5. April . . .

Adam sündigt im Paradies, Luzifer im Himmel. 


 1167: Nachdem Kaiser Friedrich Barbarossa über die Stadt Salzburg die Reichsacht verhängt hat, weil Erzbischof Konrad II. von Babenberg die Herrschaft ohne seine Belehnung angetreten hat, wird sie von den kaisertreuen des Grafen von Plain niedergebrannt.

    1242: In der Schlacht auf dem Peipussee besiegen russische Truppen unter Führung des Nowgoroder Fürsten Alexander Jaroslawitsch Newski eine Einheit des Deutschen Ordens und des Schwertbrüderordens.


    1355: Karl IV. wird in Rom zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt. Gleichzeitig erfolgt auch die Krönung seiner Frau Anna von Schweidnitz zur Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.


    1539: geboren Georg Friedrich der Ältere, Markgraf von Brandenburg-Ansbach und Bayreuth, Herzog im Herzogtum Preußen
    1604: geboren Karl IV., Herzog von Lothringen


    1669: geboren Christian Nicolaus von Linger, preußischer General der Artillerie


    1691: geboren Ludwig VIII., Landgraf von Hessen-Darmstadt


    1705: Friedrich I., König in Preußen, lässt Schloss Lietzenburg sowie die angrenzende Siedlung in Charlottenburg umbenennen und verleiht dieser das Stadtrecht.


    1795: Preußen schließt im Ersten Koalitionskrieg mit Frankreich den Sonder-Frieden von Basel. Darin tritt es seine linksrheinischen Gebiete an Frankreich ab, erhält aber das Geheimversprechen, in einem eventuellen endgültigen Friedensvertrag rechtsrheinisch dafür entschädigt zu werden.


    1815: Mit dem königlich-preußischen Besitzergreifungspatent übernimmt der preußische König Friedrich Wilhelm III. auf dem Wiener Kongress die Herrschaft über die Rheinprovinz als Teil des Königreichs Preußen.


    1848: Der deutsche Entdecker und Naturforscher Ludwig Leichhardt bricht mit sechs Begleitern von Brisbane aus zu seiner letzten Australien-Expedition auf der Suche nach einem Landweg nach Perth auf, von der er nicht wiederkehren wird.


    1863: geboren Viktoria von Hessen-Darmstadt, Prinzessin von Hessen-Darmstadt


    1874: In Neudörfl beginnt, als vertrauliche Besprechung ausgegeben, der Gründungsparteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs. Richtungskämpfe lassen die Partei jedoch erst durch das Wirken Viktor Adlers ab dem Jahr 1889 entstehen.


    1945: von der SS hingerichtet: Karl Otto Koch, Lagerkommandant des KL Buchenwald


    1963: Die ARD beginnt mit der Ausstrahlung der Sendung Bericht aus Bonn, einer jeden Freitag gesendeten Schilderung politischer Themen aus der BRD-Bundeshauptstadt. In der ersten Sendung erklärt Bundeskanzler Konrad Adenauer: „Ich gehe im Herbst.“


5.4.1903
Der sich ausbreitende Bürgerkrieg in der Dominikanischen Republik veranlaßt deutsche, US-amerikanische,
italienische und niederländische Kriegsschiffe zur Landung im Hafen der Hauptstadt Santo Domingo.
Wie es offiziell heißt, verbleiben die Schiffe so lange dort, bis die Gefahr für die Konsulatsangehörigen in der Dominikanischen Republik vorüber ist.
Der Inselstaat vor den Toren der Vereinigten Staaten geriet in den vergangenen Jahren immer stärker in Abhängigkeiten von den USA.

5.4.1905
Der Landesausschuss von Elsaß-Lothringen genehmigt einen Antrag, wonach das Reichsland gleichberechtigt dem Deutschen Reich beitreten soll.
Im Hottentottenkrieg in Deutsch-Südwestafrika wird der Hottentottenführer Abraham Morris bei einem Rückzugsgefecht mit deutschen Truppen getötet.


5.4.1908
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet in Basel ihr erstes Länderspiel.
Dabei unterliegt sie der Schweizer Nationalelf mit 3:5.


