11. April . . .

  

 1493: geboren Georg I., Herzog von Pommern

    1499: Die Schlacht im Schwaderloh im Thurgau geht als erste große Schlacht des Schwabenkriegs mit einem Sieg der Eidgenossen über die Truppen des Schwäbischen Bundes aus.


    1598: geboren Wilhelm IV., deutscher Herzog


    1611: geboren Joachim Ernst von Görzke, kurbrandenburgischer Generalleutnant


    1713: Während sich Prinz Eugen mit kaiserlichen Truppen nur mit Mühe gegen die zahlenmäßig stark überlegenen Franzosen zu verteidigen vermag, schließen die Verbündeten des Deutschen Reiches, England, Holland, Savoyen, Portugal und leider auch Preußen mit Frankreich den Frieden von Utrecht.


    1760: gestorben Moritz von Anhalt-Dessau, preußischer Heerführer


    1824: geboren Johanna von Puttkamer, Ehefrau Otto von Bismarcks


    1909: geboren Werner Braune, Chef der Gestapo in Wesermünde


    1921: gestorben Auguste Viktoria, deutsche Kaiserin und Gattin von Wilhelm II.
    1939: Ungarn tritt aus dem Völkerbund aus.


    1945: gestorben Alfred Meyer, Staatssekretär und Gauleiter von Westfalen-Nord


    1945: Neumarkt in der Oberpfalz erlebt im Zweiten Weltkrieg den zweiten Bombenangriff der Alliierten, der die Stadt in Schutt und Asche legt.

 
    1961: In „Israel“ beginnt der Prozess gegen den zuvor aus Argentinien entführten ehemaligen SS-Obersturmbannführer und Leiter des Reichssicherheitshauptamts, Adolf Eichmann.


 11.4.1900
In dem böhmischen Dorf Klappai, in dem 1898 durch ein Erdbeben 30 Häuser zerstört wurden, kommt es erneut zu Erdbewegungen. Von den rund 160 Häusern des Orts werden bis zum 12. April durch Erdverschiebungen 52 völlig zerstört, weitere 20 werden so beschädigt, daß Einsturzgefahr besteht.

11.4.1903
Großes Aufsehen in der Presse erregt die Tötung eines Soldaten durch seinen Offizier in Essen. Der Soldat hatte seinen Vorgesetzten nicht gegrüßt und wurde von diesem deshalb verhaftet. Als der Soldat zu fliehen versucht, ersticht ihn der Offizier.

11.4.1904
In Berlin wird ein »Bund der Handwerker« gegründet. Zu seinen Forderungen zählen u.a. ein Verbot der Zuchthausarbeit, die als unlautere staatliche Konkurrenz empfunden wird, und die Ausdehnung der staatlichen Alters- und Invalidenversicherung auf selbständige Handwerker.

11.4.1905
Der Landesausschuß von Elsaß-Lothringen verabschiedet das Gesetz über das Vereins- und Versammlungsrecht in einer Fassung, die für das französische Sprachgebiet den »Mitgebrauch« des Französischen gestattet. Nach Protesten von Staatssekretär Ernst Matthias von Köller wird das Gesetz ohne diesen Passus genehmigt.


11.4.1908 In Kiel läuft der Panzerkreuzer »Blücher« vom Stapel. Er ist eines der größten Schiffe der deutschen Kriegsmarine.

11.4.1915
Wegen Kohlenmangels läuft der deutsche Hilfskreuzer »Kronprinz Wilhelm« den US-amerikanischen Hafen Newport News an.

