denk-mal 14 Juni . . .




 Ich sehe in der Weltgeschichte das Bild einer ewigen Gestaltung und Umgestaltung eines wunderbaren Werdens und Vergehens organischer Formen. Der zünftige Historiker aber sieht sie in der Gestalt eines Bandwurms, der unermüdlich Epochen 'ansetzt'.


Franz von Stuck: „Wilde Jagd“ von 1889









1158: Im Augsburger Schied gibt Kaiser Friedrich I. Barbarossa dem Welfenherzog Heinrich dem Löwen das Recht, die errichtete Brücke über die Isar zu betreiben. Er muss allerdings Bischof Otto von Freising ein Drittel der Einnahmen für dessen abgerissene Brücke abgeben. Am Flussübergang entwickelt sich im Laufe der Zeit die Stadt München.
 
    14 Juni 1544: gestorben Anton II., der Gute, Herzog von Lothringen

 
   14 Juni  1828: gestorben Carl August, Herzog und Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach

 
    1848: Die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche beschließt im Krieg gegen Dänemark die Aufstellung einer Reichsflotte als erste gesamtdeutsche Marine.

 
    1848: Während der Deutschen Revolution kommt es zum Sturm auf das Berliner Zeughaus, wo sich die Menge mit Waffen versorgt.

 
    1866: Wegen unterschiedlicher Vorstellungen über den Status Schleswig-Holsteins kommt es zwischen Preußen und Österreich zum Krieg. Preußen tritt nach dem Mehrheitsbeschluss aus dem Deutschen Bund aus.

 
    1889: Nach einer Konferenz über Samoa der drei Mächte Deutschland, Großbritannien und VSA wird die Inselgruppe zum unabhängigen und neutralen Gebiet unter dem Schutz der Mächte erklärt.

 
    1904: Die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria empfängt eine Abordnung des in Berlin tagenden internationalen Frauenkongresses in Privataudienz.

 
 14 Juni    1905: geboren Elisabeth Bach, deutsche Kunstfliegerin

 
   14 Juni  1905: geboren Jenny Jugo, deutsche Schauspielerin aus Österreich

 
  14 Juni   1907: geboren Paul Klinger, deutscher Schauspieler

 
   14 Juni  1909: geboren Max Frauendorfer, Leiter des Amtes für ständischen Aufbau der NSDAP und der Deutschen Arbeitsfront

 
   14 Juni  1917: Bei seiner 6. Aufklärungsfahrt wird der Zeppelin LZ92 von einem britischem Kampfflugzeug abgeschossen.

 
   14 Juni  2008: gestorben Wilfred von Oven, deutscher Journalist, Publizist und Staatsbeamter.



14.6.1905


Die Strafkammer Beuthen verurteilt den Amtsdiener Konstantin Mooß aus Königshütte zu drei Jahren Gefängnis und vier Jahren Ehrverlust. Er hatte der Königshütter Berginspektion einen Beutel mit Lohngeldern in Höhe von 10 000 Mark gestohlen.

14.6.1906
In der russischen Stadt Bialystok bricht ein Judenpogrom aus.

14.6.1907
Admiral Alfred von Tirpitz feiert sein zehnjähriges Jubiläum als Staatssekretär des Reichsmarineamts. In dieser Stellung hat Tirpitz das deutsch-britische Flottenwettrüsten forciert und nach der »Risikotheorie« die deutsche Flotte aufgebaut.

14.6.1912
In seiner Rede vor der Nationalversammlung in Paris erläutert der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré die Richtlinien der französischen Außenpolitik. Unter anderem hebt er die Bedeutung der Bündnisse mit Großbritannien und Rußland hervor (sog. Tripel-Entente).
Die Beziehungen zum Deutschen Reich charakterisiert er als loyal, höflich und korrekt.

