Forscher: Angst vor dem Tod fördert Glaube an einen Schöpfer

Wie ist das vielfältige Leben auf der Erde entstanden? Durch Mutationen und natürliche Selektion, würde Richard Dawkins sagen, Vertreter der Evolutionstheorie. Michael Behe, wichtigster Vertreter der Theorie des Intelligenten Designs, würde ihm entgegnen: Durch einen intelligenten Schöpfer.

Der Glaube daran, dass es einen wissenden Urheber für alles Lebende gibt, ist weit verbreitet. In der aktuellen Ausgabe des Magazins "PLoS ONE" berichten nun US-amerikanische Forscher, der Gedanke an den eigenen Tod verstärke den Glauben an einen Schöpfer. Untersucht wurden knapp 1.700 US-Amerikaner und Kanadier. Sie sollten sich ihren eigenen Tod vorstellen und dann ihre Gedanken und Gefühle aufschreiben. Die Kontrollgruppe sollte sich stattdessen Zahnschmerzen vorstellen. Danach mussten die Probanden zwei Texte lesen: Einen des Evolutionsbefürworters Dawkins und einen von Behe, dem Vertreter des Intelligenten Designs. Nach den Tests zeigte sich, dass Teilnehmer bei Gedanken an den eigenen Tod vermehrt die Auffassung der Schöpfungstheorie unterstützten.

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