Westfront: Am Yserkanal bei Poesele südlich von Drie Grachten nahmen wir drei von Belgiern besetzte Gehöfte und machten dabei 1 Offizier und 40 Mann zu Gefangenen.
Bei kleinen Vorstößen gegen den Ancrebach bei Albert nahmen wir 50 Franzosen gefangen.
Im Westteil der Argonnen mißglückte ein französischer Angriff.
Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel nahmen erst gegen Abend an Heftigkeit zu. Im Waldgelände nördlich der Combres-Höhe versammelten die Franzosen starke Kräfte zu einem neuen Versuch, unsere Höhenstellung zu nehmen. Der Angriff kam erst heute früh zur Ausführung und scheiterte gänzlich. Die Höhenstellung ist ganz in unserem Besitz. Südöstlich von Ailly fanden die Nacht hindurch heftige Nahkämpfe statt, die zu unseren Gunsten entschieden wurden. Bei einem starken, aber erfolglosen französischen Angriff nördlich Flirey hatten die Franzosen sehr schwere Verluste. In den gestrigen Kämpfen im Priesterwalde nahmen wir dem Feinde vier Maschinengewehre ab, die anschließenden sehr erbitterten Nachtkämpfe blieben für uns erfolgreich. Die sehr schweren Verluste der Franzosen in den Kämpfen zwischen Maas und Mosel lassen sich noch nicht annähernd schätzen; allein zwischen Selouse- und Lamorvillewald zählten unsere Truppen 700
an einer kleinen Stelle nördlich Regniéville über 500 französische Leichen. Wir machten 11 französische Offiziere und 804 Mann zu Gefangenen und erbeuteten 7 Maschinengewehre. - Ein infolge zerschossener Trosse abgetriebener deutscher Fesselballon ist nicht, wie die Franzosen angeben, in ihre Linien vertrieben, sondern wohlbehalten bei Mörchingen gelandet und geborgen.
In den Vogesen schloß Schneesturm eine größere Gefechtstätigkeit aus.

Ostfront: Bei Mariampol und Kalwarja sowie bei Klimki an der Szkwa wurden russische Angriffe abgeschlagen.
Aus einem Ort bei Bromierz westlich von Plonsk wurden die Russen hinausgeworfen, dabei 80 Mann gefangengenommen und 3 Maschinengewehre erbeutet.
In Polen südlich der Weichsel unterhielten die Russen die ganze Nacht hindurch ein lebhaftes Infanterie- und Artilleriefeuer.

11.4.1916

Westfront: Nach mehrfacher erheblicher Steigerung ihres Artilleriefeuers setzten die Engländer südlich von St. Eloi nachts einen starken Handgranatenangriff an, der vor unserer Trichterstellung scheiterte. Die Stellung ist in ihrer ganzen Ausdehnung fest in unserer Hand.
In den Argonnen bei La Fille Morte und weiter östlich bei Vauquois fügten die Franzosen durch mehrere Sprengungen nur sich selbst Schaden zu.
Im Kampfgelände beiderseits der Maas war auch gestern die Gefechtstätigkeit sehr lebhaft. Gegenangriffe gegen die von uns genommenen französischen Stellungen südlich des Forgesbaches zwischen Haucourt und Béthincourt brachen verlustreich für den Gegner zusammen. Die Zahl der unverwundeten Gefangenen ist hier um 22 Offiziere, 549 Mann auf 36 Offiziere, 1231 Mann, die Beute auf 2 Geschütze, 22 Maschinengewehre gestiegen. Bei der Fortnahme weiterer Blockhäuser südlich des Rabenwaldes wurden heute nacht 222 Gefangene und ein Maschinengewehr eingebracht. Gegenstöße aus Richtung Chattancourt blieben in unserem wirksamen Flankenfeuer vom Ostufer her liegen.
Rechts der Maas versuchte der Feind vergebens, den am Südwestrande des Pfefferrückens verlorenen Boden wiederzugewinnen. Südwestlich der Feste Douaumont mußte er uns weitere Verteidigungsanlagen überlassen, aus denen wir einige Dutzend Gefangene und 3 Maschinengewehre zurückbrachten.
Durch das Feuer unserer Abwehrgeschütze wurden 2 feindliche Flugzeuge südöstlich von Ypern heruntergeholt.


11.4.1917
Patriotische Frauenvereine aus dem Rheinland treffen sich zu einem vaterländischen Abend. Zur Begrüßung wird betont, »erst die Kraft des Gemütes« mache den deutschen Sieg möglich.

Das von der USA abhängige Guatemala löst infolge des Kriegseintritts der USA die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich.

