30. März im Reichskalender

 1474: In einem „Ewige Richtung“ genannten Friedens- und Bündnisvertrag verständigen sich acht Orte der Schweizer Eidgenossenschaft mit dem Habsburger Herzog Sigismund von Tirol.
    1633: geboren Friedrich II., Landgraf von Hessen-Homburg
    1830: gestorben Ludwig I., Großherzog von Baden

    1892: geboren Erhard Milch, deutscher Leiter des Luftwaffenbeschaffungsamtes in Berlin
Josef Bürckel

    1895: geboren Josef Bürckel, Gauleiter des Gaus Saarpfalz
 
    1912: gestorben Karl May, deutscher Schriftsteller
    1945: Fünf Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges gegen Deutschland erfolgt auf Berlin der schwerste alliierte Bombenangriff. Insgesamt kommen allein bei diesem Angriff rund 20.000  Menschen ums Leben.
    1945: Sowjet-bolschewistische Truppen erobern Danzig im Zweiten Weltkrieg. 


 30.3.1901
Die preußische Regierung diskutiert umfassende Maßnahmen zur »Stärkung des Deutschtums« in den preußischen Ostprovinzen.


Auf der Vulkan-Werft in Stettin läuft der Doppelschrauben-Schnelldampfer »Kronprinz Wilhelm« vom Stapel.


30.3.1902

Vor dem Westportal des Bonner Münsters wird der Martinsbrunnen fertiggestellt. Er ist ein Werk des Bildhauers Heinrich Goetschmann.

30.3.1903

Der Chef des Generalstabes der deutschen Armee, Alfred Graf von Schlieffen, äußert sich in einem geheimen Schreiben an Reichskanzler Bernhard Graf von Bülow über Maßnahmen während eines möglichen Generalstreiks im Fall eines Krieges.

30.3.1904

In Dresden wird der Bund für Heimatschutz gegründet.

30.3.1906

Der preußische Kriegsminister Karl von Einem räumt vor dem Deutschen Reichstag in Berlin ein, daß es zahlreiche Fälle von Mißhandlung in der Armee gebe.

30.3.1908

Eine Affäre um die Besetzung des US-amerikanischen Botschafterpostens in Berlin wird durch eine Unterredung des deutschen Botschafters in Washington mit Präsident Theodore Roosevelt bereinigt. Kaiser Wilhelm II. hatte Bedenken gegen den bereits anerkannten Botschafter David Jayne Hill geäußert, ob dieser für das Amt auch reich genug sei.

30.3.1910

In Mülheim am Rhein rast ein Expreßzug auf einen Militärzug

30.3.1911

Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg spricht sich im Deutschen Reichstag in Berlin gegen ein Abkommen zur Abrüstung aus, da dies »immer wieder an der Frage der Kontrolle scheitern« würde. Auch internationale Schiedsgerichte lehnt der Kanzler ab.

30.3.1912

In Radebeul bei Dresden stirbt der Schriftsteller Karl May.

Während eines starken Sturmes stürzt in der nordwestlich von Berlin gelegenen Stadt Nauen der 200 m hohe Stahlturm der Telegrafenstation um.



30.3.1915


Deutsche Infanterie im Kampf bei Krasnopol

Ostfront: Bei den Kämpfen um Tauroggen, die zur Besitznahme dieses Ortes führten, hat sich nach Meldung des dort anwesenden Prinzen Joachim von Preußen der ostpreußische Landsturm glänzend geschlagen und 1000 Gefangene gemacht.
Bei Krasnopol erlitten die Russen sehr schwere Verluste (etwa 2000 Tote). Unsere Beute aus den dortigen Kämpfen belief sich bis gestern Abend auf 3000 Gefangene, 7 Maschinengewehre, 1 Geschütz und mehrere Munitionswagen.
An der Szkwa bei Klinki wurden bei einem mißglückten russischen Angriff 2 russische Offiziere und 600 Mann gefangengenommen.
In Gegend Olszyny (linkes Omulewufer) wurden zwei russische Nachtangriffe abgeschlagen.
Übergangsversuche der Russen über die untere Bzura wurden abgewiesen.

30.3.1916

Der deutsche Heeresbericht meldet das Ende der russischen Großoffensive am Naroczsee östlich von Wilna.

Deutsche Truppen erobern das Dorf Malancourt auf dem westlichen Ufer der Maas bei Verdun.


Der Hauptausschuß des Reichstages billigt einen von mehreren Fraktionen eingebrachten Antrag zur U-Boot-Frage.

