4. April . . .

   Auf Gottes Gnad', der Welt zum Trutz, trau' ich allzeit, er ist mein Schutz


1251: Mechthild von Baden heiratet Ulrich I., Graf von Württemberg. Die Hochzeit ist für die territoriale Entwicklung Württembergs und Markgrafschaft Badens von großer Bedeutung. Unter anderem kommt die spätere Hauptstadt Stuttgart zu Württemberg.

    1521: Martin Luther verlässt Wittenberg und reist unter dem Jubel des Volkes zum Reichstag nach Worms.


    1707: geboren Hans Karl von Winterfeldt, preußischer General und Freund Friedrichs II.


    1898: geboren Theodor Habicht, 1937–1938 Oberbürgermeister von Wittenberg und 1939 von Koblenz


    1900: geboren Waldemar Klingelhöfer, deutsches Mitglied der Freikorps, SS, SD


    1900: Der belgische Sozialist Jean-Baptiste Sipido verübt aus Protest gegen den Burenkrieg auf dem Brüsseler Hauptbahnhof auf Albert Eduard ein Schußattentat, das jedoch misslingt. Der Attentäter wird in der Folge wegen seines jugendlichen Alters freigesprochen, was zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Belgien und Großbritannien führt.


    1904: geboren Käthe von Nagy, ungarische Schauspielerin


    1925: Im Auftrag von Adolf Hitler gründet Julius Schreck einen Saal-Schutz (SS) für Veranstaltungen der NSDAP, der später den Namen Schutzstaffel erhält. Diese paramilitärische Organisation besteht vorläufig nur aus acht Mann, wird jedoch rasch ausgebaut.


    1945: Für Ungarn enden mit dem Einmarsch sowjetischer Truppen die Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg. Ungarische Truppen kämpfen an anderen Fronten teilweise allerdings noch weiter.


    1945: Die thüringische Kleinstadt Nordhausen wird bei einem anglo-amerikanischen Terrorangriff zu zwei Dritteln zerstört. Über 8.800 Menschen kommen dabei ums Leben.

 
    1958: gestorben Franz Eccard von Bentivegni, deutscher General


    1966: gestorben Alfred Naujocks, deutscher Nationalsozialist


    1994: gestorben Kurt Meisel, deutscher Schauspieler und Regisseur aus Österreich


    2008: gestorben Kevin Plum, Sympathisant der NPD, von Libanesen erstochen


4.4.1904
Auf dem 13. deutschen Turnertag in Berlin werden die Konflikte um die antisemitische Haltung der österreichischen Turnvereine durch einen Kompromiß überdeckt.

Bei einem Autounfall wird Prinz Friedrich Leopold von Preußen leicht verletzt. Ein Pferd, das mit seinem Wagen durchgegangen ist, rammt das prinzliche Auto, wobei die Deichsel des Wagens die Autowand durchbohrt. Der kaiserliche Anverwandte erleidet leichte Quetschungen.

4.4.1911
Im Großherzogtum Hessen wird das Pluralwahlrecht mit einer Zweitstimme für Männer ab 50 eingeführt, die dadurch bevorzugt werden.
In Metz, der Hauptstadt des deutschen Regierungsbezirks Lothringen, werden Mitglieder des profranzösischen Sportvereins »Lorraine sportive« wegen antideutscher Delikte zu Freiheitsstrafen von sechs Wochen bis zu sechs Monaten verurteilt.

4.4.1915
Die Deutsche Reichsregierung protestiert bei der US-amerikanischen Regierung gegen die Waffenlieferungen der USA an die Alliierten, die nicht mit der Neutralität des Landes vereinbar seien.
Westfront: Am Yserkanal südlich Dixmuiden besetzten unsere Truppen den von Belgiern besetzten Ort Drie Grachten auf dem westlichen Ufer.
Im Priesterwalde wurden mehrere französische Vorstöße abgewiesen.
Ostfront: Russische Angriffe in Gegend Augustow wurden zurückgeschlagen.


4.4.1916
König Ludwig IlI. von Bayern ordnet eine Neu-Uniformierung des bayerischen Heeres an. Statt der bisherigen blauen Uniformen werden feldgraue eingeführt.

Westfront: Südlich von St. Eloi haben sich die Engländer nach starker Feuervorbereitung in Besitz des ihnen am 28. März genommenen Sprengtrichters gesetzt.
In der Gegend der Feste Douaumont haben unsere Truppen am 2. April südwestlich und südlich der Feste, sowie im Caillettewalde starke französische Verteidigungsanlagen in erbittertem Kampfe genommen und in den eroberten Stellungen alle bis in die letzte Nacht fortgesetzten Gegenangriffe des Feindes abgewiesen. Mit besonderem Krafteinsatz und mit außerordentlich schweren Opfern stürmten die Franzosen immer wieder gegen die im Caillettewalde verlorenen Verteidigungsanlagen vergebens an. Bei unserem Angriff am 2. April sind an unverwundeten Gefangenen 19 Offiziere, 745 Mann, an Beute 8 Maschinengewehre eingebracht worden.

