Denk - mal 5. Juli . . .




 Wir wissen, was wir tun. Wir tun es trotzdem.
Und das ist das, was den Feind letztlich wehrlos macht. Denn damit hat er nicht gerechnet.




1778: Mit dem Vorrücken preußischer und sächsischer Truppen in das habsburgische Böhmen beginnt der Bayerische Erbfolgekrieg.

    1792: Der Habsburger Franz II. wird zum römisch-deutschen König gewählt.


    1832: Im Deutschen Bund wird der Gebrauch politischer Abzeichen gesetzlich verboten. Das zielt besonders auf Schwarz-Rot-Gold als Zeichen nationaler Gesinnung. Als Reaktion auf das Hambacher Fest werden ferner Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit stark eingeschränkt.


    5. Juli 1874: geboren Eugen Fischer, deutscher Anthropologe und Rassenhygieniker


    5. Juli 1884: Kamerun wird deutsche Kolonie.


    5. Juli 1921: Der dritte Aufstand in Oberschlesien endet mit einem Waffenstillstand.




Walter Ufer

    5. Juli 1932: Der Widerstandskämpfer Walter Ufer wird von Kommunisten ermordet


    1932: António de Oliveira Salazar wird zum portugiesischen Ministerpräsidenten ernannt


   5. Juli  1943: Beginn der Schlacht bei Kursk


   5. Juli  1945: gestorben Julius Heinrich Dorpmüller, Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn


    1945: Nach Ende des Zweiten Weltkriegs übernimmt der Alliierte Kontrollrat durch die Berliner Deklaration nach der völkerrechtswidrigen Verhaftung der Regierung Dönitz die oberste Regierungsgewalt in Restdeutschland.


   5. Juli  1968: gestorben Hermann-Bernhard Ramcke, deutscher General im 2. Weltkrieg


   5. Juli  1969: gestorben Wilhelm Backhaus, deutscher Pianist.




5.7.1900
Das Passagierschiff »Deutschland« erhält das Blaue Band, die Auszeichnung für die schnellste Überquerung des Nordatlantiks.

Das königlich-preußische Observatorium auf der Schneekoppe, dem höchsten Gipfel des Riesengebirges, wird eröffnet.

das Observatorium auf der Schneekoppe

5.7.1903
Auf dem 500 m hohen Peterskopf, einer Bergkuppe des Hardtgebirges bei Dürkheim in Rheinpfalz, wird ein Bismarckturm eingeweiht.

5.7.1905
Ein Wirbelsturm verwüstet die Samoainseln im südlichen Pazifik. Die Samoainseln sind in Teilen Kolonien des Deutschen Reichs und der Vereinigten Staaten von Amerika.

5.7.1909
Der österreichische Kaiser Franz Joseph eröffnet in Spittal die Tauernbahn.

5.7.1910
Die marokkanische Staatsbank in Tanger beginnt mit der Bezahlung der Gläubiger, die den Hafen der Stadt gebaut haben, darunter die deutsche Firma Renschhausen.

5.7.1911
Trotz der Marokkokrise bricht Kaiser Wilhelm II. zu seiner jährlichen Nordlandfahrt auf, die ihn diesmal in das Gebiet des Sognefjords führt. Telegrafisch läßt er sich auf dem laufenden halten.

5.7.1914
Die österreichisch-ungarische Regierung übersendet dem deutschen Kaiser Wilhelm II. im Rahmen der sog. Hoyos-Mission ein Memorandum zur Balkanpolitik sowie ein Handschreiben des österreichisch-ungarischen Kaisers Franz Joseph I. In den Dokumenten wird die Ausschaltung Serbiens als politischer Machtfaktor in Südosteuropa nach dem Attentat von Sarajewo gefordert.

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia unterzeichnen ein deutsches Bankenkonsortium unter Führung der Berliner Großbank Deutsche Disconto-Gesellschaft und das bulgarische Finanzministerium einen Vertrag über eine Anleihe in Höhe von 500 Millionen Francs (400 Millionen Mark). Bulgarien verpflichtet sich dabei, deutschen Unternehmen u.a. Vorrechte beim Bau von Eisenbahnlinien einzuräumen. Politisches Ziel der Anleihe ist eine Verminderung des Einflusses von französischem Kapital in Bulgarien.

5.7.1915
In Kämpfen bei Görz erleiden die italienischen Truppen eine Niederlage. Die seit dem 30. Juni dauernden Angriffe auf österreichisch-ungarische Stellungen am Isonzo werden zurückgeschlagen.