Westfront/Verdunschlacht: In der Gegend von Lihons brachte eine kleine deutsche Abteilung von einem kurzen Vorstoß in die französische Stellung einen Hauptmann und 57 Mann gefangen zurück.
Westlich der Maas hatten wiederholte, durch starkes Feuer vorbereitete französische Angriffe die Wiedernahme der Waldstellungen nordöstlich von Avocourt zum Ziel. Sie sind abgewiesen. In der Südostecke des Waldes ist es zu erbitterten, auch nachts fortgesetzten Nahkämpfen gekommen, bis der Gegner heute früh auch hier wieder hat weichen müssen. Der Artilleriekampf dauert mit großer Heftigkeit auf beiden Maasufern an.
Leutnant Immelmann setzte im Luftkampf östlich von Bapaume das zwölfte feindliche Flugzeug außer Gefecht, einen englischen Doppeldecker, dessen Insassen gefangen in unserer Hand sind.
Durch feindlichen Bombenabwurf auf Metz ist ein Soldat getötet, einige andere wurden verletzt.
Ostfront: Südlich des Naroczsees ließen gestern die Russen von ihren Angriffen ab, ihre Artillerie blieb hier sowie westlich von Jakobstadt und nördlich von Widsy noch lebhaft tätig; bei Postawy ist Ruhe eingetreten.


30.3.1917

Westfront: An der Artois-Front war der Artilleriekampf lebhaft.
Östlich von Neuville-St. Vaast griffen kanadische Regimenter unsere Stellungen viermal während der Nacht an; sie sind stets verlustreich zurückgeschlagen worden, einige Gefangene in unserer Hand geblieben.
Beiderseits der Straße Péronne-Fins wichen unsere Sicherungen nach Gefecht mit stärkeren englischen Kräften in der Linie Ruyaulcourt-Sorel aus.
Nordöstlich von Soissons versuchten französische Bataillone vergeblich, bei Neuville und Margival Boden zu gewinnen; unsere Posten wiesen sie verlustreich ab.
Am Aisne-Marne-Kanal deuteten Ansammlungen zwischen Sapigneul und La Nenville auf einen vorbereitenden Angriff, der durch unsere Batterien niedergehalten wurde.
In der Champagne sind gleichfalls Bereitstellungen französischer Angriffstruppen wirksam beschossen worden.
Im Parroy-Walde (Lothringer Front) holten unsere Stoßtrupps 13 Gefangene aus den feindlichen Gräben.
Ostfront: Westlich von Dünaburg scheiterte ein Angriff mehrerer russischer Kompagnien in unserem Feuer.
Balkanfront: Erkundungsabteilungen erbeuteten bei einem Vorstoß in die französischen Gräben zwischen Ochrida- und Prespasee mehrere Schnelladegewehre und reichliche Munitionsvorräte.


30.3.1918

Ein plötzlicher Kälteeinbruch und schlechtes Wetter werden von der reichsdeutschen Presse für den Stillstand der deutschen Westoffensive verantwortlich gemacht.
Westfront/Michaeloffensive: Auf dem Schlachtfelde nördlich von der Somme ist die Lage unverändert. Ayette wurde vom Feinde gesäubert.
Zwischen Somme und Avre warfen wir Engländer und die ihnen zu Hilfe geeilten Franzosen aus Teilen ihrer vorderen Stellungen und nahmen Beaucourt und Mézières.
Französische Angriffe gegen Montdidier scheiterten.
Die Franzosen haben nunmehr auch mit der Zerstörung von Laon begonnen. Durch anhaltende Beschießung wurde die Kathedrale erheblich beschädigt.
Leutnant Bongartz schoß seinen 32. und 33., Leutnant Udet seinen 22. Gegner ab.


30.3.1922

Nach einer zweitägigen Debatte billigt das deutsche Kabinett die Note der Reparationskommission, worin Bedingungen für den Aufschub der Zahlungen genannt sind.

30.3.1928

Der Reichstag in Berlin verabschiedet in dritter Lesung den Reichshaushalt 1928 und die erste Rate für den Bau des Panzerschiffs A.

30.3.1929

In einem Brief an den ehemaligen britischen Botschafter in Berlin, Edgar Vincent Lord d'Abernon, spricht sich Reichsaußenminister Gustav Stresemann für eine Koppelung der Reparationsneuregelung mit der Rheinlandräumung und der Rückgabe des Saargebiets ans Deutsche Reich aus.

30.3.1935

Die nationalsozialistische Regierung verabschiedet in Berlin das Gesetz über die Haushaltsführung des Reiches. Es sieht u.a. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Bereich der Bodenurbarmachung und öffentliche Bürgschaften für die Finanzierung des Kleinwohnungsbaus vor.

30.3.1936

Schulische Förderung, Auszeichnungen und Stipendien sollen künftig den Mitgliedern der Hitlerjugend vorbehalten bleiben


die "Hindenburg" fliegt über die Autobahn bei Frankfurt

Das deutsche Luftschiff LZ 129 »Hindenburg« startet von Friedrichshafen am Bodensee zu seiner ersten Südamerikareise nach Rio de Janeiro.

30.3.1937



Ludendorff 1937

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler trifft sich in Berlin mit General Erich Ludendorff und erklärt nach einem Gespräch die Versöhnung der beiden. Ludendorff war am Hitlerputsch 1923 beteiligt gewesen und hatte sich nach dessen Scheitern mit Hitler zerworfen.

