Der letzte Reichspräsident

In einer scheinbar ausweglosen Situation für ein ganzes Volk Verantwortung zu übernehmen zeugt von wahrer Größe. So geschah es in der Nacht vom 2. Mai 1945 als der letzte Reichspräsident seinen Amtsantritt in einer Radioansprache, über den Reichssender Hamburg, bekannt gab. 

Dieser Mann hatte nun die Verantwortung für das militärisch besiegte und durch den alliierten Bombenterror zerstörte Deutschland.

Der Nachfolger Adolf Hitlers als Staatsoberhaupt des deutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Wehrmacht hieß Karl Dönitz. Während seiner Regierungszeit war es das Hauptziel die kommunistischen Horden aus Deutschland fernzuhalten, deshalb bot er den West-Alliierten einen Separatfrieden an, welchen diese jedoch ablehnten. Nach dieser Ablehnung sah sich Karl Dönitz gezwungen den Krieg weiterzuführen, um Zeit zu gewinnen. 


Dönitz wollte diese Zeit nutzen um so viele deutsche Soldaten wie möglich dem Zugriff der Roten Armee entziehen und in West-Alliierte Gefangenschaft zu führen. Sowjetische Gefangenschaft hätte für den Großteil der deutschen Soldaten den sicheren Tod, in russischen Gulags, bedeutet.

Trotz der bedingungslosen Kapitulation, in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945, blieb Karl Dönitz bis zu seiner völkerrechtswidrigen Verhaftung am 23. Mai 1945 rechtmäßig im Amt. Die Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 bedeutete nicht das dass Deutsche Reich aufhörte zu existieren oder das Karl Dönitz nicht mehr das rechtmäßige Staatsoberhaupt desselben war. 


Die Inhaftierung des Reichspräsidenten und der Reichsregierung in Flensburg diente den Siegermächten  dazu, die Regierungsgewalt in Deutschland zu übernehmen (Stichwort: Berliner Erklärung) und den Deutschen ihre Staatssysteme BRD und DDR aufzuzwingen.

Im Oktober 1945 wurde Karl Dönitz vom Nürnberger Tribunal zu 10 Jahren Haft verurteilt, welche er zusammen mit Rudolf Hess im Gefängnis von Berlin-Spandau absaß. Nach seiner Entlassung lebte er bis zu seinem Tod am 24. Dezember 1980 in Aumühle, wo er neben seiner Frau auf dem Waldfriedhof, als letzter Offizier im Marschallsrang, beerdigt wurde.


Durch seinen starken und mutigen Charakter erwarb Karl Dönitz bereits im ersten Weltkrieg, als Soldat der Marine, großes Ansehen. Von 1914 bis 1918 wurde er mehrfach, auch von ausländischen Regierungen für seine Tapferkeit ausgezeichnet, wie z.B: mit dem Eisernen Halbmond der Türkei.


Im Dritten Reich wurde Karl Dönitz mit dem Aufbau der deutschen U-Boot-Waffe beauftragt und brachte es während des zweiten Weltkrieges bis zum Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine. Auch während des zweiten Weltkrieges wurde er weit über die Grenzen des Reiches hinaus geschätzt und erhielt z.B.: aus Spanien, Rumänien und Japan Auszeichnungen.


Am 21.01.1945 wurde von Karl Dönitz die „Rettungsaktion Ostsee“ eingeleitet bei welcher 2 Millionen Ostpreußen vor der Roten Armee, über den Seeweg, gerettet werden konnten. Die „Rettungsaktion Ostsee“ war die größte Evakuierungsaktion der Menschheitsgeschichte und bewahrte millionen Frauen, Kinder und Greise vor Mord und Vergewaltigung.




Quelle:
gegenkultur

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