denk - mal 15. Juli . . .



Aus Abenden, die sich in weite Nacht
verlieren, muß ich mir mein Leben bauen,
das ohne Tag anhebt im Dämmergrauen
und einsam - ohne seinen Willen - wacht,
bis rings um mich durchsichtige Wirklichkeit
die Tageswelt verschlingt, mir Raum zu spenden.
Ein Zimmer. Luft. Und Bücher an den Wänden,
die längst gelesen starren in meine Zeit.
Wilhelm von Scholz 



15. Juli 967: gestorben Boleslav I., böhmischer Herzog, wurde auch Boleslav der Grausame genannt

    15. Juli 1291: gestorben Rudolf von Habsburg, römisch-deutscher König


    15. Juli 1406: gestorben Wilhelm von Habsburg, Herzog von Österreich


    15. Juli 1410: In der Schlacht bei Tannenberg wird das Heer des Deutschen Ordens von einem polnisch-litauischen Heer vernichtend geschlagen.


    15. Juli 1458: gestorben Bernhard II., Markgraf von Baden


    15. Juli 1660: gestorben Johann Kasimir von Anhalt-Dessau, deutscher Fürst


    15. Juli 1750: geboren Franz, Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld


    1761: Mit einem Angriff der Franzosen auf preußische Truppen unter dem Befehl von Ferdinand von Braunschweig beginnt die zweitägige Schlacht bei Vellinghausen im Siebenjährigen Krieg.


    15. Juli 1837: geboren Stephanie von Hohenzollern, Prinzessin von Hohenzollern-Sigmaringen und Königin von Portugal




    15. Juli 1874: geboren Wilhelm von Scholz, deutscher Lyriker und Autor


    15. Juli 1881: geboren Hans Pfundtner, deutscher Jurist und Staatsbeamter



Karl Busch

    15. Juli 1899: geboren Karl Busch, Leiter der Presse- und Propagandaakademie der Gemeinschaft Kraft durch Freude und der Deutschen Arbeitsfront.


    15. Juli 1913: geboren Bernhard Frank, letzter SS-Kommandant auf dem Obersalzberg


    15. Juli 1919: geboren Fritz Langanke, Obersturmführer in der 2. SS-Panzerdivision „Das Reich“, Träger des Ritterkreuzes



    15. Juli 1941: Als erster Jagdflieger der Welt erzielt Werner Mölders den 100. Luftsieg, dafür werden ihm als erstem Wehrmachtssoldaten die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen.


    15. Juli 1945: Das südliche Rheinland wird von der US-amerikanischen Militärregierung in Deutschland der französischen Besatzungszone zugeschlagen.


    15. Juli 1970: geboren Frank Lisson, deutscher philosophischer Schriftsteller



15.7.1901
In Tirol scheitern Versuche, einen Ausgleich zwischen den Interessen der deutsch- und der italienischsprachigen Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Das gesamte Land gehört seit 1814 zu Österreich. Nach Niederschlagung des sog. Tiroler Freiheitskampfes (1809) war Südtirol zeitweise italienisch.

15.7.1902
Deutsche Zeitungen berichten vom Einsatz zweier deutscher Kriegsschiffe vor Venezuela. Wie es heißt, versuchen sie durch Eingreifen in die Kämpfe zwischen Revolutionären und Regierungstruppen, das Eigentum von Europäern zu schützen.

15.7.1904
Der deutsche Postdampfer »Prinz Heinrich« wird von dem russischen Hilfskreuzer »Smolensk« angehalten. Die Post, die für Japan bestimmt ist, wird beschlagnahmt.

15.7.1910
100 000 Menschen nehmen in Krakau an der Feier anläßlich des 500. Jahrestags der Schlacht bei Tannenberg teil.

