8. April . . .

  Darum lasst uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit.

  1525: Der Hochmeister des Deutschen Ordens, Albrecht von Brandenburg-Ansbach, säkularisiert das Gebiet des Ordens und leistet den Huldigungseid an seinen Onkel König Sigismund I., der ihm das Land als Herzogtum Preußen zum Lehen überlässt. Das Heilige Römische Reich anerkennt die Säkularisierung nicht und ernennt im folgenden Jahr Walther von Cronberg zum Hochmeister.

    1818: geboren Christian IX., König von Dänemark, Herzog von Schleswig


    1832: geboren Alfred Graf von Waldersee, deutscher Offizier, Generalfeldmarschall Preußens


    1866: Kurz vor Beginn des preußisch-österreichischen Krieges schließen Preußen und Italien ein Bündnis gegen Österreich. Preußen verstößt damit jedoch gegen die 1815 beschlossene Deutsche Bundesakte


    1897: geboren Will Dohm, deutscher Schauspieler


    1899: geboren Horst Dreßler-Andreß, Präsident der Reichsrundfunkkammer im Dritten Reich


    1912: geboren Alois Brunner, SS-Obersturmbannführer


    1917: Im Volkshaus zum Mohren in Gotha endet die Reichskonferenz der sozialdemokratischen Opposition, auf der die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) gegründet worden ist. Der kriegsbefürwortende Teil der Sozialdemokraten wird damit zur Mehrheitssozialdemokratischen Partei Deutschlands (MSPD).


    1918: geboren Heidemarie Hatheyer, deutsche Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin aus Österreich


    1922: gestorben Erich von Falkenhayn, deutscher Offizier und Militärpolitiker


    1940: Großbritannien beginnt im Zweiten Weltkrieg mit der Operation Wilfred die Entsendung britischer Truppen nach Norwegen und die Verminung der Küstengewässer. Die Operation wird schon wenig später nach dem Zusammentreffen mit deutschen Truppen des Unternehmens Weserübung wieder abgebrochen.


    1945: gestorben Jakob Sprenger, nationalsozialistischer Politiker


    1945: gestorben Lizzi Waldmüller, deutsche Filmschauspielerin und Sängerin aus Österreich


    1945: gestorben Josef Weinheber, deutscher Lyriker, Erzähler und Essayist aus Österreich


    1973: gestorben Viktor de Kowa, deutscher Theater- und Filmschauspieler


    2004: gestorben Hans Guido Mutke, deutscher Jagdflieger in der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg



8.4.1911
In Stuttgart finden die Feierlichkeiten zur Silberhochzeit von König Wilhelm II. und Königin Charlotte von Württemberg statt. Um sich an den Huldigungen zu beteiligen, ist Ferdinand Graf Zeppelin mit dem Luftschiff »Deutschland« von Friedrichshafen am Bodensee in die Residenzstadt gefahren.


8.4.1914
Ein Gericht im russisch beherrschten Warschau verurteilt den deutschen Flugzeugtechniker Bernhard Mischewski aus Leipzig zu drei Monaten Gefängnis. Mischewski war mit einem Eindecker am 2. Februar auf russisches Hoheitsgebiet geflogen und anschließend zur Landung in der Nähe von Pultusk (Gouvernement Warschau) gezwungen worden.

8.4.1915

Der deutsche Hilfskreuzer »Prinz Eitel-Friedrich« wird in Newport News von den US-amerikanischen Behörden interniert.




ausgebaute deutsche Stellung im Woevregebiet
Westfront: Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel dauern fort. In der Woevre-Ebene östlich und südöstlich von Verdun scheiterten sämtliche französische Angriffe. Von der Combres-Höhe wurden die an einzelnen Stellen bis in unsere vordersten Gräben eingedrungenen feindlichen Kräfte im Gegenangriff vertrieben. Aus dem Selousewald nördlich von St.-Mihiel gegen unsere Stellungen vorgebrochene Bataillone wurden unter schwersten Verlusten in diesen Wald zurückgeworfen. Im Walde von Ailly sind erbitterte Nahkämpfe wieder im Gange. Am Walde westlich von Apremont stießen unsere Truppen dem Feinde, der erfolglos abgegriffen hatte, nach. Vier Angriffe auf die Stellungen nördlich von Flirey sowie zwei Abendangriffe westlich des Priesterwaldes brachen unter sehr starken Verlusten in unserem Feuer zusammen. Drei nächtliche französische Vorstöße im Priesterwalde mißglückten. Der Gesamtverlust der Franzosen auf der ganzen Front war wieder außerordentlich groß, ohne daß sie auch nur den geringsten Erfolg zu verzeichnen hatten.
In der Gegend von Rethel wurde ein feindliches Flugzeug, das aus Paris kam, zum Landen gezwungen. Der Flugzeugführer gab an, daß über die französischen Verluste in der Champagneschlacht in Paris noch nichts in die Öffentlichkeit gedrungen wäre.
Die Kämpfe am Hartmannsweilerkopf dauern noch an.