Die mit dem Deutschen Reich verbündete Türkei erklärt den Vereinigten Staaten den Krieg.


Britische Feldartillerie an der Straße von Monchy-le-Preux während der Schlacht bei Arras

Westfront: Bei Fampoux, nördlich der Scarpe, sind englische Infanterieangriffe, bei Roeux mehrere Kavallerieattacken verlustreich gescheitert.
Bei Monchy und Wancourt, auf dem Südufer, tagsüber für uns günstig verlaufene Kämpfe.
Östlich von Bullecourt und bei Hargicourt, nordwestlich von St. Quentin, wurden 1000 Engländer mit 25 Maschinengewehren gefangen.
Von Soissons bis Reims sehr starker Feuerkampf.


11.4.1918


Gestürmte englische Stellung bei Armentières


Westfront Die Schlacht bei Armentières ist seit dem 9. April in vollem Gange. Die Armee des Generals von Quast hat zwischen Armentières und Festubert die englischen und portugiesischen Stellungen auf dem Südufer der Lys und dem Ostufer der Lawe genommen. Nach Erstürmung von Bois Grenier und Neuve Chapelle überwand sie im ersten Anlauf über das verschlammte Trichterfeld hinweg die zu zäher Verteidigung eingerichtete weite Ebene mit ihren zahllosen in jahrelanger Arbeit zu starken Stützpunkten ausgebauten Gehöften, Häuser- und Baumgruppen. Unter tatkräftiger Führung des Generalmajors Höfer wurde noch am Abend des 9. April der Übergang über die Lys bei Bac St. Maur durch schneidiges Zufassen des Leutnants Drebing vom Infanterieregiment Nr. 370 erzwungen.
Gestern wurde der Angriff auf noch breiterer Front fortgesetzt. Truppen des Generals Sixt v. Armin nahmen Hollebeke und die südlich anschließenden ersten englischen Linien. Sie erstürmten die Höhe von Meesen (Messines) und behaupteten sie gegen starke feindliche Gegenangriffe. Südlich von Waasten (Warneton) stießen sie bis an den Ploegsteertwald vor und erreichten die Straße Ploegsteert-Armentières.
Die Armee des Generals v. Quast überschritt an mehreren Stellen zwischen Armentières und Estaires die Lys und steht im Kampf mit neu herangeführten englischen Truppen auf dem Nordufer des Flusses. Südlich von Estaires haben wir kämpfend die Lawe und die Gegend nordöstlich von Bethune erreicht.
Die Gefangenenzahl ist auf weit über 10000 gestiegen, darunter ein portugiesischer General.
An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme und auf dem Südufer der Oise blieb die Gefechtstätigkeit auf Artilleriekampf und kleinere Infanterieunternehmungen beschränkt.



11.4.1921
Die letzte deutsche Kaiserin, Auguste Viktoria, die Frau Wilhelms II., stirbt im Alter von 63 Jahren im niederländischen Exil. Sie wird am 19. April unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Potsdam beigesetzt.


11.4.1927
Der Rechtsanwalt Arthur Müller wird in Plauen wegen Beleidigung von Reichsaußenminister Gustav Stresemann zu einer Geldstrafe von 10 000 Reichsmark verurteilt. Müller hatte Stresemann der Korruption bezichtigt.


11.4.1929
Das Deutsche Reich lehnt ein Einreisegesuch des sowjetischen Oppositionellen Leo Trotzki, der aus der Sowjetunion ausgewiesen worden ist, ab. Auch ein Kuraufenthalt im Reichsgebiet wird Trotzki verweigert.

11.4.1933
Reichskanzler Adolf Hitler ernennt Hermann Göring (NSDAP) zum preußischen Ministerpräsidenten.


Der Bayerische Bauern- und Mittelstandsbund stellt seine Tätigkeit ein und unterstellt sich der NSDAP-geführten Reichsbauernschaft.

Die »Vossische Zeitung« veröffentlicht einen Briefwechsel zwischen Generalmusikdirektor Wilhelm Furtwängler und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels (NSDAP) über die Tätigkeit jüdischer Künstler.