15.7.1915
Westfront: In Südflandern sprengten wir gestern westlich von Wytschaete mit gutem Erfolge Minen.
In der Gegend von Souchez griffen die Franzosen, zum Teil mit stärkeren Kräften, an verschiedenen Stellen an. Sie wurden überall zurückgeschlagen.
Nordwestlich vom Gehöft Beau Séjour in der Champagne kam ein feindlicher Handgranatenangriff infolge unseres Minenfeuers nicht zur Durchführung.
Die Franzosen machten gestern bis in die Nacht hinein wiederholte Versuche, die von uns eroberten Stellungen im Argonnenwalde zurückzuerobern. Trotz Einsatzes großer Munitionsmengen und starker auch neu herangeführter Kräfte brachen sich ihre Angriffe an der unerschütterlichen deutschen Front. An vielen Stellen kam es zu erbitterten Handgranaten- und Nahkämpfen. Mit ungewöhnlich hohen Verlusten bezahlte der Gegner seine ergebnislosen Anstrengungen. Die Zahl der französischen Gefangenen hat sich auf 68 Offiziere, 3688 Mann erhöht. Der Erfolg unserer Truppen ist um so bemerkenswerter, als nach übereinstimmenden Gefangenenaussagen die Franzosen für den 14. Juli, den Tag ihres Nationalfestes, einen großen Angriff gegen unsere Argonnenfront vorbereitet hatten.
Auch östlich der Argonnen herrschte gestern erhöhte Gefechtstätigkeit; im Walde von Malancourt wurden Angriffsversuche des Feindes durch unser Feuer verhindert.
Im Priesterwalde brach ein französischer Vorstoß verlustreich vor unseren Stellungen zusammen.
Ein französisches Flugzeug wurde beim Überfliegen unserer Stellung bei Souchez getroffen und ging brennend in der feindlichen Linie nieder. Ein zweites wurde bei Hénin-Liétard heruntergeschossen. Führer und Beobachter fielen verwundet in unsere Hände.
Ostfront: In kleineren Gefechten an der Windau abwärts Kurschany wurden 2 Offiziere, 425 Russen zu Gefangenen gemacht.
Südlich des Njemen in der Gegend von Kalwarja eroberten unsere Truppen bei Franciszkowo und Osowa mehrere russische Vorstellungen und behaupteten sie gegen heftige Gegenangriffe. Nordöstlich Suwalki wurden die Höhen von Olszanka von uns erstürmt, 300 Russen gefangen genommen und 2 Maschinengewehre erbeutet. Südwestlich Kolno nahmen wir das Dorf Krusca, sowie feindliche Stellungen südlich und östlich dieses Dorfes und südlich der Linie Tarlak - Lipniki. 2400 Gefangene und 8 Maschinengewehre fielen in unsere Hand.


Der Marktplatz von Prasznysz

Die Kämpfe in der Gegend von Prasznysz wurden erfolgreich fortgeführt. Mehrere feindliche Linien wurden von uns genommen und die in den letzten Februartagen heiß umstrittene und von den Russen stark ausgebaute Stadt Prasznysz selbst von uns besetzt.


15.7.1916
Westfront: Die nach der ersten blutigen Abweisung fortgesetzten englischen Angriffe nördlich der Somme haben zu schweren Kämpfen geführt. Zwischen Pozièieres und Longueval gelang es dem Gegner mit hier massierten Kräften trotz stärkster Verluste in unsere Linien einzudringen und zunächst Boden zu gewinnen, sowie sich im Trônes-Wäldchen festzusetzen. Der Stoß ist aufgefangen. Der Kampf wird heute fortgesetzt.
Südlich der Somme keine Infanterietätigkeit.
Von der übrigen Front sind, abgesehen von ergebnislosen Unternehmungen kleinerer englischer Abteilungen südöstlich von Armentières, in der Gegend von Angres, Neuville und nordöstlich von Arras, keine Ereignisse von Bedeutung zu berichten.
Ostfront: Russische Abteilungen, die bei Lennewaden (nordwestlich von Friedrichstadt) die Düna zu überschreiten versuchten, wurden abgewiesen. Auf die mit starkem Verkehr belegten Bahnhöfe an der Strecke Smorgon-Molodeczno wurden zahlreiche Bomben abgeworfen.
In Gegend von Skrobowa wurden Teile der vom Gegner seit seinem ersten Anlauf am Morgen des 3. Juli noch gehaltenen Stellen der ersten Verteidigungslinie im Angriff zurückgewonnen und hierbei 11 Offiziere, über 1500 Mann gefangen genommen.
Gegen Truppentransportverkehr auf dem Bahnhofe Kiwerpy (nordöstlich von Luck) erzielten unsere Flugzeuggeschwader gute Treffergebnisse.

