Stromausfälle, Zugverspätungen, Straßensperren: Gewitterfront wütet über Deutschland

Mit Hagel, Sturm und heftigem Regen ist am Mittwochabend eine Gewitterfront über weite Teile Deutschlands gezogen. Binnen weniger Minuten wurden Bäume umgerissen, Dächer abgedeckt, Felder verwüstet. Es gab mehrere Verletzte. 

Vor allem im Süden und Osten Deutschlands haben Unwetter am Mittwoch schwere Schäden angerichtet. In Oberbayern erlitt ein Mann schwere Verletzungen, als ein Baum auf sein Gartenhäuschen fiel. 
In Baden-Württemberg wurde eine Frau von einem Silo getroffen, das sich im Sturm gelöst hatte, und schwer verletzt. Eine Frau in Emmendingen, auf deren Auto ein Baum stürzte, musste aus dem Wagen befreit werden. Sie blieb unverletzt.
In Bayern und Thüringen wurden etliche Dächer abgedeckt, Bäume stürzten auf Straßen, Gleise und Häuser. 

Mehrfach wurden Passanten von herumfliegenden Trümmern oder herabstürzenden Ästen getroffen. Bahnstrecken und Straßen mussten zeitweise gesperrt werden, weil sie von Bäumen blockiert wurden.


ICE-Trasse war gesperrt



Aus Oberbayern berichtete die Polizei am Abend, Keller seien vollgelaufen, in Obing habe nach einem Blitzschlag ein Bauernhof gebrannt. In der Region um Rosenheim rauschten große Hagelkörner vom Himmel. In Thüringen wurde die A4 zwischen Magdala und Schorba gesperrt. 
Der Energieversorger E.on meldete Stromausfälle. Leitungen seien gerissen, Masten abgeknickt.
Vom Hauptbahnhof in Erfurt wurden massive Verspätungen gemeldet, vor allem in Richtung Südthüringen und Oberfranken. Der Streckenabschnitt Apolda-Großheringen auf der ICE-Trasse Leipzig-Erfurt-Frankfurt/Main musste gesperrt werden.


Berliner Feuerwehr fuhr 130 Einsätze in einer Stunde



Auch aus Sachsen, Berlin und Brandenburg wurden Schäden gemeldet. Auf der Bahnstrecke Berlin-Dresden wurde nach Angaben eines Sprechers die Oberleitung beschädigt. In Berlin rückte die Feuerwehr binnen einer guten Stunde zu mehr als 130 Einsätzen aus, in den meisten Fällen waren Bäume umgeknickt oder Keller vollgelaufen. Wie auch in anderen Regionen Deutschlands war das Unwetter sehr heftig, zog aber rasch wieder ab.
Im nordhessischen Frankenau fegte ein Wirbelsturm mehrere Dächer und Bäume hinweg, mindestens 37 Gebäude wurden schwer beschädigt. Am Frankfurter Flughafen sorgte ein kräftiges Gewitter für Verzögerungen im Flugverkehr.

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