Dr. Josef Steiner Preis an Krebsforschung für Regensburger Prof. Dr. Christoph Klein

Der renommierte Dr. Josef Steiner Preis,  geht an den Regensburger Wissenschaftler Prof. Dr. Christoph Klein. Ausgezeichnet wurde seine Grundlagenforschung im Bereich der Metastasierung von Krebszellen.
Wissenschaftler Prof. Dr. Christoph Klein
Die Schweizer Dr. Josef Steiner Krebsstiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, hervorragende Krebsforschung, die im biologischen, grundlagenmedizinischen, klinisch-diagnostischen oder therapeutischen Bereich geleistet wird, auszuzeichnen. In diesem Jahr wurde der Regensburger Wissenschaftler Prof. Dr. Christoph Klein vom Lehrstuhl für Experimentelle Medizin und Therapieverfahrender Universität Regensburg mit dem auch als „Nobelpreis der Krebsforschung” bekannten Preis ausgezeichnet.
Geehrt wurde er für seine Grundlagenforschung, die sich mit der Suche und Charakterisierung der Gründerzellen von Metastasen auseinander setzt.  Die Ansiedlung von Tochtergeschwülsten, so genannten Metastasen, eines malignen Tumors ist oft das Todesurteil für einen Krebspatienten.
Entfernung von Lungenmetastasen
Jahrzehnte der Krebsforschung haben bislang nur wenig an dieser Tatsache ändern können. Leider sind bis heute die Therapieerfolge bei vielen Krebsarten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung enttäuschend geblieben. Deswegen bemüht sich die Forschung, eine vorliegende Krebserkrankung schon im Anfangsstadium zu diagnostizieren und durch frühzeitige Therapie die Heilungschancen zu verbessern.

Bei vielen Krebsarten wird frühzeitig zusätzlich zur operativen Tumorentfernung eine chemotoxische Therapie, besser bekannt als Chemotherapie, durchgeführt, mit dem Ziel, etwaige im Körper des Patienten verstreut vorliegende Tumorzellen zu vernichten. Es hat sich gezeigt, dass selbst Jahre bis Jahrzehnte nach einer erfolgreichen Operation noch Metastasen entstehen können. 
Chemotherapie, ist üblicherweise die medikamentöse Therapie gegen Krebs gemeint. Fachlich trifft das nicht ganz den Kern der Sache: Auch Antibiotika zur Behandlung von Infektionskrankheiten heißen Chemotherapeutika, Medikamente, die sich mit der chemischen Keule eines Krebsmedikaments nicht wirklich vergleichen lassen.
Ziel der Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Christoph Klein ist es, dieses latente Stadium einer systematischen Krebserkrankung zu erforschen und zu verstehen, in welchem Zustand die gestreuten Tumorzellen in den Organen vorliegen, welche Signalwege sie benutzen, um zu überleben und sich mit einer fremden, zum Teil feindlichen Umgebung zu arrangieren und wie diese „schlafenden“ Tumorzellen schließlich zu einer lebensbedrohlichen Metastase heranwachsen.
Die Antworten auf diese Fragen sollen helfen, neue Medikamente zu entwickeln oder vorhandene anders und gezielter zu nutzen, um die Entstehung von Metastasen zu verhindern. Der Dr. Josef Steiner Preis ist mit einer Millionen Schweizer Franken (etwa 800.000 Euro) dotiert. Prof. Klein teilt sich den Preis mit dem Berner Zellbiologen Eduardo Moreno.

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