15.7.1917
Westfront: In Flandern erreichte der Artilleriekampf an der Küste sowie zwischen Boesinghe und Wytschaete große Heftigkeit; er dauerte bei Ypern auch nachts an.
Bei Lens und auf beiden Scarpe-Ufern war zeitweilig das Feuer stark. Englische Kompagnien, die bei Gavrelle, östlich von Croisilles und bei Bullecourt vorstießen, wurden durch Gegenstoß zurückgeworfen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz:
Am Chemin-des-Dames wurden dem Feinde durch Angriff wichtige Stellungen südöstlich von Courtecon entrissen. Nach zusammengefaßter Wirkung von Artillerie und Minenwerfern stürmten Teile des Infanterieregiments Generalfeldmarschall v. Hindenburg und anderer ostpreußischer Regimenter sowie des Sturmbataillons 7 die französische Stellung in 1500 Meter Breite und 300 Meter Tiefe. Der Gegner leistete erbitterten Widerstand, so daß es zu hartnäckigen Nahkämpfen kam. Die Sturmziele wurden überall erreicht und gegen drei starke Gegenangriffe gehalten. Die blutigen Verluste der Franzosen sind schwer; bisher sind über 350 Gefangene eingebracht worden. Die beträchtliche Beute ist noch nicht gezählt.
In der Westchampagne hat nach viertägigem schwersten Feuer gestern 9 Uhr abends der französische Angriff gegen unsere Stellungen südlich von Nauroy bis südöstlich von Moronvilliers eingesetzt. Der Ansturm der starken feindlichen Kräfte wurde dank der tapferen Haltung unserer Infanterie und der gesteigerten Abwehr- und Gegenwirkung der Artillerie im wesentlichen abgeschlagen. Am Hochberg und Pöhlberg entstanden nach Abweisen des ersten Ansturms durch erneuten Angriff des Gegners örtliche Einbruchstellen, an denen am Morgen noch gekämpft wurde.


verwundete Franzosen werden bei Vacherauville von der Front abtransportiert

Auch auf dem linken Maasufer griffen die Franzosen nach Trommelfeuer an der Höhe 304 an. An keiner Stelle gelang es dem Feinde, unsere Gräben zu erreichen; seine Sturmwellen brachen in unserem Vernichtungs- und Sperrfeuer zusammen.
Im Grunde von Vacherauville am Ostufer der Maas hielt unsere Artilleriewirkung einen sich vorbereitenden Angriff nieder.
Ostfront: Trotz ungünstiger Witterung war die Gefechtstätigkeit an der Düna und bei Smorgon lebhaft.
In Ostgalizien erreichte das Feuer nur in begrenzten Abschnitten größere Stärke.
Südlich des Dnjestr griffen die Russen oberhalb von Kalusz an mehreren Stellen an; sie wurden überall abgewiesen.
An der Front des Generalobersten Erzherzogs Joseph und bei der Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen ist mehrfach eine Steigerung des Feuers merkbar.

15.7.1918
Westfront: Südwestlich von Ypern griff der Feind gestern früh nach starker Feuervorbereitung an und drang in geringer Breite in unser Kampfgelände ein. Beiderseits der Lys tagsüber Artillerietätigkeit; sie lebte am Abend auch an der übrigen Front auf.
Zwischen Aisne und Marne blieb die Gefechtstätigkeit lebhaft. Örtliche Infanteriegefechte südlich von St. Pierre-Aigle und im Savières-Grunde.


Leutnant Löwenhardt

Leutnant Löwenhardt errang seinen 35. Luftsieg.


In Konstanz treffen etwa 800 deutsche Elsaß-Lothringer ein. Das Gefangenenaustausch-Abkommen zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich hatte diese Übersiedlung möglich gemacht

15.7.1919
Der frühere König von Sachsen, Friedrich August III., appelliert an König Georg V. von Großbritannien, seinen Einfluß geltend zu machen, »daß auf der Auslieferung des deutschen Kaisers nicht weiter bestanden wird«.

Friedrich August III.

15.7.1924
Die Optionsfrist für die Deutschen in Oberschlesien läuft ab. Nach dem polnisch-deutschen Abkommen vom 15. Mai 1922 konnten die im polnischen, ehemals deutschen Teil Oberschlesiens lebenden Deutschen bisher über ihre Staatsbürgerschaft entscheiden.

15.7.1930
Reichspräsident Paul von Hindenburg sagt seinen im Rahmen der Feiern zur Räumung des Rheinlandes vorgesehenen Besuch in den zu Preußen gehörenden Städten Koblenz, Trier und Aachen aus Protest gegen das dort noch bestehende Verbot des rechtsgerichteten Bundes der Frontsoldaten (Stahlhelm) ab, mit dem Hindenburg sich als Generalfeldmarschall des Weltkrieges verbunden fühlt. Als am 16. Juli die preußische Regierung die Aufhebung des Stahlhelm-Verbotes zusagt, tritt Hindenburg seine Besuchsreise wie geplant an.

