2. April . . .

   748: geboren Karl der Große, ab 768 König der Franken, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs

    1335: gestorben Heinrich von Kärnten, Herzog von Kärnten, Graf von Tirol, König von Böhmen und Polen


    1547: Graf Anton I. von Oldenburg verleibt die eroberte Burg und Grafschaft Delmenhorst seinem Besitz ein. Der vom Bischof von Münster gehaltene Ort gehörte früher bereits zu Oldenburg.


    1657: gestorben Ferdinand III., deutscher Kaiser


    1665: geboren Christoph I. von Dohna-Schlodien, brandenburgisch-preußischer General


    1798: geboren August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, deutscher Lyriker


    1814: geboren Hermann von Dechend, erster deutscher Reichsbankpräsident


    1805: geboren Hans Christian Andersen, dänischer Schriftsteller


    1841: gestorben Gustav von Rauch, preußischer General und Kriegsminister


    1848: Im Zuge der Deutschen Revolution hebt der Deutsche Bundestag die Karlsbader Beschlüsse von 1819 gegen liberale Bestrebungen auf.


    1880: geboren Georg Franz Josef von Bayern, Prinz von Bayern


    1894: geboren Richard Drauz, deutscher NSDAP-Kreisleiter



    1917: geboren Maria Holst, deutsche Theater- und Filmschauspielerin aus Österreich


    1920: Die Reichswehr marschiert im Ruhrgebiet ein, um den Ruhraufstand der kommunistischen Roten Ruhrarmee zu beenden


    1953: gestorben Hugo Sperrle, deutscher Generalfeldmarschall im Dritten Reich


    1972: gestorben Franz Halder, General der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg



2.4.1901
Der deutsche Reichskanzler Bernhard von Bülow kommt in Verona zu einer Unterredung mit dem neuen italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Zanardelli zusammen. In der italienischen Presse wird in diesem Zusammenhang eine Verbesserung der politischen Beziehungen zwischen Italien und Frankreich konstatiert, die auch in der russischen Presse begrüßt wird. Italien bildet zusammen mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn den sog. Dreibund, Frankreich und Rußland dagegen schlossen den sog. Zweibund.

2.4.1903
Der Deutsche Kaiser Wilhelm II., der von der Dichtergruppe »Das jüngste Elsaß« unterstützt wurde, trifft zu einem viertägigen Besuch König Christians IX. von Dänemark in Kopenhagen ein.

2.4.1906
Kaiser Wilhelm II. führt das 11. Husarenregiment in die neue Garnison Krefeld und überreicht dort den deutschen Rettungsmannschaften, die beim Bergwerksunglück im französischen Courrières eingesetzt worden waren, Auszeichnungen.

2.4.1907
In den Landschaften Ungoni und Mahenge in der Kolonie Deutsch-Ostafrika bricht eine Hungersnot aus. Nach Angaben der Behörden handelt es sich dabei um eine Spätfolge des 1906 niedergeschlagenen Eingeborenenaufstands. Die Behörden verteilen Lebensmittel.

2.4.1913
Im elsässischen Straßburg verbieten die deutschen Behörden die Verbreitung der Pariser Zeitung »Le matin« wegen angeblich deutschfeindlicher Tendenzen.

2.4.1915
Westfront: Zwischen Maas und Mosel fanden heftige Artilleriekämpfe statt. Die Infanteriekämpfe in und am Priesterwalde wurden fortgesetzt und dauerten die Nacht hindurch an. Westlich des Priesterwaldes brach der französische Angriff in unserem Feuer zusammen. Im Gegenangriff brachten wir dem Feinde schwere Verluste bei und warfen ihn in seine alten Stellungen zurück. Nur im Walde sitzen die Franzosen noch in zwei Blockhäusern unserer vordersten Stellungen.

