Blut und Boden


Blut und Boden

Der Begriff Blut und Boden geht auf die im älteren germanischen Recht bestehende Bindung des Grundeigentums an die Familie zurück. Dieses Recht suchte den angestammten Grund und Boden als Grundlage der wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Stellung der Menschen der Familie zu erhalten.

Später ging dieses Bemühen verloren und wurde erst wieder von der nationalsozialistischen Rechts- und Wirtschaftspolitik aufgegriffen und verfolgt. Die Verbindung von Blut und Boden wurde zum Leitgedanken für die Bauern- und Bodenpolitik im Dritten Reich.

Als Ausdruck des Blut-und-Boden-Gedankens trat am 29. September 1933 das Reichserbhofgesetz in Kraft. Es wollte nach den einleitenden Sätzen

    „unter Sicherung alter deutscher Erbsitte das Bauerntum als Blutquelle des deutschen Volkes erhalten. Die Bauernhöfe sollen vor Überschuldung und Zersplitterung im Erbgang geschützt werden, damit sie dauernd als Erbe der Sippe in der Hand freier Bauern verbleiben.“ 

Und weiter:

    „Bauer kann nur sein, wer deutscher Staatsbürger, deutschen oder stammesgleichen Blutes und ehrbar ist.“ 

Blut-und-Boden-Literatur

Die Blut-und-Boden-Literatur ist eine Literaturrichtung, in der die Idee einer arteigenen bäuerlichen Schicht zutage tritt. Vertreter sind Gerhard Schumann, Herbert Böhme, Heinrich Anacker, Herybert Menzel, Josefa Berens-Totenohl u.a.

Blut-und-Boden-Kunst

In der Bildenden Kunst, besonders in der Malerei und der monumentalen Bildhauerei sahen die Nationalsozialisten ein wichtiges Mittel ästhetischer Ausdruckskraft. Als wiederkehrende Motive waren bevorzugt die fleißigen deutschen Bauern, die tapferen deutschen Soldaten, die fruchtbare deutsche Frau oder die intakte deutsche Großfamilie. Es fanden sich genügend technisch-handwerklich Begabte, die das anspruchsvolle Bildprogramm umsetzen konnten. Die Namen Adolf Ziegler, Paul Mathias Padua, Werner Peiner, Arthur Kampf, Arno Breker, Josef Thorak sollen hier stellvertretend für viele stehen. 

Bild: Nationalsozialistische SiedlungshäuserDer Begriff Blut und Boden geht auf die im älteren germanischen Recht bestehende Bindung des Grundeigentums an die Familie zurück. Dieses Recht suchte den angestammten Grund und Boden als Grundlage der wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Stellung der Menschen der Familie zu erhalten.

Später ging dieses Bemühen verloren und wurde erst wieder von der nationalsozialistischen Rechts- und Wirtschaftspolitik aufgegriffen und verfolgt. Die Verbindung von Blut und Boden wurde zum Leitgedanken für die Bauern- und Bodenpolitik im Dritten Reich.

Als Ausdruck des Blut-und-Boden-Gedankens trat am 29. September 1933 das Reichserbhofgesetz in Kraft. Es wollte nach den einleitenden Sätzen

„unter Sicherung alter deutscher Erbsitte das Bauerntum als Blutquelle des deutschen Volkes erhalten. Die Bauernhöfe sollen vor Überschuldung und Zersplitterung im Erbgang geschützt werden, damit sie dauernd als Erbe der Sippe in der Hand freier Bauern verbleiben.“

Und weiter:

„Bauer kann nur sein, wer deutscher Staatsbürger, deutschen oder stammesgleichen Blutes und ehrbar ist.“

Blut-und-Boden-Literatur

Die Blut-und-Boden-Literatur ist eine Literaturrichtung, in der die Idee einer arteigenen bäuerlichen Schicht zutage tritt. Vertreter sind Gerhard Schumann, Herbert Böhme, Heinrich Anacker, Herybert Menzel, Josefa Berens-Totenohl u.a.

Blut-und-Boden-Kunst

In der Bildenden Kunst, besonders in der Malerei und der monumentalen Bildhauerei sahen die Nationalsozialisten ein wichtiges Mittel ästhetischer Ausdruckskraft. Als wiederkehrende Motive waren bevorzugt die fleißigen deutschen Bauern, die tapferen deutschen Soldaten, die fruchtbare deutsche Frau oder die intakte deutsche Großfamilie. Es fanden sich genügend technisch-handwerklich Begabte, die das anspruchsvolle Bildprogramm umsetzen konnten. Die Namen Adolf Ziegler, Paul Mathias Padua, Werner Peiner, Arthur Kampf, Arno Breker, Josef Thorak sollen hier stellvertretend für viele stehen.

Bild: Nationalsozialistische Siedlungshäuser

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