Denk - mal 11. Juli . . .



11. Juli 1346: Karl IV. von Luxemburg wird in Rhens zum römisch-deutschen König gewählt. Er agiert zunächst als Gegenkönig zu Ludwig dem Bayern.

    11. Juli 1362: gestorben Anna von Schweidnitz, deutsche Königin und Kaiserin


    11. Juli 1535: gestorben Joachim I., Kurfürst von Brandenburg


    11. Juli 1553: gestorben Moritz von Sachsen, Herzog, später Kurfürst von Sachsen


    11. Juli 1657: geboren Friedrich I., König in Preußen


    11. Juli 1662: geboren Maximilian II. Emanuel, Kurfürst von Bayern


    1708: Kaiserliche Truppen unter Prinz Eugen rücken den in den Niederlanden bedrängten englischen Truppen unter General Marlborough zu Hilfe und schlagen vereint die Franzosen bei Oudenaarde.


    11. Juli 1837: In Wien wird zum vierten Mal das Rauchen von Tabak auf öffentlichen Straßen und Plätzen untersagt.


    11. Juli 1903: geboren Otto Eduard Hasse, deutscher Schauspieler


    11. Juli 1905: geboren Walter Eisfeld, deutscher Lagerkommandant des KL Sachsenhausen und Lagerführer im KL Neuengamme


    11. Juli 1908: geboren Karl Nabersberg, Leiter des Auslandsamtes der Reichsjugendführung, Obergebietsführer der Hitlerjugend



Dr.Ludwig Stumpfegger

   11. Juli  1910: geboren Ludwig Stumpfegger, deutscher Arzt, NSDAP


    11. Juli 1916: In der Schlacht um Verdun im Ersten Weltkrieg führen die deutschen Truppen einen letzten, erfolglosen Großangriff durch.


   11. Juli  1920: Es findet im Abstimmungsgebiet Allenstein eine Volksabstimmung statt. Im südlichen Ostpreußen votieren 2,1 Prozent für einen Anschluß an Polen und im östlichen Westpreußen votieren 7,5 Prozent für den Anschluß an Polen.


   11. Juli  1921: geboren Ilse Werner, Schauspielerin und Sängerin


    11. Juli 1943: Auf Sizilien tritt die Division „Hermann Göring“ zum Angriff gegen den VS-amerikanischen Landekopf bei Gela an.


11.7.1901
In Posen beginnt vor einem deutschen Gericht ein Prozeß gegen eine Gruppe polnischer Akademiker wegen angeblicher »Geheimbündelei«.

11.7.1902
Während eines Zwischenaufenthalts auf seiner Nordlandreise trifft Wilhelm II. in Odde mit dem demissionierten französischen Ministerpräsidenten Pierre Waldeck-Rousseau zusammen.

11.7.1914
Zwischen der französischen, österreichisch-ungarischen und deutschen Regierung wird in Paris ein Abkommen über den Telefonverkehr zwischen Paris und Wien unterzeichnet. Die entsprechenden Leitungen führen auch über deutsches Gebiet.

Der französische Schriftsteller und Politiker Maurice Barrès wird in Paris als Nachfolger von Paul Déroulède Vorsitzender der sog. Patriotenliga. Bei der Amtsübernahme warnt Barrès vor angeblich einflußreichen Kräften, die Frankreich aus dem Bündnis mit Großbritannien und Rußland (sog. Tripelentente) lösen und an das Deutsche Reich binden wollen. Die Patriotenliga ist ein Verband der konservativen Opposition in Frankreich.

11.7.1915
In der Mündung des Rufidji-Flusses in Ostafrika wird der dort seit acht Monaten eingeschlossene deutsche Kreuzer »Königsberg« von britischen Schiffen versenkt.