2.4.1916


Luftaufnahme des Fort Vaux bei Verdun
Westfront: Bei Fay (südlich der Somme) kam ein nach kurzer Artillerievorbereitung angesetzter feindlicher Angriff in unserem Feuer nicht zur Entwicklung.
Durch die Beschießung von Betheniville (östlich von Reims) verursachten die Franzosen unter ihren Landsleuten erhebliche Verluste; 3 Frauen und 1 Kind wurden getötet, 5 Männer, 4 Frauen und 1 Kind sind schwer verletzt.
Im Anschluß an die am 30. März genommenen Stellungen wurden die französischen Gräben nordöstlich von Haucourt in einer Ausdehnung von etwa 1000 Meter vom Feinde gesäubert.
Auf dem östlichen Maasufer haben sich unsere Truppen am 31. März nach sorgfältiger Vorbereitung in den Besitz der feindlichen Verteidigungs- und Flankierungsanlagen nordwestlich und westlich des Dorfes Vaux gesetzt. Nachdem in diesem Abschnitt das französische Feuer heute gegen Morgen zur größten Kraft gesteigert war, erfolgte der erwartete Gegenangriff. Er brach in unserem Maschinengewehr- und dem Sperrfeuer unserer Artillerie völlig zusammen. Abgesehen von seinen schweren blutigen Verlusten hat der Gegner bei unserem Angriff am 31. März an unverwundeten Gefangenen 11 Offiziere, 720 Mann in deutscher Hand lassen müssen und 5 Maschinengewehre verloren.
Die beiderseits sehr lebhafte Fliegertätigkeit hat zu zahlreichen für uns glücklichen Luftgefechten geführt. Außer vier jenseits unserer Front heruntergeholten feindlichen Flugzeugen wurde bei Hollebeke (nordwestlich von Werwicq) ein englischer Doppeldecker abgeschossen, dessen Insassen gefangen genommen sind. Oberleutnant Berthold hat hierbei das vierte gegnerische Flugzeug außer Gefecht gesetzt.
Außerdem wurde durch einen Volltreffer unserer Abwehrgeschütze südwestlich von Lens ein feindliches Flugzeug brennend zum Absturz gebracht. Der mit Truppen stark belebte Ort Dombasle-en-Argonne (westlich von Verdun) und der Flugplatz Fontaine (östlich von Belfort) wurden ausgiebig mit Bomben belegt.
Ostfront: An der Front östlich von Baranowitschi war die Gefechtstätigkeit reger als bisher.


2.4.1917
Der US-amerikanische Präsident Thomas Woodrow Wilson fordert den Kongreß in Washington auf, dem Deutschen Reich den Krieg zu erklären. Senat und Kongreß stimmen der Kriegserklärung zu.
Westfront: Zwischen Arras und Aisne haben sich gestern und erneut heute morgen Gefechte entsponnen, vornehmlich zwischen den von Bapaume auf Croisilles und Cambrai führenden Straßen sowie auf beiden Somme-Ufern westlich von St. Quentin.
Engländer wie Franzosen setzten starke Kräfte ein, die infolge unserer Artilleriewirkung mehrfach zurückfluteten und nur unter erheblicher Einbuße, auch von 50 Gefangenen und einigen Maschinengewehren, unseren befehlsgemäß ausweichenden Truppen Boden abgewannen.
Auch zu beiden Seiten des Oise-Aisne-Kanals und auf der Hochfläche von Vregny kamen französische Angriffe in der vollen Wirkung unserer mit dem Gelände bis ins einzelne vertrauten Batterien nur verlustreich und wenig vorwärts.
In der Champagne hielt das Vernichtungsfeuer unserer Artillerie gegen die Bereitstellungsgräben einen Angriff der Franzosen gegen die Höhen südlich von Ripont nieder

