13. April . . .

 1180: Kaiser Friedrich I. verteilt beim Hoftag in Gelnhausen die Besitzungen des geächteten Heinrich des Löwen. Das Herzogtum Westfalen-Engern geht an den Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg, den östlichen Teil erhält der Askanier Bernhard III. von Sachsen.

    1759: In der Schlacht bei Bergen nahe Frankfurt am Main versuchen preußische Truppen im Siebenjährigen Krieg dreimal vergebens französische Stellungen zu erobern. Herzog Ferdinand von Braunschweig bricht den Angriff schließlich ab.


    1784: geboren Friedrich von Wrangel, preußischer General. Nach ihm wird der Wrangelturm in Königsberg benannt.


    1793: gestorben Maria Viktoria Pauline von Aremberg, Markgräfin von Baden-Baden


    1838: geboren Wilhelm von Specht, preußischer Generalmajor


    1848: Der beginnende Heckerzug hat das Ziel, sich unterwegs mit Einheiten unter Georg Herwegh zu vereinen, um dann die Ideen der Märzrevolution in Baden durchzusetzen.


    1895: geboren Maximilian Eugen von Österreich, österreichischer Erzherzog


    1897: geboren Werner Voss, deutsches Fliegeras


    1919: Der Freistaat Baden hält die erste Volksabstimmung in Deutschland ab, bei der die am 21. März vom Landtag beschlossene neue badische Verfassung mit großer Mehrheit angenommen wird.


    1932: Der deutsche Innen- und Wehrminister Wilhelm Groener verfügt mit Rückendeckung von Reichskanzler Heinrich Brüning ein Verbot der nationalsozialistischen Organisationen SA und SS.


    1943: Der Großdeutsche Rundfunk meldet, dass bei Smolensk Massengräber mit polnischen Offizieren aufgefunden worden sind. In der Folgezeit leugnet die Sowjetunion jahrzehntelang hartnäckig die Verantwortung für das Massaker von Katyn und schiebt es auf Deutschland.


    1953: CIA-Direktor Allen Welsh Dulles befiehlt den Start des geheimen Projekts MKULTRA zur Bewusstseinskontrolle, das auch Menschenversuche einschließt. Es löst damit die Operation Artischocke ab.


    1955: gestorben Sybille Schmitz, deutsche Schauspielerin


    1957: gestorben Richard Markert, NSDAP- und NDPD-Politiker und Bremer Bürgermeister.


    1964: gestorben Veit Harlan, deutscher Schauspieler und Regisseur



13.4.1905
Im Dresdner Elektrizitätswerk wird im Beisein von König Friedrich August III. von Sachsen
die Station für drahtlose Telegrafie der Strecke Dresden - Berlin eröffnet.


13.4.1906
Kaiser Wilhelm II. übermittelt dem österreichisch-ungarischen Außenminister Agenor Maria Adam Graf Goluchowski telegrafisch
»aufrichtigen Dank« für die Unterstützung, die die Donaumonarchie den deutschen Forderungen auf der Algeciraskonferenz gewährt habe,
»eine schöne Tat des treuen Bundesgenossen«.
Das Telegramm wird von der österreichischen Presse als Dokument enger Verbundenheit zwischen Berlin und Wien gewertet.


13.4.1913
Nach Belästigungen deutscher Touristen durch Einheimische in der ostfranzösischen Stadt Nanzig verlangt der deutsche
Außenminister Gottlieb von Jagow von der französischen Regierung eine Erklärung des Zwischenfalles



13.4.1914
Auf seinem am Vortag begonnenen Bundestag billigen die dem Wandervogel e. V. angeschlossenen Gruppen
der deutschen Jugendbewegung eine Resolution, nach der
ein Ausschluss jüdischer Mitglieder möglich ist.
Bereits zuvor waren innerhalb des deutschen Wandervogel
antisemitische Tendenzen deutlich geworden.


13.4.1915
Die seit dem 20. März andauernde russische Karpaten-Offensive ist weitgehend zum Stillstand gekommen.

Westfront:
Die Franzosen behaupten, 150 Bomben auf Seebahnhof und Gießerei Brügge abgeworfen zu haben,
in Wirklichkeit fielen neun Bomben in der Umgebung von Ostende und zwei bei Brügge nieder, ohne Schaden anzurichten.
Wir bewarfen dafür heute Nacht ausgiebig die von den Engländern belegten Orte Poperinghe, Hazebrouk und Cassel.

Bei Berry-au-Bac drangen die Franzosen nachts in einen unserer Gräben ein, wurden aber sofort wieder zurückgeworfen.

