Danke, AfD! Die pseudo-eurokritische Mogelpackung hat sich selbst entlarvt


Selbstentlarvung in Rekordzeit! So schnell haben sich nicht einmal die Piraten als sich anbiedernde Systempartei herausgestellt. Die anfangs als Anti-Euro-Partei gestartete „Alternative für Deutschland“ (AfD), die sich zuerst für den Ausstieg aus dem Euro stark machte und davon bereits wenige Wochen später nichts mehr wissen wollte, die nun nicht mehr den Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone fordert, sondern lediglich die kriselnden Südstaaten aus dem Euro-Raum ausschließen möchte, hat sich nun noch mehr den etablierten Parteien als potentieller Steigbügelhalter angedient.

Der Sprecher der neuen Partei, Bernd Lucke, bot CDU und FDP, also gerade den Parteien, die die fatale Euro-Rettungspolitik auf dem Kerbholz haben, für die Zeit nach der Bundestagswahl eine Zusammenarbeit an. Lucke wörtlich: „Es sind Möglichkeiten der Zusammenarbeit denkbar in Form von Koalitionen oder in Form von Tolerierungen.“ Auch der SPD soll sich Lucke für eine Kooperation angedient haben. Alle drei Bundestagsparteien wiesen die peinlichen Anbiederungsversuche jedoch ab.

Wolfgang Kubicki (FDP-Vorstandsmitglied) bezeichnete die Anbiederung der AfD als „Verzweiflungstat einer immer unbedeutender werdenden Gruppierung, um erneut Aufmerksamkeit zu erregen.“ Wenn man nun annimmt, daß die Kooperationsangebote der AfD an den Ausstieg aus der Euro-Zone und die Wiedereinführung der D-Mark geknüpft wären, sieht man sich getäuscht. Lucke fordert von Schwarz-Gelb lediglich, daß schärfere Kriterien für die Gewährung von ESM-Mitteln eingeführt werden sollen. Das heißt im Umkehrschluß, daß die AfD nun nicht nur von ihrer Forderung, aus dem Euro auszusteigen, abgerückt ist, sondern auch Hilfszahlungen via ESM an europäische Pleitestaaten beibehalten will. Wofür muß es diese Partei dann überhaupt geben, wenn sie an der Politik von CDU und FDP rein gar nichts ändern will?

Da Lucke schon jetzt zu registrieren scheint, daß seine AfD von kaum jemandem ernst genommen wird und mit seichtem eurokritischen Getöse niemand hinter dem Ofen hervorgelockt werden kann, hält er es auch nicht mehr für ausgemacht, daß die AfD nach der Bundestagswahl weitermacht. So könnte der einzige Beitrag der AfD am Ende sein, daß sie CDU und FDP einige Stimmen abgräbt und so eine Große Koalition aus CDU und SPD herbeiführt, die die Euro-Rettungspolitik noch gnadenloser fortsetzen würde als die bestehende Bundesregierung. Bravo, AfD!

Das „Handelsblatt“ bringt die inhaltliche Substanzlosigkeit der AfD auf den Punkt: „Am Anfang habe die Wiedereinführung der D-Mark gestanden, dann der Rausschmiss Italiens aus der Euro-Zone. Mittlerweile sei davon nur noch die Forderung nach einer Kontrolle der Schuldentragfähigkeit der Euroländer durch ein unabhängiges Expertengremium übrig.“

Die AfD ist also keine Alternative für Deutschland, sondern lediglich eine Mogelpackung zur Kanalisierung des berechtigten Anti-Euro-Protests im deutschen Volk. Gut, daß die AfD schon so früh gezeigt hat, was ihr tatsächliches Ziel ist und wes Geistes Kind sie ist.

Wer der Euro-Rettungspolitik und weiteren milliardenschweren Hilfspaketen, finanziert aus deutschen Steuergeldern, bei der Bundestagswahl eine klare Absage erteilen will, der wird nicht darum herumkommen, eine echte Alternative für unser Land, die NPD, zu unterstützen.

Ronny Zasowk

Comments system

Disqus Shortname