denk - mal 23. Juli . . .



  Deutscher Knabe, du wirst Mann,
wenn vorbei die schweren Tage,
wenn verstummt die laute Klage,
wenn das letzte Blut verrann.

Doch je mehr du Deutscher bist,
brennt's in deinen Eingeweiden,
das Gedächtnis unserer Leiden.
Weh, wenn du sie je vergißt.



23. Juli 1215: Friedrich II. wird in Aachen zum zweiten Mal zum römisch-deutschen König gekrönt.

    23. Juli 1532: Kaiser Karl V. und die Protestanten vereinbaren im Nürnberger Religionsfrieden zum ersten Mal (befristet) eine gegenseitige Rechts- und Friedensgarantie für die gegenwärtigen „konfessionellen Besitzstände“.


    23. Juli 1757: Im Siebenjährigen Krieg schießen die Österreicher die Stadt Zittau in Schutt und Asche.


    23. Juli 1759: Das preußische Heer unterliegt in der Schlacht bei Kay während des Siebenjährigen Krieges russischen Truppen.


    23. Juli 1849:
Rastatt wird von preußischen Truppen eingenommen. Der nach dem Heckeraufstand erneute Versuch, im Zuge der Badischen Revolution im Großherzogtum Baden eine Republik zu errichten, wird wiederum abgewehrt.


    23. Juli 1882: In Kiel findet die erste Segelregatta unter internationaler Beteiligung statt, sie ist die Vorläuferin der Kieler Woche.


    23. Juli 1892: geboren Bruno Brehm, deutscher Schriftsteller


    23. Juli 1884: geboren Emil Jannings, deutscher Schauspieler


    23. Juli 1906: geboren Walter Blume, deutscher Jurist und SS-Standartenführer


    23. Juli 1914: Österreich-Ungarn stellt drei Wochen nach der Ermordung Erzherzog Franz Ferdinands in der Julikrise ein Ultimatum von 48 Stunden an Serbien durch Außenminister Leopold Graf Berchtold, dessen unvollständige Erfüllung schließlich zum Ersten Weltkrieg führt.


    23. Juli 1943: Reichsmarschall Hermann Göring wird der erste Düsenjäger der Welt, die deutsche Me 262 vorgeführt.


    23. Juli 1952: Die bis dahin bestehenden fünf Länder der DDR werden durch 14 Bezirke und Ost-Berlin abgelöst.


    23. Juli 1997: In Brandenburg durchbricht die Jahrhundertflut südlich von Frankfurt an der Oder den Oderdeich, weil die Polen seit der Besetzung Ostdeutschlands auf ihrer Seite keinerlei Deicharbeiten mehr durchgeführt hatten.


23.7.1903
Die Abgeordneten des britischen Unterhauses in London diskutieren über den deutsch-kanadischen Zoll-Konflikt.
Sie werfen der Regierung des Deutschen Reiches Einmischung in innere Angelegenheiten des britischen Weltreiches vor.


23.7.1906
Bei Troppau der Hauptstadt von Österreichisch-Schlesien, kommt es während
eines deutschen Turnfests zu Schlägereien zwischen Deutschen und Tschechen.
Österreichische Infanterie trennt die nationalistischen Streithähne.

23.7.1911
Die »Frankfurter Zeitung« veröffentlicht einen statistischen Vergleich zwischen den deutschen und den französischen Kolonien in Afrika.
Danach wohnen auf 2,4 Mio. km² deutschen Bodens in Afrika 14,1 Mio. Menschen.
Der französische Kolonialbesitz ist mit 9,5 Mio. km² fast viermal so groß,
dagegen ist die Einwohnerzahl mit 19,9 Mio. nur um ein Drittel höher.



23.7.1914
Um 18 Uhr überreicht der österreichisch-ungarische Gesandte in Belgrad, Wladimir Freiherr Giesl von Gieslingen,
der serbischen Regierung ein auf 48 Stunden befristetes Ultimatum.


23.7.1915
Als Gegenstück zur deutschen Kriegsauszeichnung des Eisernen Kreuzes,
wird im Osmanischen Reich der Eiserne Halbmond geschaffen.



