Deutsche Soldaten haben in der Türkei nichts zu suchen!

Die Bundeswehr befindet sich bereits jetzt in zahlreichen Auslandseinsätzen, die weder im deutschen Interesse sind noch unserem Volk nutzen. Wurde die Bundeswehr als Verteidigungsarmee konstruiert, wird sie von heutigen Politikern als nützliche Gehilfin US-amerikanischer Außenpolitik mißbraucht. Deutsche Soldaten sind im Kosovo, im Sudan, in Somalia, am Horn von Afrika, in Afghanistan, vor der Küste des Libanons – wenn es nach den etablierten Parteien geht – bald auch in Mali stationiert.

101 Bundeswehrsoldaten kamen in den genannten Himmelfahrtskommandos bereits ums Leben. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr kosten dem deutschen Steuerzahler alljährlich Milliardensummen. Hinzu kommen absurd hohe Kosten aufgrund der durch Kriege und Bürgerkriege ausgelösten Flüchtlingswellen nach Deutschland.

Nun strebt die Bundesregierung darüber hinaus auch noch an, deutsche Soldaten und Patriot-Raketen in die Türkei zu entsenden, um die Türkei vor der angeblichen Gefahr aus Syrien zu beschützen. 170 deutsche Soldaten sollen mit Flugabwehrraketen vom Typ „Patriot“ den syrisch-türkischen Luftraum sichern, obwohl es weder einen Krieg zwischen beiden Staaten noch einen Bündnisfall im Rahmen von NATO-Verpflichtungen gibt. Die Bundesregierung hat sich Presseberichten zufolge bereits auf einen Militäreinsatz eingestellt, der Bundestag wurde noch nicht gefragt.

Bei der hoch angespannten Lage im Nahen und Mittleren Osten kann es nur als fahrlässig bezeichnet werden, überhaupt darüber nachzudenken, deutsche Soldaten in das Konfliktgebiet zu entsenden. Sicherheitsexperten sehen in der Entsendung von NATO-Soldaten „ein enormes Eskalations-Risiko“, die bestehenden Konflikte könnten noch weiter angeheizt werden.

Der rein defensive Charakter der türkischen Anfrage ist letztlich ein Einfallstor für weitere Versuche, Deutschland in einen möglichen Krieg im Nahen und Mittleren Osten zu verwickeln. Es kann schon jetzt erwartet werden, daß die Sicherung des türkischen Lauftraums schnell zur Umsetzung einer syrischen Flugverbotszone erweitert wird.

Aus der Bundestags-Opposition heraus wird der mögliche Türkei-Einsatz der Bundeswehr nicht kritisiert, man will nur mitreden dürfen. SPD, Grüne und Linke fordern lediglich, an der Entscheidungsfindung beteiligt zu werden – fundamentale Opposition gegen das riskante Unterfangen ist nicht zu erwarten.

Die Gefahr, durch zu viel Nachgiebigkeit gegenüber der NATO in einen Syrien-Krieg hineingezogen zu werden, ist überaus groß, sollte es zu einer überregionalen Eskalation des Konflikts kommen. Nur weil Ankara „grundsätzlich Unterstützung der Verbündeten erwartet“, sollte nicht der Fehler begangen werden, in einen raumfremden Konflikt militärisch einzugreifen.

Hier soll auf Krampf ein Bündnisfall konstruiert und der Eindruck erweckt werden, daß die Türkei durch Syrien bedroht sei. Vor einigen Wochen konnte der türkische Ministerpräsident Erdogan bei seinem Berlin-Besuch vor Kraft kaum laufen und kündigte türkische Hilfskredite für die EU an und nun soll den Bürgern die Räuberpistole aufgetischt werden, daß die Türkei nicht in der Lage sei, ihren Luftraum ohne deutsche Unterstützung zu sichern.

Die NPD lehnt sämtliche Auslandseinsätze der Bundeswehr für fremde Interessen ab, da sie hohe Risiken, aber keinen Nutzen für unser Volk mit sich bringen. Das aktuelle Beispiel zeigt erneut mit aller Deutlichkeit, wie dringend der Austritt aus der NATO ist, wollen wir Deutsche nicht über einen konstruierten Bündnisfall in hochgefährliche Konflikte hineingezogen werden.  


 Ronny Zasowk

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