Ostfront: An der Düna wurde ein russischer Vorstoß durch Feuer vereitelt. Westlich von Luck holten bei Swinjuchy unsere Sturmtrupps mehrere Gefangene aus den feindlichen Gräben.
An der Ludowa in den Waldkarpathen zerstörten unsere Erkunder bei einer ihrer zahlreichen Streifen ein vom Feinde angelegtes Tretminenfeld durch Sprengung. Gegen die Grenzhöhen zu beiden Seiten des Uz-Tales setzten die Russen nach starker Artilleriewirkung zu einem Angriff in 7 Kilometer Breite an. Ihre Sturmwellen brachen in unserem Feuer, an einer Stelle im Nahkampf, zusammen. Kleinere Vorstöße seitlich des Hauptangriffs scheiterten gleichfalls.
Mazedonische Front:
In der Seenenge blieb ein feindlicher Erkundungsvorstoß ergebnislos.
Südwestlich des Dojransees drang ein Sturmtrupp in die englische Stellung, machte einen Teil der Besatzung nieder und kehrte mit mehreren Gefangenen zurück.


2.4.1918 Der österreichisch-ungarische Außenminister Ottokar Graf Czernin von und zu Chudenitz teilt vor dem Wiener Gemeinderat mit, der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau habe Friedensverhandlungen mit Österreich-Ungarn aufnehmen wollen. Diese seien jedoch an der österreichischen Weigerung, Elsaß-Lothringen als französischen Gebietsanspruch anzuerkennen, gescheitert.
Westfront: An der Schlachtfront blieb die Lage unverändert. Gegenangriffe, die der Feind bei Hébuterne und mit besonderer Zähigkeit gegen die von uns genommenen Höhen zwischen dem Luce-Bach und der Avre führte, brachen unter schweren Verlusten zusammen. Kleinere Infanteriekämpfe zwischen Avre und Oise.


zerstampftes Schlachtfeld an der Westfront und einen abgeschossenen englischen Mark V Tank

Die Franzosen setzten die Beschießung von Laon fort. Zahlreiche Einwohner fielen ihr zum Opfer.
Erkundungsgefechte auf dem Ostufer der Maas bei Haudromont und südöstlich von Thann brachten Gefangene ein.
Gestern wurden 22 feindliche Flugzeuge und 5 Fesselballone abgeschossen. Leutnant Kroll errang seinen 23. Luftsieg.
Bei tatkräftiger Durchführung der Fernaufklärung von der Küste bis südlich von der Somme hat die Fliegerabteilung 3 unter Führung des Oberleutnants Fricke Außergewöhnliches geleistet.

2.4.1919
Die deutsche Völkerrechtskommission bestätigt das Todesurteil, das am 27. April 1916 an dem britischen Kapitän Charles Fryatt vollstreckt worden war. Fryatt, der nicht der britischen Marine angehörte, war für schuldig befunden worden, am 28. März 1915 mit seinem Dampfer »Brussels« einen Rammversuch gegen das deutsche U-Boot »U 35« unternommen zu haben.

2.4.1920
Die Reichswehr beginnt mit ihrem Einmarsch ins aufständische Ruhrgebiet. Nach Angaben der Reichsregierung hat sie »volle Freiheit des Handelns, zu tun, was die Lage gebietet«, um die Rote Ruhrarmee aufzulösen

2.4.1921
Die Reparationskommission in Paris bewilligt die Errichtung einer Zollgrenze im Rheinland, wo seit März Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort von den Alliierten besetzt sind.

2.4.1923
Um die auf Halde lagernde Kohle abzutransportieren, besetzen die Franzosen mit großem militärischem Aufgebot zwei staatliche Zechen in Buer (Gelsenkirchen) und eine private Zeche in Recklinghausen. Bis zum 11. April werden insgesamt 22 Zechen besetzt

2.4.1929
Die Länder Preußen, Bayern, Hessen, Baden und Oldenburg übergeben dem Reichstag in Berlin eine Denkschrift über die Situation in den westlichen Grenzgebieten. Sie drängen auf eine Räumung der noch von alliierten Truppen besetzten Rheinlandzonen.

2.4.1932
Der Umtausch von Reichsmark in Devisen wird auf Anordnung der Reichsdevisenbewirtschaftungsstelle künftig nur für Auslandsreisen und in einer Höhe von bis zu 200 RM gestattet.