Westfront:
Nächtliche Handgranaten-Angriffe des Feindes nördlich und nordwestlich von Souchez wurden abgewiesen.
In der Champagne unternahmen wir in der Gegend Perthes umfangreiche Sprengungen und besetzten die Trichterränder.
Im Priesterwalde misslang nachts ein französischer Vorstoß.
In den Vogesen dauerten die Kämpfe fort.
Ein feindlicher Angriff gegen die Linie Lingekopf-Barrenkopf (nördlich von Münster) wurde nach heftigem Nahkampf vor und in den
Stellungen der Bayern und mecklenburgischen Jäger zurückgeschlagen; 2 Offiziere, 64 Alpenjäger wurden dabei gefangen genommen.
Auch am Reichsacker-Kopf griffen die Franzosen erfolglos an.
Bei Metzeral warfen wir sie aus einer vorgeschobenen Stellung, die wir, um Verluste zu vermeiden, planmäßig wieder räumten.
In Erwiderung der mehrfachen Beschießung von Thiaucourt und anderer Ortschaften
zwischen Maas und Mosel nahm unsere Artillerie gestern Pont-à-Mousson unter Feuer.
Unsere Flieger griffen das Bahn-Dreieck von St. Hilaire in der Champagne an und zwangen feindliche Flieger zum Rückzuge.
Auch auf die Kasernen von Gérardmer wurden Bomben abgeworfen.
Bei einem Luftkampf über Conflans wurde ein feindliches Kampfflugzeug vernichtet.
Ostfront:
In Kurland folgen wir den nach Osten weichenden Russen unter fortgesetzten Kämpfen, bei denen
gestern
6.550 Gefangene gemacht und 3 Geschütze, viele Munitionswagen und Feldküchen erbeutet wurden.
Gegen den Narew und die Brückenkopf-Stellung von Warschau schoben sich unsere Armeen näher heran.
Vor Rozan wurden das Dorf Miluny und das Werk Szygi mit dem Bajonett gestürmt, in letzterem 290 Gefangene gemacht.
Nächtliche Ausfälle aus Nowo-Georgiewsk mißlangen.Südostfront:
Das Westufer der Weichsel von Janowiec (westlich von Kazimierz) bis Granica ist vom Feinde gesäubert.
Im Waldgelände südöstlich von Koziniec wird noch mit russischen Nachhuten gekämpft.
Zwischen Weichsel und Bug gelang es den verbündeten Truppen, den zähen Widerstand des Gegners
an verschiedenen Stellen zu brechen und ihn dort zum Rückzuge zu zwingen.
Die blutigen Verluste der Russen sind außergewöhnlich groß.
Italienfront(KuK):
Die Schlacht im Görzischen ist noch immer nicht abgeschlossen.
Gegen den Görzer Brückenkopf unterhielten die Italiener ein mäßiges Artilleriefeuer.
Ein Angriff auf den Monte Sabotino wurde abgeschlagen. Im Vorfelde von Podgora liegen Hunderte von Feindesleichen.
Unsere Truppen haben die ursprünglichen Stellungen des Brückenkopfes ausnahmslos im Besitz.
Bei der Abwehr der zahlreichen feindlichen Stürme zeichnete sich die dalmatinische Landwehr neuerdings besonders aus.
Am Rande des Plateaus von Doberdo wird weiter gekämpft.
Gegen den Abschnitt Peteano-Sdraussina setzten die Italiener
in der verflossenen Nacht drei Angriffe ein, die abgewiesen wurden.
Ebenso misslang ein Versuch des Gegners, sich zwischen Sdraussina und Polazzo näher an unsere Gräben heranzuarbeiten.
Auch neuerliche Vorstöße des Feindes bei Selz, Vermigliano und gegen den Monte Cosich waren gleich allen früheren vergeblich.
Am Mittel-Isonzo fanden nur Geschütz-Kämpfe statt.
Im Krngebiete wiesen unsere Truppen gestern, dann nachts und heute früh Angriffe ab.
Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet hat sich nichts Wesentliches ereignet.
Ein Nachtangriff der Italiener auf den Monte Piano scheiterte.
Das Artilleriefeuer hält an mehreren Stellen an.


23.7.1916
In Anerkennung der Leistungen der württembergischen Truppen im Weltkrieg ernennt Kaiser Wilhelm II.
den König Wilhelm II. von Württemberg zum preußischen Generalfeldmarschall.