11.4.1934
Nach einer Meldung der »Jüdischen Rundschau« hat sich die Einwanderung von Juden nach Palästina aus dem Deutschen Reich stark erhöht.

11.4.1938
Der NSDAP-Gauleiter Josef Bürckel ordnet in Wien einen »Osterfrieden« an. Bis zum 25. April sollen von der NSDAP und den angeschlossenen Organisationen keine Veranstaltungen durchgeführt werden. Ähnliche Befehle ergehen auch für andere Regionen.

11.4.1939
Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht erläßt eine Weisung für den Angriff auf Polen (»Fall Weiß«). Darin ist u.a. ein Handstreich auf die Freie Stadt Danzig vorgesehen.

Die deutsche Reichspost beginnt mit dem Verkauf von Glückwunsch-Bildtelegrammen, die an Führer und Reichskanzler Adolf Hitler zu dessen 50. Geburtstag am 20. April geschickt werden sollen. Die Gebühr beträgt 1,50 Reichsmark.

11.4.1940
Der deutsche Frachter Alster (8514 BRT) wird vor Bodö durch den britischen Zerstörer Icarus gekapert. Er wird in Empire Endurance umbenannt und fuhr solange in britischen Dienst bis er am 20.4.41 von U 73 versenkt wird.

Der deutsche Tanker Kattegat wird vom norwegischen Kanonenboot Nordkapp vor Norwegen versenkt. Er wird im Juni wieder gehoben und repariert.

Britische U Boote versenken vor Norwegen die August Leonhard (2593 BRT) und die Ionia (3102 BRT). Der Kreuzer Lützow wird ebenfalls torpediert, kann aber weiter laufen.

11.4.1941

Zum Schutz ungarischer Siedlungsräume schließen sich Ungarische Truppen dem deutschen Angriff gegen Jugoslawien an und rücken hauptsächlich in den Donau-Theiß Winkel ein

Vor Freetown (Westafrika) versenkt U 124 unter Kapitänleutnant Schulz den griechischen Frachter Aegeon (5285 BRT).


Italienische Stukas (Ju 87)

Deutsche und italienische Stukas versenken in Tobruk am den britischen Frachter Draco (2018 BRT). Ein Handstreich des DAK unter Rommel auf Tobruk mißlingt wegen extremer Unterzahl der Angreifer und dürftiger Aufklärungslage.


Adolf Hitler trifft mit seinem Sonderzug in Tauchen-Schauereck ein. Der Zug, der bis zum 25. April auf der Eisenbahnstrecke Wiener Neustadt–Graz steht, dient ihm als Hauptquartier.

11.4.1943
In einer Unterredung mit Führer und Reichskanzler Adolf Hitler weist Großadmiral Karl Dönitz auf die wachsenden Verluste an deutschen U-Booten hin und fordert eine Steigerung der Werft-Kapazitäten für den U-Boot-Bau.


Kapitänleutnant Siegfried Lüdden
U 188 unter Kapitänleutnant Lüdden versenkt südlich von Grönland die britische Beverley (1190 ts).

U 615 unter Kapitänleutnant Kapitzky versenkt im Nordatlantik den US Frachter Edward B. Dudley (7177 BRT). U 563 unter Kapitänleutnant v. Hartmann versenkt die britische Pacific Grove (7117 BRT) sowie die holländische Ulysses (2666 BRT) und torpediert die britische Fresno City (7261 BRT), die später von U 706 unter Kapitänleutnant von Zitzewitz versenkt wird.

11.4.1944 Angesichts der schlechten Ernährungslage im Deutschen Reich erläßt der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Herbert Backe, eine Anordnung, die eine Einschränkung der Kleintierhaltung vorschreibt. Ausgenommen sind Tierbesitzer, die über Viehfutter aus eigener Erzeugung verfügen.

Bei einem US Luftangriff auf Stettin werden die U-Boote U 902 , U 108 (Oblt.z.S Brünig) und weitere kleine Einheiten versenkt. U 108 wird später gehoben, aber außer Dienst gestellt.

11.4.1945


US-amerikanische Truppen besetzen das deutsche Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar.


[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 11.04.09 9:28 ]

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