5.4.1915
Westfront:
Nach dem Orte Drie Grachten, der sich
seit dem 3. April bis auf einzelne Häuser an dem Nordrande in unserem Besitz befindet,
suchten die Belgier Verstärkungen heranzuziehen; sie wurden jedoch durch unser Artilleriefeuer zurückgetrieben.
Ebenso verhinderte unser Artilleriefeuer französische Angriffsversuche im Argonner Walde.
Ein starker feindlicher Angriff gegen die Höhenstellung westlich Boureuilles (südlich von Varennes)
brach dicht vor unseren Hindernissen zusammen.


Deutsche Truppen beim Parademarsch durch Peronne

Französische Infanterievorstöße westlich von Pont-à-Mousson hatten keinen Erfolg,
dagegen brachten uns mehrere Minensprengungen Geländegewinn im Priesterwalde.

Ostfront: Ein russischer Angriff auf Mariampol wurde unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen.


5.4.1916
Der deutsche Heeresbericht gibt bekannt, daß im März an der Westfront bei 14 eigenen Verlusten 44 gegnerische Flugzeuge abgeschossen worden sind.

Vor dem Deutschen Reichstag erklärt Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg, Deutschland müsse
eine so starke Stellung in der Welt erhalten, dass niemand in die Versuchung käme, es anzugreifen.
Westfront:
Die Artilleriekämpfe in den Argonnen und im Maasgebiet dauern in unverminderter Heftigkeit fort. Die Lage ist nicht verändert.
Links der Maas hinderten wir die Franzosen an der Wiederbesetzung der Mühle nordöstlich von Haucourt.
In der Gegend der Feste Douaumont sind auch gestern vor unseren Linien südwestlich der Feste und unseren
Stellungen im Nordteile des Caillettewaldes wiederholte Gegenangriffe des Feindes blutig zusammengebrochen.
An der lothringischen und elsässischen Front führten unsere Truppen mehrere glückliche Patrouillenunternehmungen durch.
Ergebnis der Luftkämpfe an der Westfront im März:
Deutscher Verlust:
Im Luftkampf 7, durch Abschuss von der Erde 3, vermisst 4, im ganzen 14 Flugzeuge.

Französischer und englischer Verlust:
Im Luftkampf 38, durch Abschuss von der Erde 4, durch unfreiwillige Landung innerhalb unserer Linien 2, im ganzen 44 Flugzeuge.
25 dieser feindlichen Flugzeuge sind in unsere Hand gefallen.


5.4.1917
Westfront:
Der heftige Artilleriekampf zwischen Lens und Arras hielt auch gestern an.
Nördlich der Straße Péronne - Cambrai setzten nach mehrmals gescheiterten Vorstößen die Engländer abends zu
neuem Angriff starke Kräfte ein, denen unsere Truppen wieder erhebliche Verluste zufügten und dann auswichen.
Südwestlich von St. Quentin wirkte die französische Artillerie mehrere Stunden gegen von uns
nachts
geräumte Stellungen, die anschließend kampflos von der feindlichen Infanterie besetzt wurden.
Bei Laffaux wurde ein Vorstoß der Franzosen zurückgewiesen.
Unsere Batterien brachten ein Munitionslager bei Vendresse (nördlich der Aisne) zur Entzündung;
Erderschütterung und Knall wurden bis auf 40 Kilometer hinter der Front wahrgenommen.
Ein wirksam vorbereitetes und kraftvoll durchgeführtes Unternehmen nördlich von Reims ist gut gelungen;
wir brachten dem Feind eine blutige Schlappe bei und machten über 800 Gefangene.
Ostfront:
Südlich von Riga brachen unsere Stoßtrupps in die russische Stellung ein,
sprengten einige Unterstände und kehrten mit Gefangenen und Beute zurück.
Bei Czepiels, südlich von Brody, holten unsere Sturmtrupps bei einem Vorstoß 41 Gefangene und l Maschinengewehr aus den feindlichen Gräben.
Heeresgruppe Mackensen:
Auf dem rechten Sereth-Ufer bei Garleassa drangen Erkundungsabteilungen in einen russischen Stützpunkt
und kehrten mit 30 Gefangenen und 2 Minenwerfern in die eigenen Linien zurück.