14.6.1915
Die Zahl der von deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen gemachten Gefangenen ist auf 1,61 Millionen angestiegen. In den ersten beiden Juni-Wochen sind bei der Offensive in Galizien etwa 122 000 Russen in Gefangenschaft geraten.
Westfront: Auf der Front zwischen Liévin und Arras erlitten die Franzosen eine schwere Niederlage. Nachdem im Verlaufe des Tages mehrmals die zum Vorgehen bereitgestellten feindlichen Sturmkolonnen durch unser Artilleriefeuer vertrieben waren, setzten gegen Abend zwei starke feindliche Angriffe in dichten Linien gegen unsere Stellungen beiderseits der Lorettohöhe sowie auf der Front Neuville - Roclincourt ein. Der Gegner wurde überall unter schweren Verlusten zurückgeworfen. Sämtliche Stellungen sind voll in unserem Besitz geblieben.
Schwächere Angriffe des Feindes am Yserkanal wurden abgeschlagen. Südöstlich Hebuterne haben die Infanteriegefechte zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt. Vorstöße gegen die von uns eroberten Stellungen in der Champagne wurden im Keime erstickt.
Ostfront: In der Nähe von Kuzowimia nordwestlich Szawle wurden einige feindliche Stellungen genommen und dabei drei Offiziere und 300 Mann zu Gefangenen gemacht.
Südöstlich der Straße Mariampol-Kowno erstürmten unsere Truppen die vorderste russische Linie, zwei Offiziere, 313 Mann wurden gefangengenommen.
Südostfront: Die Armee des Generalobersten v. Mackensen ist in einer Breite von 70 Kilometer aus ihren Stellungen zwischen Czerniawa (nordwestlich Mosciska) und Sieniawa zum Angriff vorgegangen. Die feindlichen Stellungen sind auf der ganzen Front gestürmt, 16000 Gefangene fielen gestern in unsere Hand.
Auch die Angriffe der Truppen des Generals von der Marwitz und des Generals v. Linsingen machten Fortschritte.


italienischer Fesselballon in Udine
Italienfront(KuK): In dem Kampfe bei Plava am 12. Juni ließ der Feind, wie nun festgestellt wurde, über 1000 Tote und sehr viele Verwundete vor unseren Stellungen liegen. Gestern spät abends wiesen unsere Truppen einen abermaligen Angriff gleich allen früheren ab. Die Italiener vermochten somit an der Isonzofront nirgends durchzudringen. Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet hat sich nichts Wesentliches ereignet.


14.6.1916
Westfront: Auf den Höhen südöstlich von Zillebeke ist ein Teil der neuen Stellung im Verlaufe des gestrigen Gefechtes verloren gegangen.
Rechts der Maas wurden in den Kämpfen am 12. und 13. Juni die westlich und südlich der Thiaumont-Ferme gelegenen feindlichen Stellungen erobert. Es sind dabei 793 Franzosen, darunter 27 Offiziere, gefangen genommen und 15 Maschinengewehre erbeutet.
Deutsche Patrouillenunternehmungen bei Maricourt (nördlich der Somme) und in den Argonnen hatten Erfolg.
Ostfront: Südlich des Narocz-Sees zerstörten Erkundungsabteilungen vorgeschobene feindliche Befestigungsanlagen und brachten 60 gefangene Russen zurück. Auf der Front nördlich von Baranowitschi ist der Feind zum Angriff übergegangen. Nach heftiger Artillerievorbereitung stürmten dichte Massen siebenmal gegen unsere Linien vor. Die Russen wurden restlos zurückgetrieben, sie hatten sehr schwere Verluste.
Deutsche Flieger führten in den letzten Tagen weitreichende Unternehmungen gegen die Bahnen hinter der russischen Front aus. Mehrfach sind Truppenzüge zum Stehen gebracht und Bahnanlagen zerstört worden.