Ziel des italienischen Raubkrieges: das österreich-ungarische Görz


Eine eroberte französische Stellung im Priesterwald nach der Einnahme

Westfront:
Ein englischer Angriff nördlich von Ypern an der Straße nach Pilkem und ein französischer Vorstoß auf Souchez wurden blutig abgewiesen.
Beiderseits Croix des Carmes (am Westrande des Priesterwaldes) stürmten unsere Truppen gestern die feindliche Stellung in einer Breite von etwa 1500 Meter und drangen durch ein Gewirr von Gräben bis zu 400 Meter vor. Unter schweren Verlusten mußten die sich verzweifelt wehrenden Franzosen Graben auf Graben räumen und etwa 1000 unverwundete Gefangene (darunter einen Bataillonsstab), 2 Feldgeschütze, 4 Maschinengewehre, 3 leichte sowie 4 schwere Minenwerfer in unserer Hand lassen. Ebenso gelang ein gleichzeitig ausgeführter Überfall auf eine französische Blockhausstellung bei Haut de Ricupt (südlich von Norroy an der Mosel), die mit Besatzung und eingebauten Kampfmitteln in die Luft gesprengt und dann planmäßig wieder geräumt wurde.
Unsere Flieger bewiesen erneut im Luftkampf ihre Überlegenheit. Nördlich und westlich von Manonvillers wurde am 1. und 2. Juli je ein französisches Flugzeug zur schleunigen Landung gezwungen. Mit Erfolg wehrte gestern und vorgestern ein deutscher Kampfflieger den Angriff von drei Gegnern ab.
Die beim gestern gemeldeten feindlichen Luftangriff auf Brügge geschleuderten Bomben fielen in der Nähe der wertvollsten Kunstdenkmäler der Stadt nieder.

Südostfront: Die verbündeten Truppen unter dem Befehl des Generals v. Linsingen haben auf ihrer ganzen Front die Zlota-Lipa erreicht. Das Westufer ist von den Russen gesäubert. Die Armee hat Außerordentliches geleistet. In fast vierzehntägigen Kämpfen erzwang sie angesichts einer starken feindlichen Stellung den Übergang über den Dnjestr und trieb den geschlagenen Gegner von Stellung zu Stellung vor sich her.
Am Bugabschnitt räumte der Feind heute nacht den Brückenkopf Krylow. Zwischen Bug und Weichsel wurden die Russen gestern bei Plonka-Turobin nördlich des Porabschnittes und bei Tarnawka - Krasnik erneut geworfen.
Italienfront(KuK): Die Kämpfe am Rande des Plateaus von Doberdo wiederholten sich gestern mit gleicher Heftigkeit. Abends war der Angriff von zwei italienischen Divisionen gegen den Frontabschnitt südlich Polazzo abgeschlagen; weiter nördlich dauerte das Gefecht noch fort. Auch bei Woltschach und im Krngebiete griff der Feind wieder vergeblich an.
Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet finden nur Geschützkämpfe statt.

5.7.1916


Im ehemaligen deutschen Grabensystem von Dompierre im Sommegebiet
Westfront: Von der Küste bis zum Ancrebach abgesehen von kleineren Erkundungsgefechten nur lebhafte Artillerie- und Minenwerfertätigkeit. Die Zahl der in den letzten Tagen auf dem rechten Ancreufer unverwundet gefangenen Engländer beträgt 48 Offiziere, 867 Mann.
An der Front zu beiden Seiten der Somme sind seit gestern abend wieder schwere Kämpfe im Gange. Der Feind hat bisher nirgends ernste Vorteile zu erringen vermocht.
Auf dem linken Maasufer verlief der Tag ohne besondere Ereignisse. Auf dem rechten Ufer versuchten die Franzosen erneut mit starken Kräften, aber vergeblich gegen unsere Stellungen nordwestlich des Werkes Thiaumont vorzukommen.
Ostfront: Die kurländische Küste wurde ergebnislos von See her beschossen.
Die gegen die Front der Armeen des Generalfeldmarschalls von Hindenburg gerichteten Unternehmungen des Gegners wurden, besonders beiderseits von Smorgon, fortgesetzt.
deutsche Fliegergeschwader warfen ausgiebig Bomben auf die Bahnanlagen und Truppenansammlungen bei Minsk.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern:
Die Russen haben ihre Angriffstätigkeit auf der Front von Zirin bis südöstlich von Baranowitschi wieder aufgenommen. In zum Teil sehr hartnäckigen Kämpfen wurden sie abgewiesen oder aus Einbruchsstellen zurückgeworfen. Sie erlitten schwerste Verluste.
Beiderseits von Kostiuchnowka (nordwestlich von Czartorysk) und nordwestlich von Kolki sind Kämpfe im Gange. Über den Styr westlich von Kolki vorgedrungene russische Abteilungen werden angegriffen. An vielen Stellen nördlich, westlich und südwestlich von Luck bis in die Gegend von Werben (nordöstlich von Beresteczko) scheiterten alle mit starken Kräften unternommenen Versuche des Feindes, uns die gewonnenen Vorteile wieder zu entreißen. Die Russen haben, abgesehen von schweren blutigen Verlusten, an Gefangenen 11 Offiziere, 1139 Mann eingebüßt. Bahnanlagen und Truppenansammlungen in Luck wurden von Fliegern angegriffen.
Südlich von Barysz hatte der Feind vorübergehend auf schmaler Front in der ersten Linie Fuß gefaßt. Unsere Erfolge südöstlich von Tlumacz wurden erweitert.