8.4.1916
In den besetzten belgischen Provinzen Brabant und Lüttich sowie in den Kreisen Charleroi und Namur werden 776 Orte für den Briefverkehr nach Deutschland zugelassen.

Westfront: Auf dem linken Maasufer erstürmten Schlesier und Bayern zwei starke französische Stützpunkte südlich von Haucourt und nahmen die ganze feindliche Stellung auf dem Rücken des Termitenhügels in einer Breite von über 2 Kilometern. Ein heute früh versuchter Gegenstoß scheiterte völlig. Unsere Verluste sind gering, diejenigen des Gegners, auch infolge des heimtückischen Verhaltens einzelner, besonders schwer. Außerdem wurden 15 Offiziere, 699 Mann unverwundet gefangen, darunter zahlreiche Rekruten der Jahresklasse 1916.
Auf den Höhen östlich der Maas und in der Woëvre waren die beiderseitigen Artillerien stark tätig.
Am Hilsenfirst (südlich von Sondernach in den Vogesen) stieß eine kleinere deutsche Abteilung in eine vorgeschobene französische Stellung vor, deren Besatzung bis auf 21 Gefangene im Kampfe fiel. Die feindlichen Gräben wurden gesprengt.

Ostfront: Die russischen Angriffe blieben auch gestern auf einen schmalen Frontabschnitt südlich des Naroczsees beschränkt und wurden glatt abgewiesen.

8.4.1917


Das beim deutschen Rückzug an der Aisne geräumte Chauny
Westfront: Nahe der Küste und im Wytschaete-Bogen stießen nach heftiger Feuerwirkung an mehreren Stellen starke Erkundungsabteilungen gegen unsere Stellungen vor; sie sind vor den Hindernissen, südöstlich von Ypern im Nahkampf, bei dem einige Gefangene in unserer Hand blieben, abgewiesen worden.
An der Artois-Front war die Kampftätigkeit geringer als in den letzten Tagen.
Im Somme-Gebiet unterhielt der Feind - ob Engländer oder Franzosen war nicht festzustellen - lebhaftes Feuer gegen St. Quentin, dessen Kathedrale durch mehrere Treffer beschädigt wurde.
Ein neuer Versuch der Franzosen, bei Laffaux Boden zu gewinnen, schlug in unserem Feuer verlustreich fehl; eine unserer Kompagnien stieß dem weichenden Feinde nach und nahm ihm 48 Gefangene ab.
An der Aisne und in der westlichen Champagne war in einzelnen Abschnitten der Artillerie- und Minenkampf stark. Südwestlich von Mülhausen wurden bei einem Erkundungsvorstoß mehrere Franzosen gefangen.
Gestern wurden 12 feindliche Flugzeuge im Luftkampf, 1 durch Abwehrfeuer heruntergeschossen.

Ostfront: Außer zeitweilig lebhaftem Feuer bei Illuxt, westlich von Luck und an der Zlota Lipa keine wichtigen Ereignisse.
In den Waldkarpathen brachten erfolgreiche Streifen unserer Sturmtrupps aus den mehrfach vorher zerstörten russischen Stellungen über 40 Gefangene und einige Maschinengewehre ein.

8.4.1918

Das besonders leistungsfähige neue deutsche Ferngeschütz mit einer Reichweite von 120 km beschießt zum ersten Mal erfolgreich die französische Hauptstadt Paris.
Trotz der Beschießung von Paris durch deutsche Ferngeschütze verläuft das Leben in der französischen Hauptstadt in relativ normalen Bahnen.




Westfront: An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme blieb die Gefechtstätigkeit auf Artilleriekämpfe beschränkt. Teilangriffe der Engländer im Walde von Hangard, der Franzosen bei Grivesnes scheiterten unter schweren Verlusten. Auf dem Südufer der Oise zwangen unsere Erfolge vom 6. April den Feind, noch in der Nacht vom 6. zum 7. Teile seiner Stellungen zwischen Bichancourt und Barisis zu räumen. Gestern führten wir unsere Angriffe fort und warfen den Feind nach Einnahme von Pierremande und Folembray auf das westliche Ufer der Ailette zurück. Von Bichancourt an der Oise entlang zurückgehende feindliche Kolonnen wurden vom Nordufer des Flusses von unserem Maschinengewehrfeuer flankierend gefaßt und wurden unter den schwersten Verlusten zusammengeschossen. Die am Ostrande des Waldes von Coucy und über Barisis vorstoßenden Truppen erstürmten den Bergklotz nordöstlich von Folembray und drangen bis Verneuil vor. Die Zahl der eingebrachten Gefangenen hat sich auf mehr als 2000 erhöht.
Vor Verdun am Abend auflebender Feuerkampf.
Rittmeister Freiherr v. Richthofen errang seinen 77. und 78., Leutnant Wenkhoff seinen 23. Luftsieg.