5.4.1918
Deutsche Offiziere werden als Kriegsgefangene der Franzosen in der Schweiz interniert.
Regierungskommissionen aus Frankreich und dem Deutschen Reich hatten entsprechende Vereinbarungen getroffen
Westfront:
Wir griffen gestern südlich der Somme und zu beiden Seiten von Moreuil an und warfen den Feind aus seinen starken Stellungen.
Englische und französische Reserven stießen unseren Truppen entgegen. Ihr Ansturm zerschellte in unserem Feuer.
Nach hartem Ringen haben wir zwischen Somme und Luce-Bach Hamel sowie die Waldstücke nordöstlich
und südöstlich von Villers-Bretonneux, auf dem Westufer der Avre Castel und Mailly genommen.
Der Feind leistete auf der ganzen Front verzweifelten Widerstand.
Seine blutigen Verluste sind daher ungewöhnlich schwer.
Wir machten einige tausend Gefangene.
Nach beendeter Feststellung beträgt die Zahl der von der Armee des Generals v. Hutier
in der Zeit vom 21. bis 28. März eingebrachten Gefangenen 51.218, der eroberten Geschütze 729.
Damit ist die bisherige Gesamtbeute auf mehr als 90.000 Gefangene und über 1300 Geschütze gestiegen.

Zur Vergeltung für die seit einigen Tagen anhaltende Beschießung unserer
Unterkünfte in Laon durch die Franzosen haben wir Reims unter Feuer genommen.
In der Champagne und auf dem Ostufer der Maas brachten erfolgreiche Vorstöße Gefangene ein.
Vor Verdun blieb der tagsüber gesteigerte Feuerkampf auch während der Nacht lebhaft.
Osten:
In der Ukraine nahmen wir feindlichen Banden an der Bahnlinie Poltawa-Konstantinograd 28 mit
französischen Gewehren und Munition beladene Eisenbahnwagen und mehr als eine Million Artilleriegeschosse ab.
Im Dnjeprtale vordringende Truppen haben nach Kampf Jekaterinoslaw genommen.

Palästinafront:
Deutsche Truppen haben im Verein mit osmanischen Kräften englische nach Überschreiten des Jordans über Es-Salt und
auf Amman vorgedrungene Infanterie- und Kavallerie-Brigaden in mehrtägigem Kampf gegen den Jordan zurückgeworfen.


5.4.1919
Die deutsche Reichsregierung verhängt wegen der anhaltenden Streiks über das ganze Ruhrgebiet den verschärften Belagerungszustand.


5.4.1921
Die »Oppelner Nachrichten«, eine in Oberschlesien erscheinende deutsche Zeitung, werden von der Interalliierten Kommission
wegen eines Artikels über den polnischen Terror unter deutschen Einwohnern im Kreis Tarnowitz für vier Tage verboten.



5.4.1922
Reichspräsident Friedrich Ebert (MSPD) gibt öffentlich bekannt, dass sich die deutsche Regierung beim Völkerbund in Genf
in der umstrittenen Frage der Weichsel-Dörfer weiterhin zugunsten eines Anschlusses an das Deutsche Reich einsetzen werde.


5.4.1929
Das Genfer Protokoll zur Ächtung des Giftgaskrieges wird vom Deutschen Reich ratifiziert.


5.4.1933
Der Reichskommissar für das preußische Justizwesen, Hanns Kerrl (NSDAP),
gibt die Gründung eines Sonderdezernats zur Korruptionsbekämpfung bekannt.

Die Hitlerjugend besetzt die Berliner Geschäftsstelle des Reichsausschusses der deutschen Jugendverbände.
NSDAP-Reichsjugendführer Baldur von Schirach übernimmt die Leitung.


5.4.1934
Vor dem Sondergericht in Köln wird der pensionierte katholische Priester
Leonhard Jansen wegen böswilliger
Verleumdung
der Reichsregierung zu sechs Monaten Gefängnis und Überführung in eine geschlossene Anstalt verurteilt.Jansen hatte u.a. behauptet, 400 katholische Priester seien in Konzentrationslager gebracht worden.

In Stettin werden acht Kriminal-Angestellte und Beamte der Polizeiverwaltung
wegen Misshandlung
von Häftlingen zu Zuchthaus- und Gefängnisstrafen zwischen neun Monaten und 13 Jahren verurteilt.

In der Presse wird betont, dass der preußische Ministerpräsident und deutsche Reichsminister
der Luftfahrt,
Hermann Göring (NSDAP), persönlich die Anklageerhebung veranlasst habe.