Senegal-Schützen auf dem Marsch an die Front bei Verdun
Westfront:
Zwischen dem Meere und der Ancre haben in einzelnen Abschnitten lebhaftere Feuerkämpfe stattgefunden;
in der Gegend von Richebourg ist eine stärkere feindliche Erkundungsabteilung abgewiesen worden.
Zwischen Ancre und Somme kam es nach tagsüber gesteigerter Artillerie-Tätigkeit
abends und nachts erneut zu Infanterie-Kämpfen
an der Front Thiepval-Guillemont. Die hier angesetzten englischen Angriffe blieben trotz rücksichtslosen Einsatzes an Menschen erfolglos;
bei und westlich von Pozières, am Foureaux-Wäldchen und am Westrande von Longueval führten sie zu heftigen Nahkämpfen.
Zwischen Guillemont und der Somme wurden Angriffsversuche des Gegners bereits in den Ausgangsgraben durch Sperrfeuer erstickt.
Südlich der Somme folgten dem zeitweise sehr starken, von uns in gleicher Weise erwiderten Feuer vereinzelte französische Vorstöße,
die misslangen. Es sind über 100 Gefangene eingebracht, darunter einige Offiziere.
Im Maas-Gebiet Artillerie-Kampf von mehrfach großer Stärke.
Östlich des Flusses wurden im Abschnitt von Fleury feindliche Handgranaten-Trupps,
im Bergwald (nördlich der Feste Tavannes) Erkundungsabteilungen abgewiesen.
Südlich von Damloup gewannen wir in Richtung des Gehöftes Dicourt Gelände, machten Gefangene und Beute.
Die Stadt Müllheim i. B. und in der Nähe gelegene Dörfer wurden
gestern
von einem französischen Geschwader mit Bomben belegt.
Wir haben zwei der feindlichen Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen und
den Angriff sofort mit schwerem Feuer auf die Stadt Belfort beantwortet.
Ostfront:
Südöstlich von Riga wurde spät abends ein feindlicher Angriff im Sperrfeuer zum Scheitern gebracht.
Übergangsversuche der Russen über den Styr bei Zahatka (südwestlich von Beresteczko) wurden durch deutsche Batterien verhindert.
Italienfront:
Nach einigen Tagen einer den Verhältnissen entsprechenden Ruhe kam es gestern an der Front südlich des Val Sugana wieder zu sehr heftigen Kämpfen.
Durch andauerndes Artilleriefeuer äußerster Stärke unterstützt, griffen die Italiener an mehreren Stellen wiederholt an.
Sie wurden überall unter den schwersten Verlusten zurückgeschlagen.
Das Feldjägerbataillon Nr. 7 und Teile des Infanterie-Regiments Nr. 17, gegen deren Stellungen sich
der Haupt-Ansturm des Feindes richtete, zeichneten sich in diesen Kämpfen ganz besonders aus.
Auch im Raume von Paneveggio nehmen die Kämpfe an Ausdehnung zu.
Der Angriff einer italienischen Brigade gegen die Höhen westlich von Paneveggio wurde blutig abgewiesen.
Auf den Höhen nördlich des Ortes scheiterte gleichzeitig der Vorstoß eines feindlichen Bataillons.
Abschnitte unserer Tiroler Front, in denen
gestern nicht gekämpft wurde,
standen zumeist unter heftigem feindlichen Geschützfeuer.
An der Isonzo-Front wurde der Monte San Michele stark beschossen.


23.7.1917
In einer Rede vor dem britischen Parlament erklärt Premierminister David Lloyd George, ein Friede sei
zwar mit dem deutschen Volk, nicht jedoch mit der politischen Führung des Deutschen Reichs möglich.

(Anm.: Was für eine "DUMME" Aussage! Bisher hat NOCH NIE das Volk über Krieg oder Frieden entschieden.
Dafür mussten also zuvor hunderttausende Deutsche wegen der englischen Seehandels-Blockade sterben?)
Westfront:
In Flandern ist die Artillerie-Schlacht wieder zu voller Kraft entbrannt, sie dauerte
die Nacht hindurch an.
Unsere für die Führung des Feuerkampfes unentbehrlichen Fessel-Ballone waren längs der ganzen Front das Ziel erfolglosen
feindlichen Fern-Feuers; östlich von Ypern wurden sie einheitlich auch durch zahlreiche Fluggeschwader angegriffen.
Unsere Kampfflieger und Abwehrgeschütze brachten diese Luftangriffe zum Scheitern.
Die Fessel-Ballone blieben unversehrt; 8 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.