Ein feindlicher Fliegerangriff in Gegend östlich von Reims mißglückte; nordöstlich von Suippes
wurden gegen uns wieder Geschosse mit betäubender Gas-Entwicklung verwendet.
Zwischen Maas und Mosel setzten die Franzosen ihre Angriffstätigkeit an einzelnen Stellen mit Heftigkeit, aber erfolglos fort.

Drei Angriffe in den Vormittagsstunden bei Maizerey östlich von Verdun brachen unter schwersten Verlusten in unserem Feuer zusammen.

Die Mittags und Abends bei Marchéville südwestlich von Maizerey unternommenen Angriffe,
bei denen der Feind starke Kolonnen zeigte, nahmen denselben Ausgang.

Ein heute bei Tagesanbruch gegen die Front Maizerey - Marchéville geführter Angriff
wurde wieder mit sehr erheblichen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen.

Im Priesterwalde fanden Tag und Nacht erbitterte Nahkämpfe statt, bei denen wir langsam Boden gewannen.

Südlich des Hartmannsweiler-Kopfes wurde gestern Abend ein französischer Angriff abgewiesen.


13.4.1916
Die deutsche Marineleitung meldet für März 1916 die Versenkung von 80 feindlichen Handelsschiffen
mit einer Tonnage von rund 207.000 Bruttoregistertonnen.

Westfront:
Im allgemeinen konnte sich bei den meist ungünstigen Beobachtungsverhältnissen des gestrigen Tages keine besondere Gefechts-Tätigkeit
entwickeln, jedoch blieben beiderseits der Maas, in der Woëvre-Ebene und auf den Côtes südöstlich von Verdun die Artillerien lebhaft tätig.

Südöstlich von Albert nahm eine deutsche Patrouille im englischen Graben 17 Mann gefangen.

Ein französischer Gasangriff in Gegend von Puisaleine (nordöstlich von Compiegne) blieb ergebnislos.

Ostfront:
Südlich des Naroczsees verstärkte sich das russische Artilleriefeuer gestern nachmittag merklich.
Östlich von Baranowitschi wurden Vorstöße feindlicher Abteilungen von unseren Vorposten zurückgewiesen.


13.4.1917
Nach der Beschießung durch deutsche Truppen steht der Stadtkern von St. Quentin in Flammen.


Deutsche Reserven während der Schlacht bei Arras
Westfront:
Am Nordflügel des Kampffeldes bei Arras wurden Anfangserfolge starker englischer Angriffe
auf Angres und Givenchy-en-Gohelle durch unsere Gegenstöße wettgemacht.

Von der Straße Arras-Gavrelle bis zur Scarpe zweimal angreifende feindliche Divisionen wurden verlustreich abgewiesen.

Südöstlich von Arras sind mehrere Angriffe, auch von Kavallerie, gescheitert.

An den von Péronne auf Cambrai und Le Catelet führenden Straßen kleinere Gefechte bei Gouzeaucourt und Hargicourt.

Das gestern auf St. Quentin und den südlichen Anschlusslinien liegende lebhafte Feuer dauerte an;
es bereitete französische Angriffe vor, die auf beiden Somme-Ufern heute einsetzten; sie schlugen fehl.

Der heftige Artillerie-Kampf längs der Aisne und in der westlichen Champagne dauert in wechselnder Stärke an.
Vielfach vorfühlende Erkundungsabteilungen wurden zurückgewiesen; dabei blieben 100 Franzosen in unserer Hand.

Im Westen verloren die Gegner 13, im Osten 2 Flugzeuge.

13.4.1918
Gemeinsam mit Angehörigen des finnischen Schutzkorps »befreien« Truppen
der deutschen Ostsee-Division Helsinki von der Herrschaft finnischer Bolschewisten.


Westfront:
Auf dem Schlachtfelde an der Lys machten unsere Angriffe gegen eiligst auf
Kraftwagen und mit der Bahn herangeführte englische Divisionen gute Fortschritte.

Von den Höhen von Meesen (Messines) aus stießen wir über den Steenbach vor und erreichten den Ostrand von Wulverghem.

Südlich vom Ploegsteertwalde vorgedrungene Truppen schwenkten im schnellen und selbsttätigen Handeln unter ihrem
Regimentskommandeur Oberstleutnant Polmann nach Norden ein, erstürmten die befestigte Höhe von Rossignol und
reichten den nördlich am Walde entlang vorgestoßenen Abteilungen die Hand.
Der stark verdrahtete frontal schwer zu nehmende Wald fiel durch Umfassung.