5.7.1917
Westfront: In Flandern und im Artois blieb gestern die Feuertätigkeit meist gering. An mehreren Stellen wurden feindliche Erkundungsvorstöße abgewiesen.
Unser Geländegewinn am Chemin-des-Dames östlich von Cerny veranlaßte die französische Führung auch gestern und heute morgen wieder zu Angriffen die verlustreich scheiterten. Bisher haben die Franzosen dort 15mal ohne jeden Erfolg, jedesmal aber unter erheblichen Opfere an Toten, Verwundeten und Gefangenen versucht, den verlorenen Boden zurückzuerobern.
Auf beiden Maasufern nahm abends der Feuerkampf zu.
In den letzten Tagen führten Aufklärungsabteilungen östlich der Mosel mehrfach gelungene Unternehmungen durch.
Eines unserer Fliegergeschwader griff gestern vormittag die militärischen Anlagen und Küstenwerke bei Harwich an der Ostküste Englands an. Trotz starker Abwehr von der Erde und durch englische Luftstreitkräfte gelang es, mehrere tausend Kilogramm Bomben ins
Ziel zu bringen und gute Wirkung zu beobachten. Sämtliche Flugzeuge sind unversehrt zurückgekehrt.
Ostfront: Auf dem Kampffelde in Ostgalizien herrschte gestern nur geringe Feuertätigkeit. Es kam auf den Höhen bei Brzezany zu örtlichen Gefechten, bei denen die Russen aus einigen Trichterlinien geworfen wurden, in denen sie sich noch gehalten hatten.

5.7.1918
Westfront: Westlich von Ypern wurden stärkere Vorstoße des Feindes abgewiesen. Beiderseits der Somme sind gestern früh dem starken englischen Feuer Infanterieangriffe des Feindes gefolgt. Auf dem Nordufer des Flusses brachen sie vor unseren Linien blutig zusammen. Südlich der Somme drang der Feind in Dorf und Wald Hamel ein. Auf der Höhe östlich von Hamel wurde sein Angriff durch unseren Gegenstoß zum Scheitern gebracht. Östlich von Villers-Bretonneux warfen wir den Feind in seine Ausgangsstellungen zurück.
Am Abend lebte die Gefechtstätigkeit fast an der ganzen Heeresgruppenfront auf und blieb auch während der Nacht namentlich im gestrigen Kampfabschnitt gesteigert.
Erhöhte Gefechtstätigkeit auf dem Westufer der Avre und beiderseits der Aisne.

Leutnant Menkhoff errang seinen 35., Leutnant Thuy seinen 24. Luftsieg.

5.7.1920
Im belgischen Badeort Spa beginnt eine internationale Konferenz zur Ausführung des Versailler Diktats (bis 16.7.). Wichtigste Themen sind die deutschen Reparationslieferungen (Kohlenfrage) und die Entwaffnung im Deutschen Reich.

5.7.1927
Zwischen der Reichsregierung und der belgischen Regierung kommt es zu einem scharfen Notenwechsel, als der belgische Kriegsminister Charles Graf Broqueville Zweifel an der Entwaffnung des Deutschen Reiches nach den Bestimmungen des Versailler Diktats äußert.

5.7.1933
Die Reichsleitung der Deutschen Zentrumspartei gibt die Selbstauflösung bekannt.

Reichskanzler Adolf Hitler ernennt den Ingenieur Fritz Todt (München) zum Generalinspekteur für das Straßenwesen.

5.7.1934
Der Dritte Strafsenat des Reichsgerichts in Leipzig bestätigt, daß »
die Verweigerung des deutschen Grußes« in Gerichtsverfahren »eine erhebliche Störung« darstellt. Ein Verteidiger, der sich geweigert hat, mit erhobenem Arm zu grüßen, wird von der weiteren Teilnahme an einem Prozeß ausgeschlossen.