Erkundungs-Vorstoße englischer Bataillone scheiterten.
Heftige
nächtliche Angriffe erfolgten zwischen Avion und Mericourt;
Anfangserfolge des Gegners wurden ausgeglichen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz:
Bei guter Sicht lebte durchweg die Feuertätigkeit auf.
Am Nordhang des Winterberges bei Craonne gelang in kraftvollem, durch Feuer gut vorbereitetem Angriff,
die eigene Stellung in 1 Kilometer Breite vorzulegen. Brandenburgische und Garde-Truppen
warfen die Franzosen aus mehreren Grabenlinien zurück und brachten über 230 Gefangene ein.
Am Cornillet-Berge südlich von Nauroy waren Unternehmen hessisch-nassauischer Stoßtrupps erfolgreich.
Eines unserer Fliegergeschwader warf
gestern Vormittag mit beobachtet guter Wirkung Bomben auf Harwich an der englischen Ostküste.
Die Flugzeuge kehrten vollzählig zurück.
Ostfront:
Längs der Düna, insbesondere bei Dünaburg, und beiderseits des Naroczsees nahm die Artillerie-Tätigkeit erheblich zu.
Südwestlich von Dünaburg ist ein russischer Vorstoß gescheitert.
Südlich von Smorgon bis einschließlich Krewo griffen nach den verlustreich
gescheiterten Angriffen
des Vorabends die Russen am Morgen erneut an.
Trommelfeuer ging dem Sturm voraus, der zu wechselvollen Kämpfen in unserer
vorderen Stellung führte, in die an einzelnen Stellen die Russen eingedrungen waren.
Am Abend war die Stellung dank frisch durchgeführter Gegenstöße bis auf zwei Einbruchsstellen wieder in unserer Hand.Heute früh blieben neue breite Angriffe der Russen südlich Smorgon in unserem Sperrfeuer liegen.

Unser Gegenangriff südlich des Sereth ist eine Operation geworden; der Russe weicht bis in die Karpathen hinein!
Hervorragende Führung und ungestümer Drang der Truppen nach vorwärts haben das erhoffte Ergebnis verwirklicht.
Wir stehen auf den Höhen hart westlich von Tarnopol, haben die Bahn Rohatyr-Ostrow östlich unserer
alten Stellung überschritten und die Vorwärtsbewegung zu beiden Seiten des Dnjestr begonnen.
Der Feind leistete südlich der genannten Bahn starken Widerstand.
Längs des Karpathen-Kammes bis zur Putna nahm die russische Gefechts-Tätigkeit merklich,
besonders im Südteil, zu. Mehrere Vorstöße des Feindes wurden abgeschlagen.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen:
Am unteren Sereth deutet lebhaftes Feuer auf bevorstehende Kämpfe.


23.7.1918
Karl Helfferich, Vizekanzler im Deutschen Reich in den Jahren 1916/17, wird zum Nachfolger des ermordeten
Wilhelm Graf von Mirbach-Harff als diplomatischer Vertreter des Deutschen Reiches in Moskau ernannt.


Amerikanische Soldaten der 166. Infanterie-Division betreten La Ferte-sous-Jouarre
Westfront:
Englische Abteilungen stießen an vielen Stellen der Front gegen unsere Linien vor, sie wurden angewiesen.
Die Artillerie-Tätigkeit lebte
am Abend wieder auf.
An den Kampffronten trat zeitweilig Ruhe ein.
Südlich der Aisne hat der Feind infolge schwerer Verluste seine Angriffe
gestern nicht erneuert.
Auch der Artillerie-Kampf hat hier an Stärke nach-gelassen. Beiderseits des Ourcq und zwischen Ourcq und Marne führte der Feind
fast in allen Abschnitten heftige Teil-Angriffe, sie wurden abgewiesen; südlich des Ourcq brachte sie unser Gegenstoß zum Scheitern.
Feindliche Abteilungen, die beiderseits von Jaulgonne in unsere Vorposten-Stellungen
an der Marne eindrangen, wurden im Gegenangriff an den Fluss zurückgeworfen.
Örtliche Kämpfe südwestlich und östlich von Reims.
Gestern wurden 52 feindliche Flugzeuge und 4 Fessel-Ballone abgeschossen.
Leutnant
Löwenhardt errang seinen 42. und 43., Leutnant Billik seinen 26.,
Leutnant
Bolle seinen 25. und Leutnant Pippard seinen 20. und 21. Luftsieg.


23.7.1920
Im ehemaligen deutschen Kolonialgebiet Deutsch-Ostafrika tritt ein britischer Regierungserlass in Kraft,
der die Errichtung eines britischen Protektorats im Tanganjika-Gebiet (heute zu Tansania) vorsieht.
Neben Großbritannien erhält auch Belgien Teile von Deutsch-Ostafrika (Ruanda-Urundi, heute zu Ruanda bzw. Burundi).
Nach dem Weltkrieg wurden die ehemaligen deutschen Kolonialgebiete als Mandatsgebiete des Völkerbunds behandelt.
Faktisch wurden sie allerdings dem Kolonialbesitz der jeweiligen Mandats-Mächte angegliedert.


23.7.1926
Die Deutsche Lufthansa erprobt die Flugverbindung in den Fernen Osten.
Zwei Maschinen fliegen von Berlin über Moskau nach Peking. Sie kehren
am 26. September zurück.
Für die etwa 20.000 km lange Strecke haben sie 140 Flugstunden gebraucht.