Zwischen den von Armentières auf Bailleul und Merville führenden Bahnen trugen wir den Angriff
bis an die Bahn von Bailleul nach Merris und an den Ostrand des Waldes von Nieppe vor.

Südlich von Merville überwanden unsere Truppen den Clarencefluß und erreichten
nach Erstürmung von Locon den La Bassée-Kanal nordwestlich von Béthune.

An der Schlacht-Front zu beiden Seiten der Somme hielt in vielen Abschnitten lebhafter Artilleriekampf an.

Örtliche Vorstöße unserer Infanterie beiderseits des Lucebaches brachten 400 gefangene Franzosen und Engländer ein.

Zwischen Maas und Mosel drangen Erkundungsabteilungen in französische und amerikanische Gräben ein und machten Gefangene.
In erfolglosen Gegenangriffen erlitt der Feind schwere Verluste.

Die Oberste Deutsche Heeresleitung gibt bekannt, daß seit Beginn der West-Offensive
am 21. März über 112.000 Gefangene gemacht und etwa 200 Tanks erbeutet worden sind.



13.4.1927
Die dreimotorige Rohrbach Ro VIII Roland überfliegt als
erstes deutsches Großraumverkehrsflugzeug den Alpenraum.


13.4.1928
Den deutschen Piloten Hermann Köhl und Günther Ehrenfried Freiherr von Hünefeld sowie dem
irischen Flieger James C. Fitzmaurice gelingt die erste Überfliegung des Atlantik in Ost-West-Richtung


13.4.1929
Nach einer Kabinettsumbildung, mit der die Regierungskrise im Deutschen Reich beendet wird, gehören
der Reichsregierung drei Zentrumsminister an: Joseph Wirth, Theodor von Guérard und Adam Stegerwald.

Auf der Pariser Sachverständigenkonferenz zur endgültigen Regelung der Reparationsfrage legen die Alliierten
ihre Vorschläge über die Zahlungen des Deutschen Reichs an die Siegermächte des Weltkriegs vor.


13.4.1931
Der deutsche Reichs-Innenminister Joseph Wirth (Zentrum) wird im Vatikan von Papst Pius XI. in Privataudienz empfangen.
Die sowjetische Handelsvertretung in Berlin weist Vorwürfe einer Beteiligung an den
wiederholten Fällen von kommunistischer Werksspionage in deutschen Großfirmen zurück.


Mit dem Vollzug der Massen-Kollektivierung in zehn von zwölf Bezirken der sowjetischen Wolga-Deutschen Republik
sind 90% der dort ansässigen Landwirte nicht mehr privatwirtschaftlich tätig.


13.4.1932
Mit einer Notverordnung »zur Sicherung der Staatsautorität« erhält die Reichsregierung vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg die rechtliche Grundlage zum Verbot der nationalsozialistischen Verbände von SA und SS.

Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) fordert in Berlin von der Reichsregierung
ein umfangreiches Arbeitsbeschaffungsprogramm zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit.


13.4.1933
In Rom informieren Reichsminister Hermann Göring und Vizekanzler Franz von Papen die Presse über ihre Gespräche mit der Führung Italiens.

Auf Bitte des Münchner Kardinals Michael von Faulhaber werden in Bayern 730 Schutzhäftlinge entlassen.
In den bayerischen KZ sind noch 3.800 Menschen in Schutzhaft.

Die Deutsche Studentenschaft beginnt ihre Aktion »Wider den undeutschen Geist«.


13.4.1934
Im Deutschen Reich wird die »Prawda«, das Zentralorgan der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), vorübergehend verboten.
Grund für das Verbot sind Anschuldigungen, die der bulgarische Politiker Georgi M. Dimitrow gegen NS-Politiker in der »Prawda« veröffentlicht hat.


13.4.1935
Nach einem Erlass des Reichs-Justizministeriums können Gefangene nach Abbüßung
ihrer Strafe auf unbestimmte Zeit in ein Konzentrationslager überführt werden.

13.4.1936


Der deutsche Rennfahrer Rudolf Caracciola gewinnt auf Mercedes-Benz in Monte Carlo den Großen Preis von Monaco.


13.4.1937
Der deutsche Reichs-Wirtschaftsminister Hjalmar Schacht hält sich in Brüssel auf, um mit der belgischen Regierung
über Rohstoff-Lieferungen für die deutsche Industrie aus Belgisch-Kongo zu verhandeln.
Die Rohstoffknappheit im Deutschen Reich droht die Rüstungsproduktion ernstlich zu gefährden.


13.4.1939
Durch Reichs-Gesetz erhalten die Memel-Deutschen zwei Sitze im »Großdeutschen Reichstag«.
Im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren vertritt ein Abgeordneter jeweils 60.000 Deutsche.

