der Neger ist träge und gibt sein ganzes Geld für Frivolitäten und Alkohol aus, wohingegen der Europäer zukunftsweisend, organisiert und intelligent ist.“

„Das Gefängnisregime,“ so Grill, „wandte alle Schikane an, um ihn,“ MANDELA, „körperlich und seelisch zu brechen“, was den nicht daran hinderte, nach 25 Haftjahren Robben Island fit wie ein afrikanisches Hirschferkel zu entspringen. Da hätten sich seine Peiniger mal 'nen Trick bei ihren Kollegen vom NKWD ablauschen können. Von den 15.000 Sowjetdeutschen, die man im Februar 1942 ins Lager Bogoslow trieb, lebten binnen Jahresfrist noch 3.000.

„Er,“ MANDELA, „sollte zum berühmtesten Gefangen des 20. Jahrhunderts werden.“ Das, Grill-Würstchen, war Rudolf Heß. Er wurde, was das 21. Jahrhundert anbelangt, von Horst Mahler abgelöst.

Anlässlich des Macheten-Massakers von Boipatong, Johannesburg, am 17. Juni 1992 von schwarzen Gangs an über 40 ANC-Sympathisanten begangen, war im SPIEGEL 28/92, von heutiger Links-Durchsiffung noch weit entfernt, zu lesen: „ANC-Chef Nelson Mandela behauptet, die weiße Regierung fördere die Metzeleien, um zu zeigen, daß sich die Schwarzen gegenseitig die Köpfe einschlügen, wenn nicht die Weißen die Kontrolle im Land behielten.“ Ach, wie Recht MANDELA mit dem zweiten Teil dieser Prophezeiung hatte.

Nachdem Grill MANDELA, 'ne Nummer kleiner ging's nicht, als Initiator der „größten Menschenrechtsbewegung aller Zeiten“ belobhudelte, der „die Kolonialära in Afrika beendete“ und den „Rassenwahn“ überwand, indem er, kein Wort von DE KLERK, „sein hasszerfressenes Land gewaltfrei von der Apartheid in die Demokratie“ führte, ist sich Grill auch für eine letzte Dümmlichkeit nicht zu schade:

„Wie Barack Obama schenkte er den Schwarzen in aller Welt Selbstwertgefühl: Schaut her, wir können es auch.“

Wo? In Südrhodesien, heute Simbabwe, das nach Erschlagen und
Vertreiben der Weißen von der Kornkammer Afrikas, reich an Rohstoffen, attraktiv als Reiseland, im freien Fall zur Elendsregion verkam. Allerdings ethnisch gesäubert. Das hat eben seinen Preis. Oder in Südafrika selbst, wo ein Team um Christiaan Barnard im Dezember 1967 die erste Herztransplantation gelang. Heute besteht medizinischer Fortschritt darin, dass ein Drittel schwarzer Schulmädchen HIV positiv ist. Für einen therapeutischen Zweck, versteht sich. Müssen sie doch,
wie eine Studie zur Provinz Ostkap unlängst enthüllte, älteren, Aids-kranken Männern zu Diensten sein, die sich von Sex mit Jungfrauen Heilung versprechen. Von den 94.000 Schülerinnen, die jüngsten im Alter von zehn, die im vergangenen Jahr schwanger waren und den 77.000, die abtrieben, ganz zu schweigen.

Besonders aber können sie's, wenn's darum geht, sich wie die Karnickel zu vermehren, statt, dank westlicher Hilfe, wie Fliegen zu sterben. So hat sich Afrikas Bevölkerung in den vergangenen 25 Jahren auf eine Milliarde verdoppelt. Bis 2050 ist die zweite Milliarde fällig. Hunderte Millionen junger, zorniger, Testosteron-gesteuerter Männer ohne jede Perspektive. Hochexplosives Schwarzpulver mit verheerender Zerstörungskraft.

Damit die uns auch ja platt macht, trieb man Mitte Dezember in Hamburg 3500 Pennäler auf die Straße. Schulschwänzen „als praktischer Politunterricht“, so die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW:

NO BORDER - NO NATION! REFUGEES WELCOME!

Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber? GEW-Leitkühe und Platzhirsche auch.


Dr. Frank Kretzschmar
dottorefrank@hotmail.com

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