Qualifizierte Einwanderung bleibt Phantasieprodukt der herrschenden Politik


Alle etablierten Parteien warnen vor drohendem Fachkräftemangel, den sie allerdings nicht nachhaltig und wirksam durch eine vernünftigere Bevölkerungs- und Familienpolitik zu verhindern versuchen, sondern durch eine massivere Einwanderung vermeintlich qualifizierter Ausländer. Sind die Zahlen der nach Deutschland einreisenden Asylbewerber im Vergleich zum Vorjahr bereits um über 130 Prozent gestiegen, belegt nun eine weitere Zahl, daß die Einwanderung weniger Lösungen, sondern mehr Probleme mit sich zu bringen scheint.

Was hat es mit der qualifizierten Einwanderung wirklich auf sich? Sind die, die in Scharen nach Deutschland kommen, wirklich eine so große Bereicherung für unser Land wie von Politik und Medien gern propagiert? Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind über ein Drittel (35 Prozent) der Arbeitslosen in Deutschland ausländischer Herkunft, obwohl offiziell nur jeder fünfte in Deutschland lebende Mensch ausländische Wurzeln hat. Unter den Hartz-IV-Empfängern liegt der Ausländeranteil sogar bei 42 Prozent. In Hessen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen liegt der Ausländeranteil unter Hartz-IV-Empfängern sogar bei deutlich über 50 Prozent. 


Der Hauptgrund für die hohe Arbeitslosen- und Hartz-IV-Rate unter Ausländern ist in den häufigsten Fällen eine geringe Schul- und eine fehlende Berufsausbildung, die laut BA dazu führen, daß ein erheblicher Teil der hier lebenden Ausländer „häufig nicht hinreichend erfolgreich am Erwerbsleben teilnehmen“ kann. 52 Prozent der ausländischen Arbeitslosen verfügen über keinerlei Schulabschluß, 82 Prozent von ihnen haben keine Berufsausbildung absolviert. Bei den deutschen Arbeitslosen weisen 82 Prozent einen Berufsabschluß auf, bekommen aber dennoch keine Chance auf dem Arbeitsmarkt.

Dieser Tage findet auch wieder – man kann sie schon kaum noch zählen – ein Integrationsgipfel der Bundesregierung statt. Bundeskanzlerin Merkel verstieg sich zu der Aussage, daß Deutschland ein Integrationsland werden müsse und Bundeswirtschaftsminister Rösler forderte weitere „qualifizierte“ Einwanderung ein. Desweiteren monierte Merkel, daß viele Deutsche noch immer enorme Vorurteile gegenüber Ausländern hätten. 


Daß Vorurteile Schutzmechanismen sind, die vor dem Hintergrund einer zunehmenden Islamisierung Deutschlands, einer auf dem Spiel stehenden inneren Sicherheit und einer dramatischen Einwanderung in den Sozialstaat, die durch die Zahlen der Bundesarbeitsagentur erneut vor Augen geführt wird, nur allzu verständlich sind, blenden Merkel und Rösler in ihren Überfremdungsphantastereien aus. Interessanterweise werden die „Vorurteile“ der ach so bösen Deutschen durch nachprüfbare Zahlen der BA, der Polizeilichen Kriminalstatistik sowie der Kultusministerkonferenz bestätigt. Alle erhärten sie den Verdacht, daß Zuwanderung doch mehr schadet als nützt.

Auch politisch motivierte, von der überfremdungsfixierten Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegebene Studien, denen zufolge Ausländer besser qualifiziert seien und der hiesigen Wirtschaft mehr nützen als dem Sozialstaat zur Last fallen, halten den neuen Zahlen und der Realität nicht stand. Auch das Magazin „Focus“ scheint leichte Zweifel an der Bertelsmann-Studie zu haben, wenn er schreibt: „Verwirrend: Wie das zur Umfrage der BA passt, ist unklar.“

So verwirrend ist das Ganze gar nicht mehr, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Interessen die Bertelsmann-Stiftung seit Jahren vertritt. Sie fordert seit Jahr und Tag eine neoliberale Politik in Deutschland und spricht sich für eine massive Ausweitung der Zuwanderung nach Deutschland aus, damit die Löhne stabil auf einem niedrigen Niveau gehalten werden können. Mehr Einwanderung – mehr Arbeitslose – niedrigere Lohnkosten für die Konzerne.

Aus eben diesem Grund lehnt die NPD die fortgesetzte Anwerbung vermeintlich hochqualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland ab, weil der Großteil dieser „Bereicherer“ letztlich doch in der sozialen Hängematte geparkt wird und die Kosten des Sozialstaats in die Höhe treibt. Stattdessen sollte den immer noch zahlreichen deutschen Arbeitslosen, den über sinnlose Maßnahmen aus der Arbeitslosenstatistik Verbannten und den Millionen Niedriglöhnern eine echte Perspektive geboten werden.



Ronny Zasowk

Quelle

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