Großbritannien und Frankreich sichern Griechenland, Rumänien und Polen Hilfe im Verteidigungsfall zu.



Zerstörer Erich Giese
Nach der Versenkung deutscher Zerstörer vor Narvik werden die Schiffbrüchigen
des deutschen Zerstörers Erich Giese von den Briten beschossen
.

Die Schiffbrüchigen der anderen Zerstörer melden ebenfalls britischen Beschuss.

13.4.1940
Bei Angriffen deutscher Unterseeboote gegen alliierte Streitkräfte kommt es in zahlreichen Fällen zu Torpedo-Versagern.


Der Kölner Kapitänleutnant Georg-Wilhelm Schulz
U 64 unter Kapitänleutnant Georg-Wilhelm Schulz wird vor Narvik von einem Flugzeug des Schlachtschiffes Warspite versenkt.
Von 46 Mann Besatzung retten sich 38 an die norwegische Küste.

U 34 unter Kapitänleutnant Rollmann vernichtet den bei Drontheim auf Strand gesetzten norwegischen Minenleger Fröya (595 t) durch ein Torpedo.


13.4.1941
Adolf Hitler erlässt die Weisung Nr. 27 an die deutsche Wehrmacht, in der er die Fortführung
des Balkankriegs anordnet,
bis »England endgültig vom Balkan« vertrieben sei.

Der japanische Außenminister Josuke Matsuoka unterzeichnet in Moskau ein
fünfjähriges Neutralitätsabkommen mit der UdSSR.
Darin verpflichten sich beide Staaten zu gegenseitiger Unantastbarkeit ihrer Territorien und versichern
sich
Neutralität im Falle kriegerischer Verwicklungen eines Vertragspartners mit anderen Staaten.

Das deutsche Afrikakorps erobert den ägyptischen Hafen Sollum und muss gleichzeitig den weiteren Vorstoß wegen der Belagerung Tobruks abbrechen.

Vor Freetown versenkt U 124 unter Kapitänleutnant Schulz den britischen Frachter Corinthic (4.823 BRT).


Der Magdeburger Kapitänleutnant Klaus Scholtz

U 108 unter Kapitänleutnant Scholtz versenkt in der Dänemarkstraße den britischen Hilfskreuzer Rajputana (16.444 BRT),
von dem ein Zerstörer 277 von 314 Mann Besatzung retten kann.


13.4.1942
Eine Verordnung des Generalbevollmächtigten für den Vierjahresplan, Hermann Göring, verbietet in allen kriegswichtigen Betrieben des
Deutschen Reiches Friedens-Planungen und sieht eine Verlängerung der wöchentlichen Mindest-Arbeitszeit in öffentlichen Verwaltungen
auf 56 Stunden vor.
Nach einem Sprengstoffanschlag auf ein mit Wehrmachtsangehörigen besetztes Lokal in Paris lassen
die deutschen Militärbehörden zahlreiche überführte Personen deshalb verhaften und
erschießen.
Weitere Geisel-Festnahmen werden angedroht.

Wegen
Sabotage-Tätigkeiten gegen die deutschen Militärbehörden in den Niederlanden werden mehrere Niederländer von einem deutschen Obergericht in Amsterdam zum Tode verurteilt und hingerichtet.


Kapitänleutnant Siegfried Strelow

Bei der Bekämpfung eines feindlichen Konvois im Nordmeer versenkt U 435 unter
Kapitänleutnant Strelow die Frachter El Occidente (6.008 BRT) und Kiev (5.823 BRT).

Ju 88-Bomber versenken aus diesem Konvoi den Frachter Harpalion (5.486 BRT).

13.4.1943




Bei Katyn (westlich von Smolensk) haben deutsche Soldaten Massengräber mit den Leichen von mehr als 22.000 polnischen
Offizieren und Soldaten entdeckt, die im Frühjahr 1940 von der sowjetischen Staatspolizei (= NKWD) ermordet worden sind.


U 376 unter Kapitänleutnant Marks wird in der Biscaya durch einen britischen Wellington Bomber versenkt.
Keine Überlebenden der 47 Mann Besatzung.

Der deutsche Blockadebrecher Portland (7.132 BRT, unter Kapitän Tünemann wird in der Natal-Freetown-Enge (Südatlantik)
von einem Frei-französischen Leichten Kreuzer gestellt und versenkt sich selbst.

13.4.1945


Die Sowjets schließen die Eroberung der ostmärkischen Stadt Wien ab. Am 7. April hatte die Rote Armee die Stadtgrenze erreicht.

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 13.04.09 10:23 ]

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