15.7.1933
In Rom unterzeichnen das Deutsche Reich, Italien, Frankreich und Großbritannien den Viermächtepakt

15.7.1937
Die Genfer Konvention vom 15. Mai 1922 für Oberschlesien läuft ab. Danach waren das Deutsche Reich und Polen zur Gleichbehandlung aller Bürger in diesem Landesteil verpflichtet. Mit dem heutigen Tag treten die Nürnberger Rassengesetze von 1935 auch für Westoberschlesien in Kraft.

15.7.1939
Die Verordnung über die Aberkennung der Staatsbürgerschaft in der Ostmark vom 11. Juli tritt in Kraft. Unerwünschte Personen, die zwischen 1918 und 1938 in Österreich eingebürgert worden sind, können nunmehr ausgebürgert werden.

15.7.1940
Eine zweite Umsiedlungswelle von Polen und Juden aus den eingegliederten Ostgebieten ins Generalgouvernement Polen beginnt. Aus dem Gebiet von Lublin und aus Wolhynien umgesiedelte Volksdeutsche werden in den eingegliederten Ostgebieten angesiedelt.

Im Bristol-Kanal sinkt nach deutschen Luftminentreffer die britische Bellerock (1199 BRT).

Zwischen Nordkanal und Kap Finisterre versenkt U 34 unter Kapitänleutnant Rollmann die griechischen Dampfer Evdoxia (2018 BRT) und Naftilos (3531 BRT).

Gibraltar wird von italienischen Langstreckenbombern angegriffen.

15.7.1941
Oberstleutnant Werner Mölders wird anläßlich seines 100. Luftsieges als erster Wehrmachtsoffizier mit dem neu gestifteten Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Werner Mölders

18 deutsche Ju 87 bombardieren nordöstlich von Tobruk einen kleinen Konvoi mit den Landungsbooten LCT 10 und LCT 11 und versenken LCT 10.


15.7.1942
Mit dem Abtransport von 1135 Juden aus Amsterdam beginnen die Deportationen niederländischer Juden in das Konzentrationslager Auschwitz.

Gefallen für das Vaterland: Kapitänleutnant Hans-Dieter Heinicke und seine Besatzung

U 576 unter Kapitänleutnant Heinicke greift vor der US-Ostküste einen Konvoi und versenkt den nicaraguanische Frachter Bluefields (2063 BRT) und torpediert den US Frachter Chilore (8310 BRT) sowie den panamaischen Tanker J.A. Mowinckel (11.147 BRT). Anschließend wird es von einem Bomber angegriffen und durch einen im Konvoi laufenden Dampfer gerammt und geht verloren. Keine Überlebenden der 45 Mann Besatzung.

In seinem ostpreußischen Hauptquartier »Wolfsschanze« empfängt der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler den ehemaligen irakischen Ministerpräsidenten Raschid Al Gailani, der Hitler in Anwesenheit von Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop anbietet, propagandistisch im Sinne der Achsenmächte im arabischen Raum tätig zu werden.

U 582 unter Kapitänleutnant Schulte versenkt im Mittelatlantik den britischen Frachter Empire Attendant (7524 BRT) und U 201 unter Kapitänleutnant Schnee im gleichen Seegebiet die britische Yeoman (6990 BRT).

15.7.1943
U 181 unter Korvettenkapitän Lüth versenkt vor Südafrika den britischen Frachter Empire Lake (2852 BRT).

U 759 unter Oberleutnant zur See Friedrich wird vor haiti von einem amerikanischen Flugboot versenkt. Keine Überlebenden der 47 Mann Besatzung.

U 509 unter Korvettenkapitän Witte wird nordwestlich Madeira von US Trägerflugzeugen versenkt. Keine Überlebenden der 54 Mann Besatzung.

15.7.1944
Der deutsche Generalfeldmarschall Erwin Rommel sendet ein Blitzfernschreiben an Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Darin schildert er die aussichtslose Lage an der Invasionsfront in der Normandie.


U 198 unter Oberleutnant zur See Heusinger v. Waldegg versenkt östlich von Lourenco Marques im Indischen Ozean den britischen Frachter Director (5107 BRT).



Fregattenkapitän Kurt Freiwald
U 181 unter Fregattenkapitän Freiwald versenkt nördlich der Lakkadiven die britische Tanda (7174 BRT).


U 319 unter Oberleutnant zur See Clemens wird vor Norwegen von einem britischen Liberator Bomber versenkt. Keine Überlebenden der 51 Mann Besatzung.


[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 15.07.08 22:03 ]

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