Der dänische Geschäftsmann Hans Niels Andersen bleibt auf seiner zweiten, bis zum 28. Juli dauernden Rußland-Reise mit seinen Bemühungen erfolglos, Gespräche über einen Sonderfrieden zwischen Rußland und dem Deutschen Reich zu vermitteln.
Westfront: Nördlich von Ypern wiederholten die Engländer gestern ihren Versuch vom 6. Juli sich in den Besitz unserer Stellung am Kanal zu setzen. Der Angriff scheiterte unter erheblichen Verlusten für den Feind.
Hart nördlich der Straße Souchez - Ablain versuchten die Franzosen abends einen Angriff, der auf einen Vorstoß von deutscher Seite traf. Der Kampf ist noch nicht abgeschlossen.
Dem französischen Feuer fielen in den letzten Tagen 40 Einwohner von Liévin zum Opfer, von denen 10 getötet wurden. Ein vereinzelter französischer Vorstoß auf Fricourt östlich von Albert wurde leicht abgewiesen.
Der gestern nacht nordwestlich von Beau Séjour Ferme dem Feinde entrissene Graben ging am frühen Morgen wieder verloren, wurde heute nacht jedoch erneut gestürmt und gegen fünf Angriffe behauptet.
Zwischen Ailly und Apremont erfolglose Handgranatenangriffe. Im Priesterwalde brach unter starken Verlusten für den Feind ein durch heftiges Artilleriefeuer vorbereiteter Angriff dicht vor unseren Stellungen zusammen.
Ein Angriff auf die deutsche Stellung östlich und südöstlich von Sondernach (südwestlich von Münster) wurde zurückgeschlagen.
Unsere Flieger griffen die Bahnanlagen von Gérardmer an.


11.7.1916
Eine neue Offensive deutscher Truppen auf Fort Souville bei Verdun erbringt nur geringe Geländegewinne.
Westfront: Zwischen Ancre und Somme setzten die Engländer nachmittags und nachts starke Kräfte zum Angriff in breiter Front beiderseits der Straße Bapaume-Albert an. Nordwestlich der Straße wurden sie zusammengeschossen, ehe es zum Nahkampf kam, östlich der Straße entspannen sich heftige Kämpfe am Südrande des Dorfes Contalmaison und des Waldes von Mametz. Die wiederholten Versuche des Feindes, das Wäldchen von Trônes wieder in die Hand zu bekommen, scheiterten unter großen blutigen Verlusten für ihn und unter Einbuße von etwa hundert Gefangenen.
Südlich der Somme wurde der Ansturm von Negerfranzosen gegen die Höhe von La Maisonnette mit überwältigendem Feuer empfangen; einzelne Neger, die bis zu unseren Linien vordrangen, fielen unter den deutschen Bajonetten oder wurden gefangengenommen. Bei dem gestern berichteten Gegenangriff auf Barleux blieben fünf Offiziere, hundertsiebenundvierzig Mann gefangen in unserer Hand.
Die Artillerietätigkeit war im ganzen Kampfabschnitt bedeutend, unser Sperrfeuer unterband alle Angriffsabsichten des Feindes zwischen Belloy und Soyecourt.
Im Maasgebiet fanden sehr lebhafte Artilleriekämpfe statt.
Auf der übrigen Front stellenweise gesteigertes Feuer und mehrere ergebnislose Gasangriffe. Patrouillen und Erkundungsabteilungen unserer Gegner zeigten große Rührigkeit; sie wurden überall abgewiesen.
Bei Leintrey (Lothringen) drang eine deutsche Abteilung nach einer umfangreichen Sprengung in die stark beschädigten französische Stellung ein und nahm sechzig Mann gefangen; auch südlich von Lusse wurden von einer Patrouille Gefangene gemacht.
Bei sehr reger Fliegertätigkeit ist es zu zahlreichen Luftgefechten gekommen, in denen der Feind an der Somme und westlich von Vouziers je zwei Flugzeuge verlor. Außerdem ist ein englischer Doppeldecker bei Courcelette (an der Straße Bapaume-Albert) durch Abwehrfeuer heruntergeholt.
Ostfront: An der Front von der Küste bis Pinsk keine besonderen Ereignisse. Bei Pinsk Ruhe. Die russische Veröffentlichung über die Räumung der Stadt ist frei erfunden. Gegen die Stochodlinie lief der Gegner an vielen Stellen vergeblich an, mit stärkeren Kräften bei Czerewiszcze, Hulewicze, Korsyni, Janowka und beiderseits der Bahn Kowel-Rowno. Bei Hulewicze wurde er durch kräftigen Gegenstoß über seine Stellung hinaus zurückgeworfen. Er büßte in diesen Kämpfen über 700 Gefangene und drei Maschinengewehre ein.
Unsere Fliegergeschwader haben Truppenausladungen bei Horodzieja (Strecke Baranowitschi- Minsk) ausgiebig mit Bomben belegt und ihre Angriffe auf russische Unterkunftsorte östlich des Stochod wiederholt.
Im Luftkampf wurde je ein feindliches Flugzeug bei Worontscha (westlich von Zirin) und westlich Okonsk abgeschossen.
Bei der Armee des Generals Grafen v. Bothmer hatte ein Jagdkommando ein günstiges Gefecht südlich des Waldes von Burkanow und hat einige Dutzend Gefangene eingebracht.