8.4.1923
Reichspräsident Friedrich Ebert und Reichsverkehrsminister Wilhelm Groener appellieren an die Eisenbahner im besetzten Rhein- und Ruhrgebiet, ihren »Heldenkampf« gegen die Besatzer durchzuhalten.

8.4.1925
Die Deutschnationale Volkspartei, die Deutsche Volkspartei, die Bayerische Volkspartei und der Bayerische Bauernbund bilden einen »Reichsblock«. Als gemeinsamen Kandidaten für die Reichspräsidentenwahl stellen sie Paul von Hindenburg auf.

In einem aufsehenerregenden Flug überquert Pilot Brauer mit dem Junkers-Flugzeug »G 23 Baden« die Ostsee von Kopenhagen über Malmö, Bornholm, der Halbinsel Hela bis nach Königsberg. Für die etwa 600 km (davon 150 km über See) benötigte Brauer dreieinhalb Stunden.

8.4.1932
Die am 6. April in London eröffnete Vier-Mächte-Konferenz über Donaufragen endet mit der Ablehnung des französischen Vorschlags einer Zusammenfassung der Donaustaaten unter Ausschluß Deutschlands und Italiens, da die Delegationen Großbritanniens Deutschlands und Italiens dem Plan ihre Zustimmung verweigern

8.4.1936
Die französische Regierung veröffentlicht einen Friedensplan, der in Genf den Locarno-Mächten übergeben wird. Der deutsche Friedensplan vom 1. April 1936 wird darin als völlig unzureichend bezeichnet.

8.4.1937
In der deutschen Presse werden scharfe Angriffe gegen die österreichische Regierung veröffentlicht. Anlaß dafür ist ein Vorfall aus dem Jahr 1936.
Damals ist ein Österreicher zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Kranz am Grab der Eltern von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Leonding bei Linz niedergelegt hatte.

8.4.1938
In einer Rede in Birmingham erklärt Großbritanniens Premierminister Neville Chamberlain, die britische Politik bemühe sich, Kriege zu vermeiden und andererseits in einer bewaffneten Welt so gut bewaffnet wie nur möglich zu sein. Die bei der Vereinigung des Deutschen Reichs mit Österreich angewandte Methode nennt Chamberlain geschmacklos.

8.4.1940


Reichsarbeitsminister Franz Seldte stellt den Reichsarbeitsdienst unter strafrechtlichen Schutz. Wer öffentlich auffordert, den Reichsarbeitsdienst zu verweigern, kann mit Zuchthaus bestraft werden.

Für den geplanten Ausbau des Schulwesens im Warthegau werden Lehrer aus dem gesamten Reichsgebiet zur Besetzung der dort zur Verfügung stehenden Stellen herangezogen.

Durch Einführung neuer Zinkmünzen im Wert von 1, 5 und 10 Reichspfennig werden die Kupfer- und Nickelmünzen als Zahlungsmittel im Deutschen Reich ersetzt.

Das auf englischer Seite kämpfende polnische U Boot Orzel versenkt vor Norwegen den deutschen Truppentransporter Rio de Janeiro (5261 BRT) und ein britisches U Boot versenkt ebenfalls vor Norwegen den deutschen Luftwaffentanker Posidonia (8036 BRT)

Eine zweite Seetransportstaffel des Unternehmens »Weserübung« läuft von Gotenhafen und Königsberg mit 11 Dampfern zum Transport von 8449 Soldaten, 969 Pferden, 1283 Fahrzeugen nach Oslo.


Das Gefecht als britisches Kunstwerk, seltsamerweise sind die Geschütze der Admiral Hipper nicht auf das einzige feindliche Kriegsschiff gerichtet und die schwer getroffene Glowworm hat keinerlei Kratzer...