14.6.1917
Westfront: Sowohl in Flandern wie im Artois war nur in einigen Abschnitten der Artilleriekampf stark. Östlich von Ypern sprengten wir mehrere Minen, die in der englischen Stellung Verheerungen anrichteten. Zu kleinen Vorfeldkämpfen kam es südlich der Douve. Die Lage ist unverändert geblieben.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz:
Bei Vauxaillon (nordöstlich von Soissons) griffen die Franzosen nach mehrstündigem Feuer an; sie wurden zurückgewiesen. Sonst blieb die Artillerietätigkeit meist gering.

Ein Geschwader unserer Großflugzeuge erreichte gestern mittag London, warf über der Festung Bomben ab und beobachtete bei klarer Sicht gute Treffwirkung. Trotz starken Abwehrfeuers und mehrerer Luftkämpfe, bei denen ein englischer Flieger über der Themse abstürzte, kehrten alle Flugzeuge unversehrt zurück.
Ostfront: Die Gefechtstätigkeit hielt sich in den üblichen Grenzen. Die russischen Flieger sind in letzter Zeit wieder tätiger geworden. Sie stießen mehrfach über unsere Linien vor; seit Anfang Juni wurden 5 abgeschossen. Bombenabwurf auf Tuckum wurde gestern durch Luftangriff auf Schlok vergolten.

14.6.1918


eine KuK Hochgebirgskompanier

Am Tonalepaß in Italien beginnt die letzte erfolglose Offensive der österreichisch-ungarischen Armee gegen Venetien.
Westfront: Südwestlich von Ypern führten die Franzosen heftige Angriffe gegen unsere Linien zwischen Voormezele und Vierstraat. Sie wurden blutig abgewiesen. Mehrere Offiziere und mehr als 150 Mann blieben hierbei gefangen in unserer Hand. Erfolgreiche Erkundungsgefechte am Kemmel. An der übrigen Front lebte die Gefechtstätigkeit nur vorübergehend auf.
Auf dem Kampffelde südwestlich von Noyon blieb die Artillerietätigkeit gesteigert. Bei Courcelles und Mery sowie im Matzgründe dicht westlich der Oise wiederholte der Feind seine vergeblichen Gegenangriffe. Unter schweren Verlusten wurde er zurückgeworfen.
Beiderseits der Straße Soissons - Villers-Cotterets drangen wir in den Wald von Villers-Cotterets ein.
Die Armee des Generalobersten v. Böhn hat seit dem 27. Mai mehr als 830 Geschütze erbeutet. Damit steigt die Zahl der von der Heeresgruppe deutscher Kronprinz seit 27. Mai eingebrachten Geschütze auf 1050.
Gestern wurden 28 feindliche Flugzeuge abgeschossen.


Oberleutnant Lörzer

Hauptmann Berthold errang seinen 34., Leutnant Udet seinen 29., Oberleutnant Lörzer seinen 25. Luftsieg.
Im Monat Mai beträgt der Verlust der feindlichen Luftstreitkräfte an den deutschen Fronten 23 Fesselballone und 413 Flugzeuge, von denen 223 hinter unseren Linien, die übrigen jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar abgestürzt sind. Wir haben im Kampf 180 Flugzeuge und 28 Fesselballone verloren.

14.6.1923
Der gesamte deutsche Eisenbahnverkehr im besetzten Ruhrgebiet kommt zum Stillstand, nachdem die Franzosen die Bahnhöfe im Dortmunder und Bochumer Raum besetzt haben. Zweck dieser wie auch anderer Maßnahmen (13. 6.) der Besatzungsmacht ist die Isolierung des Okkupationsgebiets.

14.6.1931
In Anwesenheit von Reichspräsident Paul von Hindenburg findet auf der Marienburg in Westpreußen eine Feier zur 700jährigen Besiedlung durch den Deutschen Ritterorden statt.

14.6.1934
Der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler (NSDAP) trifft zu einem zweitägigen Besuch in Venedig ein.