11.7.1917
Die deutschen Generäle Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff fordern die Entlassung von Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg. Hintergrund ist der Bericht des Zentrumsabgeordneten Matthias Erzberger vom 6. Juli über die tatsächliche katastrophale militärische Lage.


Ein Minenwerfer des Marinekorps im Dünenabschnitt
Westfront: Im Dünenabschnitt des Marinekorps stürmten gestern Teile der kampfbewährten Marine -Infanterie nach planmäßiger, wirkungsvoller Feuervorbereitung die von den Franzosen stark ausgebauten, seit kurzem von Engländern übernommenen Verteidigungsanlagen zwischen der Küste und Lombartzyde. Der Feind wurde über die Yser zurückgeworfen. Über 1250 Gefangene, dabei 27 Offiziere, sind eingebracht worden; die englischen Verluste in dem stark beschossenen Gelände zwischen Meer und Fluß sind sehr hoch, die Beute steht noch nicht fest.
Wieder trugen unsere Flieger in tatkräftigster Weise trotz heftigen Sturmes zu dem vollen Erfolge des Tages wesentlich bei.
Bei den anderen Armeen der Westfront hielt sich infolge regnerischen Wetters die Gefechtstätigkeit in geringen Grenzen. Einige Erkundungsunternehmen von sächsischen, rheinischen und Gardetruppen bei Reims, östlich der Argonnen und zwischen Maas und Mosel zeigten gute Ergebnisse.
Ostfront: Zwischen Ostsee und Schwarzem Meer keine größeren Kampfhandlungen. Die Bewegungen südlich des Dnjestr sind bisher wie geplant vollzogen worden.


Im Sturmangriff machen deutsche Marineeinheiten an der französischen Yser 1300 britische Gefangene.

11.7.1918
Westfront: Tagsüber mäßige Gefechtstätigkeit, die am Abend vielfach auflebte. Nächtliche
Erkundungskämpfe. Ein stärkerer Vorstoß des Feindes nordöstlich von Béthune wurde abgewiesen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz:
Lebhafte Feuertätigkeit zwischen Aisne und Marne. Erneute Teilangriffe, die der Feind aus dem Walde von Villers-Cotterets heraus führte, drückten unsere Posten an den Savières-Grund zurück.
Von einem Geschwader von 6 amerikanischen Flugzeugen, die Koblenz angreifen wollten, fielen 5 Flugzeuge in unsere Hand. Die Besatzungen wurden gefangen.

11.7.1920
Bei einem Plebiszit in den sog. Abstimmungsgebieten in Ost- und Westpreußen sprechen sich 97,8 bzw. 93,4% der Bevölkerung für einen Verbleib beim Deutschen Reich aus.

11.7.1922
Vor der Landung in Hamburg-Fuhlsbüttel stürzt ein Postflugzeug der Linie Berlin–Hamburg ab. Der Pilot
Lothar von Richthofen, ein Bruder des berühmten Kampffliegers aus dem Weltkrieg, stirbt an seinen beim Absturz erlittenen Verletzungen.


11.7.1923
Die deutsche Reichsregierung veröffentlicht folgende Bilanz der Ruhrbesetzung: 80 000 französische und 7000 belgische Soldaten sind im Ruhrgebiet stationiert, 17 000 Eisenbahner aus beiden Ländern tun die Arbeit ihrer ausgewiesenen Kollegen. Bisher wurden 92 Menschen getötet und über 70 000 ausgewiesen. Die Beschlagnahme von 169 Schulen betrifft 50 000 Schüler.

11.7.1925
Das französische Parlament genehmigt das Saarabkommen zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich; u.a. wird darin die zollfreie Ausfuhr beträchtlicher Kontingente saarländischer Erzeugnisse und Produkte nach Deutschland zugebilligt.

11.7.1926
An der Kieler Förde wird der Grundstein zu einem deutschen U-Boot-Ehrenmal gelegt. An der Feier nehmen ehemalige Offiziere und Mannschaften der Marine teil.

11.7.1928
Der österreichische Nationalrat nimmt den Bericht von Bundeskanzler Ignaz Seipel über seine Bemühungen zur Beilegung der Spannungen mit Italien, die durch Südtirol-Kundgebungen in Österreich hervorgerufen worden sind, zustimmend zur Kenntnis. Seipel hat der italienischen Regierung erklärt, daß Österreich die Probleme Südtirols als innere Angelegenheit Italiens betrachtet.