30.3.1938

Für Flüchtlinge aus dem ehemaligen Österreich, führt der Schweizer Bundesrat den Visumzwang für österreichische Pässe ein.

30.3.1939

Im »Memeler Dampfboot« wird eine Verordnung über die Anmeldung jüdischen Eigentums veröffentlicht. Die etwa 500 in Memel lebenden Juden müssen bis zum 31. Mai ihren Schmuck abgeben.

30.3.1940

Der Ministerrat für die Reichsverteidigung erläßt eine Verordnung »zum Schutze der Metallsammlung des deutschen Volkes«. Jegliche Bereicherung an diesen Metallen oder andere »unehrenhafte« Verwendungen werden mit dem Tode bestraft.

30.3.1941

In einer Rede vor über 200 Befehlshabern der deutschen Wehrmacht in der Berliner Reichskanzlei kündigt Adolf Hitler einen rassenideologischen Vernichtungskrieg ohne Bindung an kriegsrechtliche Normen gegen die Sowjetunion an.

U 124 unter Kapitänleutnant Schulz versenkt vor Freetown(Westafrika) den britischen Frachter
Umona (3767 BRT).

U 69 (Kptlt. Metzler)versenkt südlich von Island die britische Coultarn (3759 BRT) aus einem Konvoi.


Das Deutsche Afrika-Korps eröffnet in Nordafrika unter dem Befehl von Generalleutnant Erwin Rommel eine Offensive gegen die Briten, in deren Verlauf die deutschen Truppen bis zum 13. April die gesamte Cyrenaika bis auf die Festung Tobruk einnehmen.


Im westlichen Mittelmeer kommt es zu einem Zwischenfall, als britische Streitkräfte vier französische Handelsschiffe, die von einem Zerstörer eskortiert werden, angreifen.


Die angeblich neutrale US-amerikanische Regierung läßt Schiffe der Achsenmächte, die in US-Häfen liegen, beschlagnahmen.


30.3.1942

Unter dem Eindruck des britischen Luftangriffs auf Lübeck am 25. März überträgt Adolf Hitler Reichspropagandaminister Joseph Goebbels die Koordinierung aller Hilfsmaßnahmen bei künftigen alliierten Luftbombardements.


die "Tirpitz" wird in Norwegen erfolglos von 33 britischen Bombern angegriffen, 5 werden abgeschoßen



30.3.1943

Die Geheime Staatspolizei erläßt eine Anweisung zur Überführung sozialdemokratischer und kommunistischer Funktionäre aus der Justiz-Haft in Konzentrationslager.

Laut Pressemeldungen wird die Anfertigung von Dauerwellen im Deutschen Reich einheitlich gestattet.
Ihr Verbot hatte den Berichten zufolge unter den Frauen »mürrische Unzufriedenheit« ausgelöst.

U 596 unter Kapitänleutnant Jahn greift vor der algerischen Küste einen Konvoi an und versenkt die britische
Fort a la Corhe (7133 BRT) und den norwegischen Tanker Hallanger (9551 BRT).

Das deutsche U-Boot U 416 unter Oberleutnant zur See Zorn sinkt vor Bornholm auf einer Mine Es wird am 8.4. wieder gehoben und am 4.10.1943 erneut in Dienst gestellt.


30.3.1944

Der Oberbefehlshaber der deutschen Heeresgruppe Süd, Generalfeldmarschall Erich von Manstein, wird durch Generalfeldmarschall Walter Model abgelöst. Manstein hatte am 25. März erneut versucht, den deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler zum Rückzug im Osten zu bewegen.

Der deutsche Frachter
Erfurt (4325 BRT) läuft bei Fehmarn auf eine britische Luftmine und sinkt.


der noch von U 223 versenkte Zerstörer Laforey


U 223 unter Oberleutnant zur See Gerlach wird nördlich Sizilien von 4 brit. Zerstörern entdeckt und anschließend gejagt. Dabei kann U 223 den Zerstörer
Laforey versenken, wird jedoch anschließend doch noch versenkt. Von 50 Mann Besatzung können sich 27 retten.

30.3.1945



das von Russen und Briten zerstörte Danzig 1945
Die deutsche Hafenstadt Danzig an der Weichselmündung wird von den Sowjets erobert.

Nördlich der Hebriden wird U 965 unter Oberleutnant Günter Unverzagt von einer britischen U-Jagd Gruppe versenkt. Keine Überlebenden der 51 Mann Besatzung.



Angriff britischer Bomber auf deutsche Schiffe vor Porsgrunn


Die Hafenstadt Porsgrunn(Norwegen) wird von 24 Mosquitos mit Raketen angegriffen. Mehrere Gebäude werden schwer beschädigt. Der deutsche Frachter
Scharhörn (2643 BRT) und vier norwegische Frachter werden versenkt. Bei einem Tieffliegerangriff gerät eine Mosquito in eine Hochspannungsleitung und stürzt anschließend über einem nahen Wald ab.

[ Editiert von Administrator The Real Blaze am 30.03.08 12:59 ]

Kommentare