Ostfront: Die feindliche Artillerie zeigte nur nördlich von Widsy sowie zwischen Narocz- und Wisniewsee lebhaftere Tätigkeit.

4.4.1917

Westfront: Von Lens bis Arras war auch gestern der Feuerkampf lebhaft. Westlich von St. Quentin und zwischen Somme und Oise setzten die Franzosen ihre heftigen Erkundungsangriffe fort. Mit blutigen Opfern erkauften sie Boden, der von uns schrittweise preisgegeben wurde.



Bei Laffaux, an der von Soissons nach Nordosten führenden Straße, scheiterten nach starkem Feuer einsetzende französische Vorstöße.
In und bei Reims erkannte Batterien, Befestigungsarbeiten und Verkehr wurden von uns unter Feuer genommen.
Neun feindliche Flugzeuge und zwei Fesselballons sind von unseren Fliegern abgeschossen worden.

Ostfront: Zwischen Meer und Pripjet war die Artillerietätigkeit in mehreren Abschnitten rege.
Am mittleren Stochod wurde der von den Russen auf dem Westufer gehaltene Brückenkopf von Toboly von unseren Truppen, denen beträchtliche Beute in die Hand fiel, genommen.
Beiderseits der Bahn Zloszow-Tarnopol steigerte sich zeitweilig der Geschützkampf.
Mazedonische Front:
Geringe Gefechtstätigkeit. Unsere Fliegergeschwader bewarfen Bahnhof Vertekop ausgiebig mit Bomben. Dadurch entstandene Brände wurden durch Lichtbild festgelegt.

4.4.1918
Westfront: An der Schlachtfront lebte die Gefechtstätigkeit südlich von der Somme auf. Überraschend und nach starker Artillerievorbereitung versuchte der Feind am frühen Morgen und am Nachmittage viermal vergeblich die ihm entrissene Höhe südwestlich von Moreuil wiederzugewinnen. Unter schweren Verlusten brachen seine Angriffe zusammen.
Vor Verdun und am Parroy-Walde vielfach lebhafter Feuerkampf.

Osten: Im Einvernehmen mit der finnischen Regierung haben deutsche Truppen auf dem finnischen Festlande Fuß gefaßt.


4.4.1919
Der gemeinsame Landtag der beiden Freistaaten Reuß jüngere Linie und Reuß ältere Linie beschließt die Verschmelzung der Freistaaten zum Volksstaat Reuß mit Hauptstadt Gera. Der Landtag führt nach der Annahme der provisorischen Verfassung die Bezeichnung Volksrat.

Der deutsche Reichsminister ohne Geschäftsbereich Matthias Erzberger (Zentrum) und der französische Marschall Ferdinand Foch unterzeichnen in Spa in Belgien das Abkommen über den Durchzug polnischer Truppen durch das Deutsche Reich. Ab Mitte April werden zwei Monate lang polnische Truppen von Westen über Koblenz, Gießen und Kassel sowie über Frankfurt am Main, Bebra, Erfurt und Leipzig in ihre Heimat zurückziehen.

4.4.1922
Der deutsche Physiker Albert Einstein hält vor dem Collège de France in Paris eine Vorlesungsreihe über die Relativitätstheorie.

4.4.1925
Auf eine Anfrage teilt das preußische Justizministerium mit, daß z. Z. 474 politische Gefangene in Preußen ihre Haftstrafen verbüßen.

4.4.1929
Der Landtag von Schaumburg-Lippe beschließt die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Preußen über einen Anschluß des Freistaates.

Der Automobilpionier Carl Benz stirbt im Alter von 84 Jahren in Ladenburg bei Heidelberg.

4.4.1932
Die deutsche Reichsregierung stellt zur Stützung der vor dem Bankrott stehenden Bank für Haus- und Grundbesitz in Breslau eine Million RM zur Verfügung.

4.4.1933
Aufgrund einer Verordnung von Reichsinnenminister Wilhelm Frick (NSDAP) benötigen deutsche Reichsangehörige künftig für jeden Grenzübertritt einen Sichtvermerk.

Vertreter der deutschen Landwirtschaft bilden in Berlin die Reichsführerschaft des deutschen Bauernstandes unter Vorsitz von Richard Walther Darre (NSDAP).

Der Langnam-Verein, der Interessenverband der westfälischen Schwerindustrie, und der Wirtschaftsbeirat West der NSDAP bilden einen Führerkreis unter Leitung des Düsseldorfer NSDAP-Gauwirtschaftsberaters Joseph Klein.

Das Reichsgesetz über Betriebsvertretungen und
wirtschaftliche Vereinigungen setzt die Betriebsratswahlen bis zum 30. September 1933 aus, schmälert die Rechte der Gewerkschaften und erlaubt die Kündigung wegen des »Verdachts staatsfeindlicher Einstellung«.