11.7.1934
Die deutschen Kreuzer »Königsberg« und »Leipzig« treffen zu einem Besuch in der britischen Hafenstadt Portsmouth ein.


Kleiner Kreuzer Leipzig

11.7.1936
Der deutsche Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verliest im deutschen Rundfunk die amtliche Erklärung über ein Freundschaftsabkommen (sog. Juliabkommen), das zwischen dem Deutschen Reich und Österreich abgeschlossen worden ist.
11.7.1936 Das deutsche Kriegsministerium ordnet an, daß Juden nicht zur Wehrmacht einberufen werden dürfen.

Der deutsche Reichsjugendführer Baldur von Schirach erläßt eine Anordnung für das deutsche Jungvolk in der Hitlerjugend. Darin werden die Grenzen der Beanspruchung für die 10- bis 14jährigen bei HJ-Veranstaltungen festgelegt.

HJ beim Marsch

11.7.1938
Bei Steinbach im Kreis Memmingen/Bayern wird das nach den Plänen von Arno Fischer (München) gebaute Unterwasserkraftwerk an der Iller in Betrieb genommen. Das Werk ist auf eine Jahreskapazität von 25 Millionen Kilowattstunden angelegt.

11.7.1939
Das Begabtenförderungswerk des Deutschen Volkes wird gegründet. Es soll in Zusammenwirken von Partei, Staat und Wirtschaft die Besten aus den Reichsberufswettkämpfen fördern (Leitung: HJ-Obergebietsführer Artur Axmann).

11.7.1940
Zwischen Nordkanal und Kap Finisterre versenkt U 34 unter Kapitänleutnant Rollmann den norwegischen Frachter Janna (2197 BRT).

Der deutsche Hilfskreuzer Atlantis unter Kapitän zur See Rogge versenkt im Südatlantik die britische City of Bagdad (7506 BRT).

11.7.1941
Der Reichskommissar in den besetzten Niederlanden, Arthur Seyß-Inquart, fordert die Bevölkerung zur Bildung einer Freiwilligen-Legion für den Krieg gegen die Sowjetunion auf.

Reichskommissar Arthur Seyß-Inquart


HMS Defender sinkt nach deutschen Bombentreffern

Bei den nächtlichen britischen Nachschubtransporten nach Tobruk wird der britische Zerstörer Defender von deutschen Ju 88 des LG.1 so schwer beschädigt , daß er im Schlepp des Zerstörers Vendetta sinkt.

11.7.1942
Die Tschetnik -Truppen unter dem Befehl von Draza Mihailovic beginnen in Serbien und entlang der italienisch-kroatischen Grenze mit einer Angriffen gegen die deutschen Besatzungsmacht.

U 203 unter Kapitänleutnant Mützelburg versenkt in der Karibik den riesigen panamaischen Tanker Stanvac Palembang (10.013 BRT)

11.7.1943
Auf Sizilien tritt die deutsche Division »Hermann Göring« zum Angriff gegen den US-amerikanischen Landekopf bei Gela an; die übrigen Landeköpfe können sich konsolidieren. Die US-Kreuzer Savannah und Boise und mehrere US-Zerstörer bringen den Gegenangriff der deutschen Panzer bei Gela zum Stehen.


Soldaten der Division "Hermann Göring" im Abwehrkampf auf Sizilien

U 178 unter Korvettenkapitän Dommes versenkt im Indischen Ozean den Frachter Mary Livanos (4771 BRT).

Drei Fw 200 des KG.40 greifen einen britischen Truppentransporter-Konvoi westlich Oporto in der Biscaya an. Trotz starker Flakabwehr treffen sie die Transporter California (16.792 BRT) und Duchess of York (20.021 BRT), die brennend aufgegeben werden müssen. Kriegsschiffe können bis auf 57 Mann die eingeschifften Soldaten retten.

11.7.1944
Das von Claus Graf Schenk von Stauffenberg für heute auf dem Berchtesgadener »Berghof« geplante Attentat auf den deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wird nicht ausgeführt. Stauffenberg unterläßt die Zündung des mitgebrachten Sprengstoffs, da Reichsführer SS Heinrich Himmler und der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring, die auch ausgeschaltet werden sollen, nicht anwesend sind.

Das von Neufundland zurückkehrende U 1222 unter Kapitänleutnant Bielfeld wird durch ein britisches Sunderland Flugboot versenkt. Keine Überlebenden der 56 Mann Besatzung.

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 11.07.08 16:10 ]

Comments system

Disqus Shortname