5.4.1937
Die deutsche Reichsregierung überreicht in Pretoria eine Note, in der gegen das Verbot
nationalsozialistischer Betätigung im südafrikanischen Mandatsgebiet Südwestafrika protestiert wird.

Erstmals reagieren britische Kriegsschiffe, die vor der spanischen Küste von faschistischen Flugzeugen(Franco) bzw. Schiffen angegriffen werden, mit dem Beschuss der Angreifer.


5.4.1938
Im tschechoslowakischen Abgeordnetenhaus fordern die deutschen und tschechischen Sozialdemokraten für das sudetendeutsche Gebiet
Kredite für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in Höhe von 500 Millionen Kronen (rund 43,5 Millionen Reichsmark).


5.4.1939
Konstantin Freiherr von Neurath übernimmt in Prag die Geschäfte des Reichsprotektors von Böhmen und Mähren.

5.4.1940
Ein britisches Sabotageunternehmen zur Sperrung der Donau in der Nähe des Eisernen Tores
(Durchbruchstal des Stromes durch die Südkarpaten) scheitert an der deutschen Abwehr durch Kommandotrupps der Brandenburger



5.4.1941
U 76 unter Oberleutnant zur See
v. Hippel wird gegen Morgen im Nordatlantik durch britische Kriegsschiffe versenkt.

Östlich von Aberdeen versenken deutsche Bomber die britischen Trawler "Rattray Head" (496 BRT) und "St. Clement" (450 BRT).

U 105 unter Kapitänleutnant
Schewe versenkt vor Freetown das britische Handelsschiff "Ena de Larrininga" (5.200 BRT).


5.4.1942
In seiner Weisung Nr. 41 zur Kriegführung ordnet der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler
für den Sommer im Südabschnitt der Ostfront den Vorstoß zum Kaukasus an.

In der Nacht zum 6. April wird Köln das Ziel schwerer britischer Luftangriffe.


Thorn 1942
In der zum Reichsgau Danzig-Westpreußen gehörenden deutschen Stadt Thorn wird als erste Oper im neu eröffneten
Theater »Der Rosenkavalier« von
Richard Strauss in einer Aufführung der Berliner Staatsoper gegeben.


5.4.1943
Angesichts sehr hoher Verluste stellt die Rote Armee ihre Angriffe gegen den von deutschen Truppen gehaltenen Kuban-Brückenkopf ein.

Ein schwerer Bombenangriff der US-Luftwaffe auf die belgische Stadt Antwerpen fordert 2.130 Menschenleben,
600 Zivilisten werden verletzt..



U 563 unter Kapitänleutnant
G. v. Hartmann torpediert im Nordatlantik während einer
Konvoi-Schlacht den US-Tanker "Sunoil" (9.005 BRT), der später von U 530 versenkt wird.
Am Nachmittag greift U 706 unter Kapitänleutnant v. Zitzewitz
den gleichen Konvoi an und versenkt den Tanker "British Ardour" (7.124 BRT).

U 635 unter Oberleutnant zur See
Eckelmann wird am Konvoi durch einen britischen Luftangriff versenkt.

577 RAF-Terror-Bomber greifen nachts Kiel an.
Brennende Köder-Feuerstellen lenken den Angriff ab, 12 Bomber werden abgeschossen.

48 deutsche Bomber verseuchen die Themse-Mündung mit Minen.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erklärt die Arbeiten an einer Breitspureisenbahn für kriegswichtig.


5.4.1944
Die Alliierten beginnen von Italien aus mit einer Luft-Offensive gegen das rumänische
Erdöl-Gebiet Ploiesti und die deutschen Nachschub- und Verkehrslinien in Rumänien.




Die Sowjets kämpfen sich nach Wien hinein

5.4.1945
Einheiten der der Roten Armee erreichen die Stadtgrenze von Wien.
Die deutschen V 2-Raketenangriffe auf Ziele in Belgien und Großbritannien werden eingestellt.

Vor der britischen Ostküste versenkt U 2321 unter Oberleutnant zur See
Barschkies
bei St.Abb’s Head den britischen Frachter "Gasray" (1.406 BRT).

U 242 unter Oberleutnant zur See
Riedel läuft auf einer Mine im St. Georgs-Kanal und geht verloren. Keine Überlebenden der 44 Mann starken Besatzung.
[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 05.04.09 9:24 ]

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