23.7.1933
Erstmals findet eine »Deutschlandfahrt« für Kraftfahrzeuge über 2.000 km mit Start und Ziel Baden-Baden statt.


23.7.1934
Der deutsche Reichsminister und Stellvertreter des Führers,
Rudolf Heß (NSDAP),
unterzeichnet einen Erlaß gegen Denunzianten und Ehrabschneider.


23.7.1935
Der Leiter des NSDAP-Gaus Franken,
Julius Streicher, nennt während einer Rede in der Reichsführerschule
in Nürnberg als Gründe für die fortschreitende Ausgrenzung von Juden aus dem öffentlichen Leben:
»All das wird bei uns im Interesse der Juden gemacht, weil wir eben anständige Menschen sind.«

Julius Streicher


23.7.1936
Auf Beschluss der deutschen Reichsregierung wird die bisherige Gesandtschaft
im abessinischen Addis Abeba in ein Generalkonsulat umgewandelt.
Abessinien wird zum Bestandteil von Italienisch-Ostafrika.

Während einer Zusammenkunft von Regierungsvertretern Frankreichs, Belgiens und Großbritanniens
einigen sich die drei Locarno-Pakt-Staaten darauf,
Italien und das Deutsche Reich zu einer Konferenz aller Staaten einzuladen,
die
1925 den "Locarno-Pakt" zur Sicherung des europäischen Grenzverlaufs unterzeichnet haben.


23.7.1940
Eine Do 17 unter Oberleutnant
Karl Müller der 1/Küsten Flieger Gr.606
versenkt das britische U-Boot Narwhal in der nördlichen Nordsee mit Bomben.


23.7.1941
Auf dem Wiener Südbahnhof treffen die letzten Deutschen ein,
die nach dem deutschen Angriff auf die UdSSR aus Moskau abgereist sind.

Der deutsche Dampfer Tirpitz (7.970 BRT) geht vor St. Remo im Mittelmeer durch Minentreffer verloren.


23.7.1942
Die deutsche 125. Infanterie-Division sowie die 13. und 22. Panzer-Division erobern
die Stadt Rostow am Don im Südabschnitt der Ostfront am Zusammenfluss von Donez und Don.


Deutsche Truppen beim Einbruch nach Rostow hinein
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt die verhängnisvolle Weisung Nr. 45 für die Kriegführung, nach der die deutschen Truppen an der Ostfront nicht nacheinander, sondern gleichzeitig im Süden gegen Stalingrad und den Kaukasus vorstoßen sowie im Norden das belagerte Leningrad erobern sollen.


23.7.1943

Die Rote Armee eröffnet neue Offensiven gegen den Kuban-Brückenkopf und südlich des Ladoga-Sees.

U 598 unter Kapitänleutnant
Holtorf wird im Südatlantik von 3 Liberator Bombern angegriffen,
es gelingt ihm eine Maschine abzuschießen, bevor es versenkt wird.
Von 45 Mann Besatzung überleben nur 2 Mann.


Kapitänleutnant Herbert Uhlig

Eine Avenger des US Trägers Bogue versenkt südlich der Azoren im Mittelatlantik U 527 unter Kapitänleutnant
Uhlig.
Von 53 Mann Besatzung überleben 40 Mann.

U 613 unter Korvettenkapitän
Köppe wird im Mittelatlantik südlich der Azoren
von einem US Zerstörer mit Sonar geortet und versenkt.
Keine Überlebenden er 48 Mann Besatzung.


Der torpedierte Kreuzer "Newfoundland"

Vor Sizilien torpediert U 407 unter Oberleutnant zur See
Brüller den Kreuzer Newfoundland, der bis April 1944 ausfällt.

Reichsmarschall
Hermann Göring wird der Düsenjäger »Me 262« vorgeführt;Führer und Reichskanzler Adolf Hitler untersagt jedoch die Serienproduktion des Flugzeugs.


Die Krematorien des KLs Majdanek

23.7.1944
Die Sowjets erobern das deutsche KL Majdanek bei Lublin im Generalgouvenerment.
Schätzungsweise kamen in und um Majdanek etwa
78.000 Menschen[1] ums Leben.
([1]Die Zahlen basieren auf Ermittlungen einer polnischen Forschungskommission.)


Auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der deutschen Luftwaffe, Reichsminister
Hermann Göring,
wird in der Wehrmacht der »Deutsche Gruß« (Anm.: auch "römischer Gruß" genannt.) eingeführt.

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 23.07.08 17:27 ]

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