Der deutsche Zerstörer Bernd von Arnim und der britische Zerstörer Glowworm treffen in der sturmgepeitschten Nordsee aufeinander. Wenig später stößt der deutsche Schwere Kreuzer Admiral Hipper zu dem Gefecht der den britischen Zerstörer durch mehrere Treffer schwer beschädigt. Bevor dieser sinkt kann er noch die Admiral Hipper im Vorschiff rammen.


8.4.1941

das getroffene Glasgow Clydebank
Die deutsche Luftwaffe wirft über Glasgow 204 t Sprengbomben ab; in der Nacht zum 9. April ist Coventry Ziel eines Angriffs von 237 deutschen Bombern.

Vor der Humbermündung läuft der britische Tanker Ahamo (8621 BRT)auf eine deutsche Luftmine und sinkt.

Vor Freetown versenkt U 124 unter Kapitänleutnant Schulz den britischen Frachter Tweed (2697 BRT).


Kapitänleutnant Günther Heßler
Nördlich der Kanaren versenkt U 107 unter Kapitänleutnant Heßler aus einem Konvoi die britischen Frachter Eskdene (3829 BRT), Helena Margareta (3316 BRT), Harpathian (4671 BRT) und den britischen Motortanker Duffield (8516 BRT).


8.4.1942
Vor der US-Ostküste versenken deutsche U Boote bis Mitte Mai zahlreiche feindliche Schiffe. U 84 unter Oberleutnant zur See Uphoff 2 Schiffe mit 8240 BRT, U 654 unter Oberleutnant zur See Forster 3 Schiffe mit 17.755 BRT, U 85 unter Oberleutnant zur See Greger 1 Schiff mit 4904 BRT, U 575 unter Kapitänleutnant Heydemann 1 Schiff mit 6887 BRT,


Kapitänleutnant Adalbert Schnee(weiße Mütze)
U 201 unter Kapitänleutnant Schnee 3 Schiffe mit 15.313 BRT , U 576 unter Kapitänleutnant Heinicke 2 Schiffe mit 6441 BRT, U 109 unter Kapitänleutnant Bleichrodt 3 Schiffe mit 12.099 BRT, U 136 unter Kapitänleutnant Zimmermann 3 Schiffe mit 12.707 BRT,


Kapitänleutnant Frhr.v. Forstner(r.)
U 402 unter Kapitänleutnant Frhr.v. Forstner 3 Schiffe mit 11.135 BRT und U 752 unter Kapitänleutnant Schroeter 3 Schiffe mit 15.506 BRT.

8.4.1943

In der Nacht zum 9. April bombardieren britische Terrorbomber Duisburg.


Oberleutnant zur See Horst von Schroeter
Im Seegebiet vor Freetown versenkt U 123 unter Oberleutnant zur See v. Schroeter den spanischen Frachter Castillo Montealegre (3972 BRT).

8.4.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erläßt eine Verordnung, wonach der Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend um ein halbes auf anderthalb Jahre verlängert wird.

Vor der ostafrikanischen Küste im Indischen Ozean versenkt U 843 unter Kapitänleutnant Herwatz) den britischen Frachter Nebraska (8261 BRT).

Zwischen Irland und Neufundland wird U 962 unter Oberleutnant zur See Liesberg von zwei britischen Kriegsschiffen versenkt. Keine Überlebenden der 50 Mann starken Besatzung.

Vor Pillau sinkt das deutsche U-Boot U 2 unter Oberleutnant zur See Schwarzkopf nach Kollision mit dem Fischerdampfer Heinrich Freese.

An der Perekop-Enge zur Krim und am Sivaz eröffnen die Sowjets eine Großoffensive gegen die deutsche 50. Inf. Division und die rumänische 10. Division. Das deutsche V. Armeekorps wird von der Halbinsel Kertsch von den Sowjets angegriffen zum Angriff auf die Krim an. Die Fronten werden mehrfach durchbrochen und der Rückzug eingeleitet.

8.4.1945
Jüdischen Häftlinge des deutschen Konzentrationslagers Buchenwald werden von den SS-Wachmannschaften vor den heranrückenden US-Streitkräften evakuiert und in das KZ Flossenbürg in der Oberpfalz überführt.

In der Nacht zum 9.4. werfen 440 RAF Bomber 1491 Tonnen Bomben auf die Hafenanlagen von Hamburg ab und versenken dabei vier deutsche U-Boote (U 2509, U 2514, U 2550 und U 3512 sowie 6 Handelsschiffe mit 8531 BRT.

Südwestlich Irland werden U 1001 unter Kapitänleutnant Blaudow(keine Überlebenden der 45 Mann Besatzung) und U 774 unter Kapitänleutnant Sausmikat (keine Überlebenden der 44 Mann Besatzung) durch britische U Jagdgruppen versenkt.

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