Die Reichsregierung verkündet das Gesetz zur Abwehr politischer Gewalttaten, das u.a. die Brandstiftung öffentlicher Gebäude mit dem Tod bedroht.

Nachdem bereits am 1. April ein Betätigungsverbot für jüdische Notare ergangen ist, erläßt der Reichskommissar für das preußische Justizwesen, Hanns Kerrl (NSDAP), ein Vertretungsverbot für jüdische Rechtsanwälte in Preußen.

4.4.1936
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet per Geheimerlaß die verstärkte »Wehrhaftmachung« des Deutschen Reiches an. Reichsminister Hermann Göring wird zum Beauftragten für alle Rohstoff- und Devisenfragen ernannt.
Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt beginnt ihre erste Reichssammlung des Jahres 1936.

4.4.1938
In Wien spricht Reichswirtschaftsminister Walther Funk mit österreichischen Wirtschaftsführern und nennt als wichtigstes Ziel die Lösung der Abhängigkeit von ausländischen Importen. Einer grundlegenden Neuordnung bedürfe auch der österreichische Kapitalmarkt.

Im Land Österreich treten neue Gebührensätze für Briefe und Postkarten in Kraft. Ein Brief im Fernverkehr bis 20 g kostet nunmehr zwölf Reichspfennig bzw. 18 Groschen, eine Postkarte im Fernverkehr sechs Reichspfennig bzw. neun Groschen.

4.4.1940
Der deutsche Fischdampfer Friesland (247 BRT ) wird vor Norwegen vom britischen Kreuzer Birmingham und zwei Zerstörern aufgebracht.

4.4.1941
Einheiten des Deutschen Afrika-Korps nehmen die nordafrikanische Stadt Bengasi ein, die bisher von britischen Truppen besetzt war.

Der Arzt Fritz Mennecke, der im Konzentrationslager Sachsenhausen tätig ist, berichtet in Briefen über »Untersuchungen« von »invaliden Häftlingen«, die zu »Sonderbehandlungen« vorgesehen sind.

Eine Sachbearbeiterin der Reichsfrauenführung erklärt vor Pressevertretern in Berlin, daß in diesen Tagen rund 300 000 schulentlassene Mädchen das sog. Pflichtjahr angetreten haben, in dem sie zu haus- und landwirtschaftlichen Arbeiten eingesetzt werden.

In Berlin wird der Propagandafilm »Ohm Krüger« über das Leben eines burischen Freiheitskämpfers gegen die britische Vorherrschaft in Südafrika uraufgeführt.

An der Reichsautobahn München–Berlin wird bei Halle an der Saale die erste Truppenerfrischungsstelle eingeweiht; hier werden nur Soldaten verpflegt, die im Dienst auf dieser Strecke unterwegs sind.

U 76 unter Oberleutnant zur See v. Hippel versenkt aus einem Konvoi im Nordatlantik die Athenic (5351 BRT)
U 97 unter Kapitänleutnant Heilmann versenkt den britischen Tanker Conus (8132 BRT)


der versenkte britische Hilskreuzer Voltaire
Der deutsche Hilfskreuzer Schiff Thor unter Kapitän zur See Kähler versenkt im Mittelatlantik im Artillerieduell den britischen Hilfskreuzer Voltaire (13.301 BRT) und rettet 197 Überlebende.

Vor Freetown versenkt U 124 unter Kapitänleutnant Schulz den britischen Frachter Marlene (6507 BRT).

4.4.1942
Das deutsche I. Fliegerkorps beginnt mit der Bombardierung von Flakstellungen und Hafenanlagen in der von deutschen Truppen eingeschlossenen sowjetischen Stadt Leningrad. Mehrere sowjetische Kriegsschiffe werden zum Teil schwer beschädigt.


4.4.1943


Ein britischer Angriff auf die Renault-Werke in Billancourt bei Paris fordert 228 Menschenleben , 500 Personen werden verletzt .


Die US-Luftwaffe greift die süd-italienische Stadt Neapel an; 221 Menschen kommen ums Leben.


U 635 unter Oberleutnant zur See Eckelmann und U 630 unter Oberleutnant zur See Winkler versenken aus einem Konvoi im Nordatlantik die britischen Frachter Shillong (5529 BRT) und Waroonga (9365 BRT) und U 229 unter Oberleutnant zur See Schetelig den schwedischen Frachter Vaalaren (3406 BRT).

Britische Bomber versenken vor Norwegen bei Kristiansund den deutschen U-Bootversorger Altair (7258 BRT) und bei Stavanger den deutschen Frachter Patria (3845 BRT)


Das zerstörte Karlsruhe 1945


4.4.1945
Die französische 1. Armee unter dem Befehl von General Jean de Lattre de Tassigny
besetzt auf ihrem Vormarsch in Süddeutschland Karlsruhe.

Die slowakische Hauptstadt Preßburg wird von der Roten Armee besetzt.

Die letzten deutschen Truppen ziehen sich von ungarischem Territorium in das Gau Niederdonau zurück.

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 04.04.09 10:30 ]

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