2.4.1937
Die Südafrikanische Union, der die ehemals deutsche Kolonie Südwestafrika als Völkerbundsmandat unterstellt ist, veröffentlicht eine Verordnung gegen jede nationalsozialistische Betätigung in Südwestafrika.

2.4.1940
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler setzt in einer Konferenz mit den Oberbefehlshabern der drei Wehrmachtsteile (Heer, Marine, Luftwaffe) den Beginn der Operation »Weserübung« (Besetzung Dänemarks und Norwegens) auf den 9. April fest.

2.4.1941
Das Deutsche Afrika-Korps erobert in Nordafrika das von den Briten besetzte Adschdabija und stößt weiter in Richtung Bengasi vor.
Die Heinkel He 280, das erste mit zwei Strahltriebwerken ausgerüstete Flugzeug, unternimmt ihren Jungfernflug.

Bei einem erfolgreichen Rudelangriff deutscher U Boote auf einen Konvoi im Nordatlantik versenkt U 46 unter Oberleutnant zur See Endraß den britischen Motortanker British Reliance (7000 BRT),


Kapitänleutnant Helmut Rosenbaum

U 73 unter Kapitänleutnant Rosenbaum die zuvor von U 46 torpedierte Alderpool (4313 BRT), die britische Westpool (5724 BRT), die belgische Indier (5409 BRT) und den britischen Tanker British Viscount (6895 BRT). U 74 unter Kapitänleutnant Kentrat versenkt die griechische Leonidas Z. Cambanis (4274 BRT) und torpediert außerdem den Hilfskreuzer Worcestershire (11.402 BRT). U 69 unter Kapitänleutnant Metzler torpediert die britische Thirlby (4887 BRT).

U 48 unter Kapitänleutnant Schultze kann noch den einzelfahrenden britischen Tanker Beaverdale (9957 BRT) im Nordatlantik versenken.


2.4.1942
Mit zunehmend heftigeren Luftangriffen versucht das deutsche II. Fliegerkorps, die britische Inselfestung Malta »sturmreif« zu schießen.

In einem Erlaß über die »Strafvollstreckung im Kriege« innerhalb der Wehrmacht ordnet der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Aufstellung von »Feldstrafgefangenenabteilungen« an, die an besonders gefährlichen Frontabschnitten eingesetzt werden sollen.

Deutsche Bomber vernichten im Schwarzen Meer den auf Strand gesetzten sowjetischen Kreuzer Chervona Ukraina durch Bombentreffer endgültig.

2.4.1943
Die britische Luftwaffe bombardiert in der Nacht zum 3. April die französischen Städte Saint-Nazaire und Lorient.

Der deutsche Blockadebrecher Regensburg muß sich im Nordatlantik in der Dänemarkstraße vor dem britischen Kreuzer Glasgow selbstversenken. Die Glasgow rettet nur 6 Überlebende.


die von U 129 versenkte Melbourne Star


Korvettenkapitän Hans-Ludwig Witt
U 129 unter Korvettenkapitän Witt versenkt westlich Florida die britische Melbourne Star (12.806 BRT).

U 124 unter Kapitänleutnant J. Mohr versenkt vor freetown(Westafrika) die britischen Frachter Katha (4357 BRT) und Gogra (5190 BRT), wird aber danach selbst von zwei britischen Kriegsschiffen versenkt.


Gefallen fürs Vaterland: Kapitänleutnant Johann Mohr und seine 53 Mann starke Besatzung

2.4.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erläßt den »Operationsbefehl Nr. 7«: »Die russische Offensive im Süden der Ostfront hat ihren Höhepunkt überschritten ... Es ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, das russische Vorgehen endgültig zum Stehen zu bringen.«

2.4.1945


SS-Obergruppenführer Sepp Dietrich
SS-Obergruppenführer Sepp Dietrich übernimmt die Leitung der Verteidigung der österreichischen Hauptstadt Wien gegen die Rote Armee. Der Gauleiter der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), Baldur von Schirach, erklärt die Stadt zum Verteidigungsgebiet.
[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 02.04.08 17:39 ]

Kommentare