14.6.1938
Die Grundsteinlegung für das Haus des Deutschen Fremdenverkehrs am zukünftigen Schnittpunkt der Potsdamer Straße mit der Nordsüdachse bildet den Auftakt zur baulichen Umgestaltung Berlins.

Mit einem feierlichen Appell am Schlachtendenkmal in Tannenberg endet eine Ostpreußenreise von 2500 Fähnrichen der deutschen Kriegsschulen.

Schlachtdenkmal Tannenberg

14.6.1940
Nachdem Paris am 13. Juni zur »offenen Stadt« erklärt worden ist, rücken deutsche Truppen in die französische Hauptstadt ein.

Deutsche Wehrmacht während der Siegesparade in Paris

U 101 unter Kapitänleutnant Frauenheim versenkt nordwestlich Kap Finisterre den griechischen Frachter Antonis Georgandis (3557 BRT). Im Nordatlantik versenkt U 47 unter Kapitänleutnant Prien den britischen Dampfer Balmoralwood (5834 BRT) und U 38 unter Kapitänleutnant Liebe den griechischen Dampfer Mount Myrto (5403 BRT).

14.6.1941
Der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt erläßt eine Verordnung, die das »Einfrieren« aller deutscher Guthaben in den Vereinigten Staaten vorsieht, zwei Tage später fordert er den deutschen Geschäftsträger in Washington auf, alle deutschen Konsulate in den USA zu schließen.

Die Einzelhandelspreise in Berlin liegen für 5 kg Kartoffeln bei 0,47 Reichsmark (RM), für 1 Liter Milch bei 0,26 RM, für ein Ei bei 0,12 RM.

Die Kasseler Lokomotivenfabrik Henschel & Sohn GmbH liefert die 25 000. Lokomotive an die Deutsche Reichsbahn.

U 751 unter Kapitänleutnant Bigalk versenkt im westlichen Nordatlantik den britischen Frachter St. Lindsay (5370 BRT).

14.6.1942


U 504 unter Korvettenkapitän Poske versenkt auf einer Feindfahrt in der Karibik insgesamt 6 Schiffe mit 19.418 BRT.

Der deutsche Hilfskreuzer Thor unter Kapitän zur See Gumprich versenkt im Indischen Ozean den holländischen Tanker Olivia (6307 BRT) und kapert die norwegischen Tanker Herborg (7892 BRT) und Madrono (5894 BRT), die wohlbehalten Japan erreichen.

14.6.1943
In der Nacht zum 15. Juni greifen 165 britische Terrorbomber bei 17 Verlusten Oberhausen an; 1000 Wohnhäuser werden zerstört, 25 Industrieanlagen und 5000 Wohnhäuser beschädigt.

In Estland, Lettland und Litauen findet ein »Trauertag zum Gedenken an die Opfer der bolschewistischen Gewaltherrschaft« statt.

U 334 unter Oberleutnant zur See Ehrich wird im Nordatlantik von britischen Kriegsschiffen versenkt. Keine Überlebenden der 47 Mann Besatzung.

U 564 unter Kapitänleutnant Fiedler wird in der Biscaya durch einen britischen Luftangriff versenkt. Von 46 mann Besatzung überleben 18 Mann.

14.6.1944
Der Umfang ausländischer Verbände in der deutsche Wehrmacht erreicht seinen Höhepunkt. Rund 500 000 ausländische Soldaten stehen unter deutscher Führung im Kampf Europas gegen den Bolschewismus.

U 547 unter Oberleutnant zur See Niemeyer versenkt vor Liberia aus einem Konvoi den A/S-Trawler Birdlip und den französischen Dampfer Saint Basile (2778 BRT).

Bei der Rettungsaktion für die deutschen T-Boote TA 26 und TA 30 wird das Lazarettschiff Erlangen von britischen Fliegerbomben getroffen und läuft auf Strand.

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 14.06.09 9:56 ]

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