5.7.1939
Ein Reichsgesetz über die Vereinheitlichung im Behördenaufbau macht Länderbehörden zu Reichsbehörden.

Das Reichsbahngesetz vom 4. Juli 1939 tritt in Kraft. Es vereinheitlicht das Eisenbahnrecht in Großdeutschland.

Bulgariens Regierungschef und Außenminister Georg Kiosse-Iwanow trifft zu einem zweitägigen Staatsbesuch in der Reichshauptstadt Berlin ein.

5.7.1940
Nach Beendigung des Westfeldzugs wird der Kampf der deutschen Verbände in erster Linie gegen die britischen Seeverbindungen fortgesetzt.


Der Wilhelmshavener Kapitänleutnant Wilhelm Rollmann

Zwischen Nordkanal und Kap Finisterre torpediert U 34 unter Kapitänleutnant Rollmann den britischen Zerstörer Whirlwind, der anschließend vom britischen Zerstörer Westcott vollends versenkt wird, weil die Whirlwindmanövrierunfähig war.
U 99 unter Kapitänleutnant Kretschmer versenkt im gleichen Seegebiet die kanadische Magog (2053 BRT) und die britische Sea Glory (1964 BRT)

5.7.1941
Truppeneinheiten der Heeresgruppe Süd setzen zum Angriff auf die Verteidigungsanlagen der sog. Stalin-Linie an, die sich vom Ost-Ufer des Flusses Dnjestr bis nach Opotschka erstreckt.

deutsche Pioniere "räuchern" Bunker in der Stalin Linie aus

U 96 unter Kapitänleutnant Lehmann-Willenbrock versenkt im Nordatlantik den britischen Frachter Anselm (5954 BRT).

Auf von deutschen Ju 88 vor Alexandria gelegten Luftminen sinkt der britische Frachter Bencruachan (5290 BRT).

5.7.1942
Die Bombergruppen I-III des KG.30 (Maj. Bloedorn) greifen im Nordmeer einzelne und in Gruppen fahrende Transporter eines aufgelösten Konvois an und versenken die Frachter Washington (5564 BRT), Bolton Castle (5203 BRT), Pan Kraft (5644 BRT), Peter Kerr (6476 BRT), Fairfield City (5686 BRT) und das Rettungsschiff Zaafaran (1559 BRT). Beschädigt werden Paulus Potter (7168 BRT) und der Flottentanker Aldersdale. Die beschädigte Earlston (7195 BRT) wird durch Fangschuss von U 334 unter Oblt.z.S. Siemon versenkt. Die beschädigte Empire Byron (6645 BRT) wird durch Fangschuss von U 703 unter Kapitänleutnant Heinz Bielfeld versenkt. U 88 unter Kapitänleutnant Bohmann versenkt die Carlton (5127 BRT) und Daniel Morgan (7177 BRT), U 456 unter Kapitänleutnant Teichert die Honomu (6977 BRT) und U 703 noch die River Afton (5479 BRT).


5.7.1943
Die deutschen Truppen beginnen mit dem Unternehmen »Zitadelle«, der letzten großen deutschen Offensive an der sowjetischen Front bis zum Ende des Krieges.

die SS-"Totenkopf" Division im Raum Kursk

U 759 unter Oberleutnant zur See Friedrich versenkt in der Karibik den US Frachter Maltran (3513 BRT).

Japan gesteht Thailand Gebietserweiterungen auf Kosten seiner Nachbarländer Birma und Malaya zu.

5.7.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erklärt in einer Ansprache vor 200 führenden Vertretern der Rüstungsindustrie, daß der »deutsche Erfindergeist« die Voraussetzungen dafür schaffe, »das Steuer des Krieges endgültig herumzureißen«.


Oberleutnant zur See Marbach
U 953 unter Oberleutnant zur See Marbach versenkt mit seinem Schnorchel-U-Boot die britische Glendinning (1927 BRT) im Ärmelkanal.

U 390 unter Oberleutnant zur See Geißler versenkt im Ärmelkanal aus einem Konvoi den UJ-Trawler Ganilly und torpediert den Tanker Sea Porpoise (10.584 BRT). Danach wird U 390 von britischen Kriegsschiffen versenkt.
Von 49 Mann Besatzung überlebt nur ein Mann.

Eine amerikanische Kampfgruppe versenkt vor Halifax das deutsche Minenlege-U-Boot U 233 unter Kapitänleutnant Steen. Von 61 Mann Besatzung überleben 29.

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 05.07.08 10:22 ]

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